Sonntag, 8. Dezember 2019 

welsWels Stadt | Politik | 05.11.2019

Dank Konjunktur, Umstrukturierung und Sparsamkeit

Bonität-„Einser“ an die Stadt Wels

Die Direktion für Inneres und Kommunales (IKD) erhebt einmal im Jahr den Status der Bonität der oberösterreichischen Gemeinden, kurz „GemBonStatus“ genannt. Wels erhält aktuell als einzige der Statutarstädte die Bestnote „1“.
Steyr und die Landeshauptstadt Linz werden dabei allerdings mit der Note „5A“ bedacht. Der Bericht steht allerdings ausschließlich Mitgliedern der Landesregierung zur Verfügung.

Die Stadt Wels hatte in den jüngsten drei Jahren immer die Note „3“ erhalten. Für die nunmehr bessere Benotung für die Bonität mit „Sehr gut“ sind mehrere Faktoren verantwortlich – wie die Magistratsreform und ein Sparkurs, der die Stadtfinanzen saniert hat. Geholfen hat dabei sicher auch die gute Konjunktur. Der Rechnungsabschluss 2018 weist einen Überschuss von 16 Millionen Euro aus. Wels erreicht eine Finanzkraft von 1.978 Euro je Einwohner.
Die Bewertung erfolgt ähnlich dem Schulnotensystem. Die Bonitätsnoten heißen für die Gemeinden in absteigender Reihenfolge „1“, „3“, „5A“, „5B“ und „5C“. Anhand der Benotung lässt sich sehr rasch ein Überblick über die Bonitätssituation aller Gemeinden erkennen.
Der wichtigste Wert für die Benotung ist die „freie Budgetspitze“. Sie stellt den finanziellen Handlungsspielraum einer Gemeinde dar, nachdem aus dem Saldo der laufenden Gebarung andere finanzielle Verpflichtungen wie etwa der Schuldendienst abgezogen wurden. Ebenfalls werden einmalige Einnahmen und Ausgaben bei der Berechnung korrigiert.
Vor zwölf Jahren wurde der Status der Bonität von IKD zum ersten Mal durchgeführt. Seither hat sich die Zahl jener Gemeinden, die Bestnoten erreichen konnten, insgesamt mehr als verdoppelt.
Ansporn. Für Bürgermeister und Finanzreferent Dr. Andreas Rabl ist diese Benotung nicht nur Anlass für Freude, sondern auch eine Bestätigung dafür die eingefahrenen Strukturen seiner Vorgänger rasch  beendet zu haben. Angesichts der vielen kritischen Äußerungen über die Stadtverwaltung, die sich natürlich auch in den Medien verbreiten, eine Stärkung für den ein geschlagenen Weg. Außerdem geht die Funktionsperiode 2021 schon wieder dem Ende zu...
Deutliche Handschrift für Investitionskraft
Viele positive Beispiele unterstreichen die gute Entwicklung der Stadt. Alleine in der Innenstadt zeigt die kostenintensive Bautätigkeit für deutliche Fortschritte.
Auch wenn man sich nicht über eine Neuordnung des Busverkehrs mit notwendiger Drehscheibe beim immer wichtiger werdenden Hauptbahnhof wagt, so ist die Neugestaltung der Rainerstraße Süd mit AMS, neuem Amtsgebäude, renoviertem Stadttheater und dem Greif-Haus sowie die deutlich noch wachsende Bedeutung der Fachhochschule durch den Neubau der Zentrale OÖ und ein weiteres Laborgebäude ein mehr als positives Zeichen vor allem für die Innenstadt.
Bilder sagen mehr als tausend Worte…
Eine erste Ahnung wie schon in einem Jahr die Rainerstraße Süd ein völlig neues und attraktives Bild abgeben wird. Links das neue Amtsgebäude der Stadt, rechts das zukünftige AMS-Gebäude.
Der Neubau für das Arbeitsmarktservice (AMS) vom VKB-Parkplatz aus Richtung Evangelischer Kirche.
Nostalgie im ehemaligen Greif-Innenhof mit dem „Bühneneingang“ vom derzeit im Renovierungsprozess befindlichen Stadttheater und die Garagen mit Blick auf die Evangelische Kirche.
Auf dem Grundstück des ehemaligen Cafe Urbann: Das neue künftige Zentralgebäude der Fachhochschule OÖ mit Blick auf den Wohnungs-Neubau an der Bahnhofstraße.
Und gegenüber der künftigen FH-Zentrale in der Roseggerstraße der Neubau eines weiteren Laborgebäudes für den FH-Campus Wels.
Und dazu noch ein Beispiel des regen Wohnbaus in der Innenstadt. Hinter der HTL für Lebensmitteltechnologie am Mühlbach entsteht eine neue Wohnanlage namens „Mühlbachhof“.

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