Freitag, 6. Dezember 2019 

edtEdt/Lambach | Geschehen | 09.11.2012

Aufschrei nach Versicherungs-Verweigerung

Ein „Kreuzweg“ zum Nachdenken

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Einen schlimmen Leidensweg hat ein Landwirt aus Edt bei Lambach seit dem unverschuldeten Unfalltod seiner Frau im Jahre 2006 (!) zu beschreiten. Im Sommer sorgte Helmut Stadlbauer mit einer ungewöhnlichen Aktion für europaweites mediales Aufsehen: Er baute in sein Maisfeld ein Kreuz mit dem Wort „Folter“ ein.
Ein Polizeieinsatz mit Hubschrauber und Streifenwagen war die Folge, die Beamten verließen angesichts dieser fatalen Geschichte betroffen das Gelände. Wir haben den Leidensweg des Witwers mit der Kamera aufgezeichnet und einen Filmbeitrag gestaltet, der zum Nachdenken anregt. Auch für jene, die in Zukunft dazu beitragen könnten, dass derartige Schicksale vermieden werden.
Eine aufschlussreiche Reportage im ARD bestätigt auch eine Versicherungstaktik, die offensichtlich bei höheren Zahlungen eingeschlagen wird. Das passt zu den hier geschilderten Fall, Internet sei Dank. Direktlink
Der Landwirt hat einen „Kreuzweg mit der Abhandlung dieser Leidensgeschichte errichtet. Die Einleitung für diesen 14 Stationen umfassenden Kreuzweg wollen wir hier kundtun:
K R E U Z W E G
FÜR MEHR UNTERSTÜTZUNG VON UNFALLOPFERN
Jeder Kraftzeug-Halter ist von Gesetz her verpflichtet eine Haftpflicht-Versicherung abzuschließen. Eigentlich sollte man meinen, dass diese zu einer raschen und fairen Schadensabwicklung verpflichtet ist.
Leider ist offensichtlich zumindest manchmal das Gegenteil der Fall. Jahrelang wird psychischer Druck ausgeübt, verbunden mit enormen Kosten.
Da Unfallopfer eine Minderheit in unserem Landsind, haben sie auch keine Lobby, die die Betroffenen unterstützen.
Traumatisierte Menschen sind oft gar nicht mehr in der Lage ihre Ansprüche einzufordern, weil einfach die Kraft dazu fehlt.
Ich habe dieses Zeichen in mein Maisfeld gesetzt, damit endlich jemand auf die Lage von Betroffenen aufmerksam gemacht wird und wie wichtig eine rasche, und faire Abwicklung ist. Machen Sie sich selber ein Bild davon, was auch auf Sie zukommen kann.
Denn von einer Sekunde zur anderen
können auch Sie in die gleiche Situation kommen.
Meine Forderungen sind daher:
+ Faire und schnellere Verfahren.
+ Verjährung darf erst drei Jahre nach einem rechtskräftigen Schuldurteil (!) enden und nicht wie bisher drei Jahre nach dem Unfall.
+ Opfer müssen möglichst sofort entlastet und dürfen nicht noch zusätzlich belastet werden.
+Die Versicherung muss die Kosten der Schadenermittlung tragen und keinesfalls die Opfer.
+ Aufbau einer Therapiestelle für traumatisierte Kinder und Jugendliche.
+ Verdoppelung des Schmerzensgeldes, wenn die Schadenermittlung nach drei Jahren noch immer nicht abgeschlossen ist.
Bauernhof der Familie Helmut Stadlbauer
(Unterroithen 4, Edt/Lambach)
Tel. 07245/28948
Der Hof liegt ca. 300 m von der Bundesstraße zwischen der Gunskirchner Walddurchfahrt und der Roten Kapelle auf halbem Weg (Tafel "Kartoffel") in Richtung Lambach rechts.
Hinweis: Jedes einzelne Kreuzwegschild ist durch einen Klick zu vergrößern und der Text deutlich lesbar!
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