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welsWels Stadt | Gesundheit | 31.12.2020

Wechsel in der medizinischen Leitung am Klinikum

Klinikum mit neuer Leitung

JULI 2024 – Nach 35-jähriger Tätigkeit am Klinikum Wels-Grieskirchen hat sich Dr. Thomas Muhr, zuletzt Ärztlicher Leiter, in die Pension verabschiedet. Mit 1. Juli wurde Priv.-Doz. Dr. Rainer Gattringer zum neuen Ärztlichen Leiter bestellt. Gemeinsam mit der Geschäftsführung wird Rainer Gattringer maßgeblich für die strategische medizinische Weiterentwicklung des Klinikums verantwortlich sein.
Der Infektiologe und klinische Mikrobiologe ist bereits seit Mai 2021 als stellvertretender Ärztlicher Leiter im Direktorium vertreten. Sein Stellvertreter ist nun Harald Hofer, Leiter der Abteilung für Innere Medizin I.
Teil der enormen Entwicklung
Dr. Thomas Muhr (Bild) kennt das Klinikum wie kein anderer. Er hat das Welser Krankenhaus mehr als ein Drittel der Zeit seines Bestehens begleitet. Rund 35 Jahre war er vom Turnus bis zur Ärztlichen Leitung hier tätig.
Als Facharzt für Radiologie und stellvertretender Radiologie-Abteilungsleiter hat er viele wichtige Innovationen in der bildgebenden Diagnostik realisiert, ebenso wie das Schockraum-Konzept, welches immer noch zu den modernsten zählt.

Ab dem Jahr 2011 in der Ärztlichen Leitung, zuerst als Stellvertreter, ab 2019 als Leiter, hat Thomas Muhr vieles für das Klinikum bewirkt. Zahlreiche medizinische Fortschritte, die qualitativ hochwertige Patientenversorgung sowie die außerordentliche Ärzteausbildung sind auf seine Initiativen zurückzuführen.
Dr. Thomas Muhr: „Eine der größten Stärken des Klinikums an beiden Standorten ist die gute interprofessionelle Zusammenarbeit bei kurzen Wegen – trotz der Größe – und ein hervorragender Teamgedanke. Das Wichtigste war mir immer, unseren Patienten eine qualitativ hochwertige Medizin bieten zu können.“
Pandemiestratege übernimmt
Dr. Rainer Gattringer (Bild) ist seit September 2018 als Leiter des Instituts für Hygiene und Mikrobiologie, Infektiologie und Tropenmedizin am Klinikum tätig. Als Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie und Facharzt für Innere Medizin mit dem Zusatzfach Infektiologie und Tropenmedizin verfügt der gebürtige Oberösterreicher über einen breiten medizinischen und wissenschaftlichen Hintergrund.
Mit der COVID-Pandemie wurde die Bedeutung seines Fachbereichs noch mehr in den Fokus gerückt, seine Einschätzung und sein Wissen zu Infektionserkrankungen waren und sind gefragt. Die hohe fachliche Expertise des Infektiologen sowie seine Managementqualitäten haben wesentlich dazu beigetragen, nicht nur das Klinikum bestmöglich durch die Corona-Pandemie zu führen.

Das bestätigt auch Verwaltungsdirektorin und Geschäftsführerin  Mag. Carmen Katharina Breitwieser (Bild) rückblickend auf ihre damalige Funktion als Leiterin des Corona-Krisenstabes: „Ich habe Privatdozent Rainer Gattringer in einer besonders herausfordernden Zeit kennen und schätzen gelernt. Seine Kompetenz und sein pragmatischer, besonnener Zugang haben uns gerade in dieser Phase sehr geholfen. Entscheidungen zu treffen und für klare Strukturen zu sorgen sind wichtige Aufgaben, die wir wahrnehmen werden.“
Prämisse: Hervorragende Patientenversorgung
Das Gesundheitssystem generell und die Krankenhausorganisation im Besonderen stehen vor großen Herausforderungen, allen voran der demografische Wandel und die Personalsituation in wesentlichen Kernbereichen. „Ziel muss sein, dass wir trotz dieser Herausforderungen weiterhin eine hervorragende Patientenversorgung sicherstellen und dass die Arbeit im Klinikum attraktiv bleibt. Im medizinischen Bereich ermöglichen wir dafür eine umfassende, praxisorientierte Ausbildung und laufende Weiterbildungsmaßnahmen,“ fasst Rainer Gattringer die medizinische Perspektive zusammen.
„Gemeinsam mit Politik, Niedergelassenen und weiteren wichtigen Akteuren im Gesundheitswesen möchten wir maßgeblich daran mitwirken, die Gesundheitsversorgung effizient zu gestalten“, ergänzt Carmen Breitwieser. „Dafür braucht es viele Gespräche, ein Neudenken bestehender Strukturen und das Mitwirken jedes Einzelnen.
Gesundheitskompetenz – im Sinne von Prävention und Orientierung geben – ist eine wichtige Voraussetzung, um unser Gesundheitssystem langfristig in dieser Qualität erhalten zu können“, ist die Krankenhaus-Managerin überzeugt.

Spitzenmedizin im Klinikum
Das Klinikum Wels-Grieskirchen ist zudem renommiert für spitzenmedizinische Leistungen in vielen Bereichen. „Spitzenmedizin bedeutet, unseren Patienten die besten Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten anbieten zu können. Das erfordert neue, erprobte wissenschaftliche Erkenntnisse kombiniert mit innovativen Technologien zu beherrschen und anzuwenden. In enger Zusammenarbeit mit den Leitern unserer Institute und Abteilungen wird immer wieder evaluiert, welche Neuerungen es gibt und wie diese im Klinikum umgesetzt werden können. Am Puls der Zeit zu sein ist die Devise,“ betonte der neue Ärztliche Leiter.
Der gebürtige Oberösterreicher (52) ist verheiratet und lebt mit seiner Familie im Innviertel. Er ist Vater von vier Kindern im Alter von zwölf bis 22 Jahren. Seine Familie ist für ihn sein persönlicher Ausgleich zum Beruf.
Klinikum Wels‐Grieskirchenwww.klinikum‐wegr.at
Das größte Ordensspital Österreichs ist eine Institution der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz und der Franziskanerinnen von Vöcklabruck. Mit 35 medizinischen Abteilungen, 1.251 Betten und rund 4.100 Mitarbeitern leistet das umfassende medizinische Versorgung in Oberösterreich.
Der Gesundheitsversorger verzeichnet rund 65.000 stationäre Entlassungen jährlich. Aufgrund seiner zahlreichen Schwerpunkte und Kompetenzzentren bündelt das Klinikum fachübergreifendes Know‐how und ermöglicht interdisziplinäre Diagnosen und Behandlungen zum Wohle der Patienten.
Die Stadt Wels hat damit nicht nur ein Unternehmen mit dem größten Arbeitskräfte-Potenzial, sondern bietet auch dank des herausragenden Ordensspitals eine weit über die Grenzen hinaus bedeutende Gesundheitsversorgung.

 

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