Mittwoch, 20. November 2019 

welsWels Stadt | Gesundheit | 23.01.2019

Bedeutender Nahversorger Klinikum Wels-Grieskirchen

27 weitere Oberärzte ernannt

Auch heuer wurden beim Neujahrsempfang des Klinikums Wels-Grieskirchen weitere 27 herausragende Nachwuchsmediziner zu Oberärzten ernannt. Insgesamt sichern derzeit 547 Ärzte in Zusammenarbeit mit vielen weiteren Berufsgruppen die umfassende medizinische Spitalsversorgung der Bezirke Wels Stadt, Wels Land, Grieskirchen und Eferding. Im größten Ordensspital Österreichs stehen neben qualitativ hochwertiger Diagnostik und Therapie auch Forschergeist, Innovation und Empathie im Vordergrund.
Geschäftsführer Dietbert Timmerer: „Die Oberärzte bilden eine wichtige Säule im Krankenhausbetrieb. Sie sichern einerseits die qualitätsvolle Patientenversorgung auf internationalem Niveau. Andererseits übernehmen sie wichtige Aufgaben in der Ärzteausbildung. Wir freuen uns, heuer 27 Oberärzte ernennen zu können“. Spätestens mit ihrer Ernennung übernehmen die Oberärzte entscheidende Funktionen.
OA Thomas Muhr, interimistischer Ärztlicher Leiter: „Unsere Oberärzte zeichnen sich durch besonderes Engagement aus. Sie übernehmen Verantwortung, beteiligen sich an Studien und medizinischen Entwicklungen und ermöglichen dadurch neben der Grundversorgung auch spitzenmedizinische Leistungen. Mit ihrer fachlichen Kompetenz und Erfahrung unterstützen sie die Abteilungsleitungen maßgeblich.
Oberärzten wird Führungsverantwortung übertragen. Viele von ihnen werden Mentoren für unsere Jungmediziner in Ausbildung und begleiten sie auf ihrem Weg – nicht nur in fachlicher Hinsicht. Sie sind auch Vorbilder, wenn es um soziale Aspekte, Zuwendung und die Philosophie des Ordensspitals geht.“ Im Bild die neuen Oberärzte im Klinikum mit Sr. Franziska Buttinger
Ärzteausbildung: Auf der OÖ Bestenliste
Als akademisches Lehrkrankenhaus aller medizinischen Universitäten Österreichs stellt das Klinikum Wels-Grieskirchen hohe Ansprüche an Aus- und Weiterbildung. Praxisnahes Lernen, die Nähe zum Patienten, interdisziplinäres Arbeiten sowie das Fördern der Fähigkeiten des Einzelnen bereiten die ideale Grundlage für die fachliche und auch persönliche Weiterentwicklung.
Die hohe Ausbildungsqualität der jungen Ärzte am Klinikum Wels-Grieskirchen wurde aktuell durch eine Erhebung der Ärztekammer Oberösterreich bestätigt – drei Abteilungen und Institute schafften es auf die Bestenliste der Facharztausbildner 2018: Neurologie, Anästhesiologie und Intensivmedizin I und Radiologie. Mit rund 150 Ausbildungsstellen und allen Fachrichtungen unter einem Dach erwarten die jungen Ärzte auch 2019 wieder beste Ausbildungs- und Karrierechancen.
Herausragende Gesamt-Bilanz
Die Rückschau auf 2018 zeigt deutlich, dass sich das Klinikum Wels-Grieskirchen stets weiterentwickelt. Zu den Meilensteinen zählen: Eröffnung des Tagesklinischen Zentrums mit vier OP-Bereichen, 20 Betreuungsplätzen und 6.000 geplanten Eingriffen pro Jahr.
+ Schwerpunkt Frauengesundheit: Das KWG verfügt seit 2018 als einzige Abteilung für Frauenheilkunde neben dem AKH Wien über aktuelle Zertifizierungen in allen Bereichen: Gynäkologisches Tumorzentrum, Endometriosezentrum (2018 neu zertifiziert), Brustgesundheitszentrum (2018 rezertifiziert), Beckenbodenzentrum
+ Internationale Zertifizierung Adipositaszentrum: Anlaufstelle für stark Übergewichtige, um Folgeerkrankungen zu vermeiden
+ Etablierung des Makulakompetenz-Zentrums: Referenzzentrum mit ca. 8.000 intravitrealen Injektionen jährlich

+ Medizinische Innovationen, insbesondere im Rahmen der Herz- Kompetenz (Kardiologie und Herzchirurgie), wie bspw. erstmalige Implantation einer Trikuspidal-Transkatheterklappe über die Leiste, effizientere Herzinfarkt-Behandlung durch Herzinfarktnetzwerk
+ Dialyse von 20 auf 25 Plätze aufgestockt – sichert standortnahe Versorgung
+ Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie: Kontingente für Zahnsanierungen in Narkose/Sedierung verdoppelt und eigene kinderzahnärztliche Ambulanz eingeführt
+ Virtuelle Realität und Avatar in der Kinder- und Jugendlichen- Psychosomatik: Nutzung von virtueller Realität in der Therapie von Kindern und Jugendlichen im Rahmen eines Forschungsprojekts u.v.m.
Öffentlichkeitswirksame Maßnahmen sollen helfen, die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu heben. Die Veranstaltungsreihe „Klinikum Wissensforum“ stellte 2018 Frauengesundheit, Hauterkrankungen und Hautkrebsvorsorge, Darmgesundheit und Stoffwechsel sowie die Kinder und Jugendmedizin in den Fokus.
Mit dem Weltrekordversuch im gleichzeitigen Reanimationstraining „Hand aufs Herz“ am 22. September 2018 in Wels wurde breitenwirksam aufgeklärt, wie auch medizinische Laien im Ernstfall reagieren und dadurch Leben retten können.

Der tagesklinische Anteil wächst
Im Klinikum Wels-Grieskirchen hat sich die Anzahl der stationären Entlassungen 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent auf 90.308 erhöht. Der tagesklinische Anteil steigt stetig an und liegt nun bei 33 Prozent – der Trend geht also weiterhin in Richtung kürzerer Spitalsaufenthalte. Die Verweildauer der Patienten beträgt durchschnittlich 3,7 Tage, ohne tagesklinischen Anteil 5,5.
Die ambulanten Frequenzen haben am Klinikum im Vergleich zum Vorjahr um 3 Prozent zugenommen. Die Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe zählt mit rund 2.542 Geburten zu den größten geburtshilflichen Einrichtungen in Österreich. Am Standort Wels wurden im Jahr 2018 1.843 Neugeborene (38 x Zwillinge, 2 x Drillinge), am Standort Grieskirchen 657 Babys entbunden.

Klinikum Wels-Grieskirchen, Kennzahlen: 1.277 Betten, 29 Abteilungen und Institute, Fachbereiche, 3.800 Mitarbeite, 90.000 Stationäre Aufnahmen, 33 % Tagesklinischer Anteil (Aufnahmen), 2.542 Geburten, 3,7 Tage durchschnittliche Verweildauer, rund 250.000 Ambulante Patienten, rund 30.000 Operationen.

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