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welsWels Stadt | Kultur | 31.05.2012

Richard-Wagner-Festival längst international anerkannt

„Parsifal“ für Wagner-Freunde

Die Welser Unternehmer-Familie Just (Stempel-Weltmarktführer „Trodat“) hat mit dem Richard-Wagner-Festival in Wels längst internationale  Anerkennung gefunden. Mit hohem persönlichem und finanziellem Einsatz wurde Wels Schauplatz von Wagner-Opern mit hohem musikalischen Anspruch und einer einzigartigen szenischen Umsetzung, ungewöhnlich originalnah visualisiert. Und 2013 können sich Wagner-Freunde auf drei „Tannhäuser“-Abende in Wels freuen.
Bei der Wiederaufnahme von „Parsifal“ trafen sich Wagner-Freunde aus aller Welt, um hier ihrer Leidenschaft frönen zu können. Und Kammersänger Hans Sotin (Bild) wurde ganz persönlich gefeiert! welsin.tv stellte sich bei Intendantin Renate Doppler mit einem Geschenk an. Hans Sotin bekommt eine ganz exklusive DvD von seinem berührenden Abschiedsabend.
Am 31. Mai war Premierentag, der wieder einmal einen eindrucksvollen Opernabend bescherte. Es gab in den Medien gerade sensationell positive Kritiken. Drei Tage später folgte der zweite „Parsifal“-Abend im Welser Stadttheater. 
Und am 1. Juni stand Kammersänger Hans Sotin im Mittelpunkt eines Galaabends. Der treue Stammgast auf der Welser Wagner-Bühne wurde anlässlich seines Bühnenabschieds von Freunden und Weggefährten mit musikalischen Einlagen, begleitet von der Philharmonie Salzburg, geehrt.
Intendantin Renate Doppler konnte dazu u.a. gewinnen: Verena Lafferentz-Wagner, Uta Priew, Norbert Balatsch, Jukka Rasilainen, Reiner Goldberg, Matti Salminen, Manfred Jung, Robert Schunk, Franz Josef Kapellmann, René Kollo und Hanna Schwarz.
PARSIFAL (31. Mai und 3. Juni), Wiederaufnahme mit der Slowakische Philharmonie (Dirigent Ralf Weikert), Tschechischer Philharmonischer Chor Brno. Mit Jukka Rasilainen (Amfortas), Arthur Korn (Titurel), Reinhard Hagen (Gurnemanz), Ian Storey  (Parsifal), Anton Keremidtchiev  (Klingsor), Hermine May (Kundry), Jan Petryka, Martin Achrainer  (Gralsritter), Akiko Ito, Lavinia Dames, Iurie Ciobanu, Markus Miesenberger (Knappen),  Akiko Ito, Ursula Langmayr, Lavinia Dames, Iva Mihanovic, Christa Ratzenböck, Yvonne Berg (Blumenmädchen), Christa Ratzenböck  (Stimme aus der Höhe). Inszenierung-Lichtgestaltung: Herbert Adler, Ausstattung-Licht: Dietmar Solt, Festspielleitung: Renate Doppler.
Einen Einführungsvortrag bot Detlev Eisinger jeweils am Vormittag.
Festivalbüro Richard Wagner Festival Wels
Tel. (07242) 239-111
Email: info@wagner-festival-wels.com
Unser Filmbeitrag aus 2007 zeigt auch kurz KS Hans Sotin im Einsatz und gibt Auskunft über die Probleme einer langfristig notwendigen Besetzung. Direktlink http://www.welsin.tv/news.php?id=177 
Festival-Ursprung aus dem Jahr 1989
Alles begann mit einer leeren Nische, dem Wagner-Enthusiasten Walter Just und einer Büste von Richard Wagner. Zur Einweihung dieser Büste wurde 1989 in Anwesenheit von Bayreuth-Chef Wolfgang Wagner das Eröffnungskonzert veranstaltet, bei welchem beschlossen wurde, jährlich eine Gala zu veranstalten.
1995 ging dann als erste szenische Wagner-Aufführung in Wels „Tristan und Isolde“ mit beispiellosem Erfolg über die Bühne. Das Publikumsinteresse war so groß, dass die Produktion in den zwei Folgejahren wiederholt wurde. Es folgten die Opern „Die Walküre“, „Siegfried“, „Parsifal“ und „Der fliegende Holländer“. Es gelang das Kunststück die kleine Welser Bühne für die imposanten Wagner-Werke zu nützen.
Sicher nicht verdient haben sich Walter Just und seine Tochter Renate vor allem die mangelnde Unterstützung aus dem Landesbudget, bei einem Festival in Linz wäre es wohl wesentlich leichter gewesen den Kulturfördertopf zu aktivieren.
Die neue Linzer Oper (Eröffnung April 2013) kommt leider zu spät dafür, dort werden aber auch Wagner-Opern ihren Einzug feiern, denn: In der ersten vollständigen Spielzeit im neuen Haus wird mit Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ begonnen, der im Halbjahresrhythmus bis 2015 erarbeitet wird.
Aber eines ist in Wels doch gelungen: Die „unselige“ Verbindungs-Versuche von Richard Wagner mit dem Gedankengut des Nazi-Regimes, ausgelöst durch Proteste des ach so bedeutenden Antifa-Komitees, fanden dank der Lächerlichkeit der Vergleiche bald den Weg in den Medien-Papierkorb.    
Übrigens: Schon in Vergessenheit geraten ein Vergleich mit dem Sport: Der so „böse“ Lask-Präsident Michael Reichel hatte einst seine Tennis-Turnier-Premiere in Wels gestartet, aber schnell erkannt, wo Sponsor-Gelder leichter fließen. Das Generali-Ladies-Turnier in Linz zählt inzwischen zu den besten Damen-Turnieren der Welt. 
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