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thalheimThalheim | Kultur | 15.09.2013

„Museum Angerlehner“ in Thalheim regelrecht gestürmt

Kultursensation aus Thalheim

Die Kultursensation in unserer Region ist bereits perfekt. Das „Museum Angerlehner“ für zeitgenössische Kunst wurde am 12. September feierlich eröffnet und am 14./15. September für die Öffentlichkeit weit geöffnet. An beiden Tagen strömten Hunderte Interessenten Richtung Kunstmuseum oder nützten den Zugang via Wels und Museumssteg. In dem räumlich großzügigen Haus wimmelte es nur so von Besuchern, die sich zum Teil auch den Führungen anschlossen. Herzliche Gratulation dem Kunstmäzen und seinem Team!
Auch wenn moderne Kunst für sehr unterschiedliche Meinungen sorgt und eher für einen überschaubaren Kreis von Interessenten sorgt, Kunstmäzen Heinz Angerlehner hat schon jetzt etwas Außergewöhnliches geschaffen: Ein bereits über die grenzen Österreichs reichendes Interesse, ein einmaliges Kunsthaus in Perfektion und den Beweis, dass Unternehmer sich sehr wohl ihre innere Kraft aus der Förderung  eines Nieschenbereichs holen können.
Ein schwieriges Unterfangen des FMT-Gründers, der seine weltweit erfolgreiche Firma aus Platzgründen aus seinem Wohnort nach Wels verlegte. Seinen Stammsitz hat er angesichts seiner Sammlerleidenschaft mit völlig neuem Leben erfüllt. Zum Wohle der Marktgemeine und der ganzen Region.
Privatmuseum für zeitgenössische Kunst
Auf 4.500 m2 verbaute Fläche, davon 2.500 m2 Ausstellungsraum präsentiert sich das ausschließlich aus Privatmitteln finanzierte Museum Angerlehner der Öffentlichkeit. Mit dem neuen Museum stellt sich auch erstmals die in über 30 Jahren aufgebaute Kunstsammlung des Unternehmers Heinz J. Angerlehner dem Kunstpublikum vor.
Museumsbau Schwarz und Weiß

Den herausfordernde Umbau der ehemaligen Werkstätten- und Industriehallen zu einem zeitgenössischen Kunstmuseum konnte das Architektur Büro Wolf Architektur aus Grieskirchen mit Architekt DI Wolf Grossruck vornehmen. Die prägnante Fassadengestaltung mit changierenden schwarzen Metallelementen fällt schon von weitem auf.
Im Inneren dominieren sehr klare Linien. Bewusst wurden alle Architekturelemente der ehemaligen Industriehallen in Schwarz gehalten und alle neuen Bauteile in Weiß. Es präsentiert sich ein architektonisch klar gegliederter Museumsbau, in dem sich alle funktionalen Raumanforderungen eines zeitaktuellen Kunstmuseums in kluger Anordnung befinden:
Ein großzügiger Eingangsbereich, genügend Raum für Kunstvermittlungsaktivitäten, eine kleine Cafeteria sowie ein separater Seminarraum im Obergeschoss. Dieser wie auch der großzügige Veranstaltungsraum, werden zukünftig nicht nur für Museumsveranstaltungen genützt, sondern sind auch für externe Veranstaltungen zu mieten.
Gleichsam das „Herzstück“ des Museums ist das große Schaudepot mit ca. 6.000 m2 Hängefläche, das den größten Teil der bisherigen Sammlung Angerlehner aufnimmt und für die Museumsbesucher einsehbar ist.
Ebenfalls eine Besonderheit stellt der große säulenfreie Ausstellungsraum im Erdgeschoß dar; mit seinen 1.170 m2 steht er im näheren Umfeld alleine. Vier weitere Ausstellungsräume im Obergeschoss mit je 200 m2 ergänzen das attraktive Raumangebot für Kunstpräsentation.
Kunstsammler lädt zur gemeinsamen Freude ein
Der begeisterte Kunstsammlers und erfolgreiche Unternehmers Heinz J. Angerlehner, möchte seine intensive Zuwendung an die zeitgenössische Kunst mit möglichst vielen Menschen teilen möchte. Und dafür hat er viele Millionen Euro investiert.
„Durch Kunst werden Gedanken, Stimmungen und Visionen in ganz spezieller Weise ausgedrückt. Mich persönlich hat die faszinierende Welt der Kunst bereichert. Diese Kraft, mit der jedes Kunstwerk seinen Betrachter anzusprechen versteht, soll in meinem Museum für viele Menschen erlebbar werden. “
Erstpräsentation Sammlung Angerlehner
Im Mittelpunkt des Museums steht selbstverständlich die Sammlung Angerlehner mit ihren aktuell über 2.500 Kunstwerken. Einen besonderen Schwerpunkt der Sammlung nimmt die österreichische Malerei in ihrer Entwicklung der letzten 50 Jahre ein. Große Namen dieser Kunstentwicklung – und nicht zuletzt große Werke – finden sich ebenso vertreten wie junge Positionen. Skulpturen, grafische Werke und künstlerische Fotografie ergänzen die Sammlung.
Bewusst ergänzte der Sammler seinen Österreich-Schwerpunkt immer wieder durch internationale Vergleichsbeispiele, wobei er sich auch hier ausschließlich von seiner eigenen Begeisterungsfähigkeit leiten hat lassen: „Ich kaufe nur das, wozu ich einen besonderen Bezug habe und das mich besonders anspricht.“
Aus kunsthistorischer Sicht bemerkenswert sind hier etwa die Werkbeispiele neorealistischer Malerei, insbesondere von Künstlern der sogenannten Leipziger Schule. Wichtig war und ist dem Sammler ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung oberösterreichischer Künstlerpersönlichkeiten.
Das Museum wird zukünftig einen zeitgemäßen Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Kunstvermittlungs-Betrieb organisieren. Es soll zu einem attraktiven Ort der Kunsterfahrung für möglichst viele Menschen werden.   
Jeden Freitag eine Spezial-Veranstaltung
Ab 20. September wird deshalb jeden Freitagabend (ab 18.30 Uhr) eine kunstbezogene Spezialveranstaltung angeboten. Der Bogen reicht hier von Künstlergesprächen, Lesungen, Konzerten, besonderen Bildbetrachtungen bis hin zu Verkostungen, die alle Sinne ansprechen.
Freitag (20.9.): Bildbetrachtung mit Johannes Holzmann
Freitag (27.9.): Sonderkonzert des Minetti Quartetts, das im internationalen Konzertgeschehen zu den gegenwärtig arriviertesten österreichischen Streichquartetten zählt. Aufgrund eines persönlichen Nahverhältnisses wird ein Spezialkonzert zur Aufführung gebracht. Höhepunkte der bisherigen Karriere wie die Interpretation von Haydn und Mendelsohn werden ergänzt durch die Uraufführung „Impromptu für Streichquartett“ von Balduin Sulzer, um damit einmal mehr die Einmaligkeit dieses in Oberösterreich situierten Kulturereignisses zu betonen. Eintritt: 25 Euro. Info/ Vvk.: Museum Angerlehner, Ascheter Straße 54. Tel. (07242)
Email: events@museum-angerlehner.at
Homepage: www.museum-angerlehner.at
Freitag (11.10.): Schreiben zur Kunst mit Eva Fischer
Samstag ( 12.10.): Katalogpräsentation Wolfgang Stifter und seine Aktion „Die Kunst des richtigen Ausschnitts“ (14.00 Uhr).
Freitag (18.10.): Kuratoren-Gespräch mit Florian Steininger
Freitag (25.10.): Künstlergespräch mit Josef Bauer
Hinweis auf aktuelle Publikationen
Zur Gründung des Museums erschien eine umfassende Buchpublikation zur Sammlung Angerlehner im Hirmer Verlag, München. Das 495 Seiten umfassende Buch gibt einen Einblick in die 30-jährige Sammlungstätigkeit des Museumsgründers und vermittelt in den einzelnen Essays kunsthistorische Perspektiven auf die vielgestaltige Kunstsammlung. Gerda Ridler betreute diese Publikation redaktionell. Der Band vereint Texte von Mag.Dr. Peter Assmann, Prof. Peter Baum, Dr. Martin Hochleitner, Mag. Johannes Holzmann, Dr. Gerda Ridler, Arch. Dipl.-Ing. Romana Ring, Dr. Johanna Schwanberg, Mag. Florian Steininger und Dr. Margit Zuckriegl. Preis: 50 Euro.
Kinderbuch. Als besonderer Akzent der Kunstvermittlung erschien außerdem ein kleines Kinderbuch im beliebten Format der Pixi-Bücher mit dem Titel „Kuki schaut sich Kunst an“. Das Büchlein wurde bereits von den Kindern der Volksschule Thalheim bereits getestet.
Freunde und Förderer des Museums
Bereits vor der Eröffnung des Museums konnte ein Freundesverein gegründet werden. Als Präsident wurde vom Proponenten-Komitee der erfolgreiche Manager und Kunstsammler Mag. Dr. Wolfram Kramar gewählt. Ziel ist es, das Museum Angerlehner gesellschaftlich noch mehr zu verankern und die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst zu fördern. Interessierte sind herzlich willkommen. Email: office@museum-angerlehner.at
Ansprechpartner „Museum Angerlehner“
KR Heinz J. Angerlehner: Museumsgründer und Geschäftsführer
Mag. Dr. Peter Assmann: Museumsleiter
Mag. Johannes Holzmann: Sammlungsleiter, Kunstvermittlung
Elisabeth Afanasenko: Assistenz Geschäftsführung & Museumsleitung, Öffentlichkeitsarbeit, Freundeskreis Museum Angerlehner
Beate Rübig: Betriebswirtschaft, Veranstaltungsmanagement
Thalheim, Ascheter Straße 54
Tel.: 07242/224422-0
E-Mail: office@museum-angerlehner.at
Geöffnet: Do bis So 10.00 – 18.00 Uhr

Homepage: www.museum-angerlehner.at


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