Montag, 18. Dezember 2017 

welsÜberregionales | Sport | 02.12.2017

1.12.2017: Erster Weltcup-Erfolg für Vincent Kriechmayr

Vom Ski-Welscup zum Weltcup-Sieg

In der bisher 46-jährigen Geschichte des Ski-Welscups taucht auch der Name Vincent Kriechmayr (Bild) auf. Als Mitglied des TVN Sparkasse Wels gewann der Gramastettner Bauernsohn drei Welscup-Läufe, Gesamtsiege waren durch seine Verpflichtungen im ÖSV-Kader nicht möglich. Am 1. Dezember 2017 gewann der heute 26-jährige Vincent seinen ersten Weltcup-Erfolg – den Super-G von Beaver Creek.
Nach mehreren Spitzenplätzen ist es dem Oberösterreicher, der auch mit heimischen Fischer-Skiern unterwegs ist, gelungen Siegfahrer wie Kjetil Jansrud, Hannes Reichelt, Adrien Theaux, Matthias Mayer und Aksel Lund Svindal hinter sich zu lassen. In einem WM-Jahr ein besonders erfreulicher Erfolg für Vincent, der auch schon bei der Gesamtsiegerehrung vom max.center Ski-Welscup als Ehrengast (Bild) dabei war. Interessant ist dazu der Filmbericht von der Eröffnung des Landesskisportzentrums 2015 auf der Höss, Hubert Huemer hat dabei auch Vincent vor das Mikrofon geholt. Siehe Filmbeitrag ganz unten.
max.center Welscup 2018, Start am 13. Jänner
Seit auch im Sport die Finanz "mitmischt" und die Rechtssicherheit gewährt werden muss, ist jetzt – nach 46 Jahren einwandfreier Durchführung – für die Abwicklung vom Ski-Welscup eine Vereinsgründung notwendig. Die Grundlagen dafür wurden am 29. November im Hause vom Namenssponsor max.center gelegt.
Damit ist auch die Fortsetzung des für den Skinachwuchs so wichtigen regionalen Skibewerb gesichert. 2021 könnte damit das 50-Jahr-Jubiläum gefeiert werden. Das wäre wohl eine ganz besondere Leistung, die vor allem den fleißigen Funktionären vom ESKA-Skiclub Wels und TVN-Sparkasse Wels zu verdanken ist. Aber auch Eberstalzell und Stadl-Paura leisteten zuletzt wesentlich Beiträge.
Der Breitensport ist bekanntlich die Grundlage für das so beachtliche Engagement im heimischen Skisport. Und mit dem max.center hat man nach der jahrzehntelangen Förderung durch die Oberbank den idealen Hauptsponsor-Partner gefunden. Zum Beginn waren die Stadthalle und die Oberbank die Austragungsorte für die Gesamtsiegerehrung, jetzt bietet das max.center jeweils an einem Sonntag den idealen Rahmen.
47. max.center-Welscup 2018:
1. Bewerb: SLALOM (Erwachsene & Kinder): Samstag, 13. Jänner (Hinterstoder, Lärchenhang, Welser Stadtmeisterschaft), V.: ESKA-Skiclub Wels
Kinderbewerb RTL (2 x): Samstag, 20. Jänner (Hinterstoder, Lärchenhang), V.: SCU Eberstalzell
2. Bewerb: RTL (Erwachsene & Kinder): Sonntag, 28. Jänner (Hinterstoder, Wertung, Welser Stadtmeisterschaft), V.: ESKA-Skiclub Wels
3. Bewerb RTL (Erwachsene): Sonntag, 28. Jänner (Hinterstoder, Wertung), V.: TVN/TSU Stadl-Paura
4. Bewerb SLALOM (Erwachsene & Kinder): Samstag, 17. März (Hinterstoder, Wertung, Welser Volkslauf), V.: TVN Sparkasse Wels
5. Bewerb RTL (Erwachsene & Kinder): Sonntag, 18. März (Hinterstoder, Lärchenhang, Welser Volkslauf), V.: TVN Sparkasse Wels
6. Bewerb RTL (Erwachsene): Sonntag, 18. März (Hinterstoder, Wertung), V.: TVN/TSU Stadl-Paura
Für die Gesamtwertung werden wieder die vier besten Resultate gewertet. Die Gesamt-Siegerehrung ist für Sonntag, 8. April 2018, wieder im max.center geplant.

Flachländler-Klubs sorgen für enormen Aufwand
In Oberösterreich ragen im Skisport ausgerechnet zwei Klubs aus dem Flachland heraus. Nicht ganz von ungefähr trägt dazu auch die sportliche Herausforderung in der Stadt Wels bei, denn seit 46 Jahren kämpfen der Skiklub und der TVN um die Vorherrschaft, wozu der Ski-Welscup seinen Beitrag leistet.
Legendär war der sportliche Wettkampf zwischen den Repräsentanten Kurt Zauner (Dachstein-Schuh) als TVN-Motor und Karl Pimiskern (Atomic) als Skiklub-Animator.
Mit einem eigenen Sportfachgeschäft war Pimiskern (Sportpassage) aber auch wirtschaftlich ein Konkurrent von Sport-Eybl. Dort entstand aber die Idee für einen Welscup, den der damalige Geschäftsführer Karl Bachner mit dem Club Intersport anregte. Die besonders Situation sorgte aber für eine vorerst unüberwindbare Rivalität.
Und da hatte Karl Bachner 1971 eine Idee. Der WZ-Sportredakteur (Detlef Heyss) und Intersport-Chef Dr. Alfred Schwab wurden zu einem fast vierstündigen Streitgespräch zugezogen, das im altehrwürdigen Greif aber plötzlich zum Durchbruch führte. Als Alfred Schwab genug von den Diskussionen hatte und festhielt es gäbe aufgrund von Differenzen keinen Welscup, da brach plötzlich das Eis. Und ein sofort aufgesetztes Protokoll fixierte endgültig den Skibewerb.
1972 war es dann soweit - und so kann sich vor allem die Skijugend der Region Wels über einen Duell auf Augenhöhe freuen. Die WZ-Sportredaktion als Terminabwickler regte bald die Einbeziehung der gesamten Region Wels an. Und da war einer der Hauptengagierten der jetzige Obmann des Fußballklubs ATSV Stadl-Paura, Hans Stöttinger.
Und in der nun so Welscup-Geschichte sind zahlreiche prominente Sportler zu finden, aktuell wie erwähnt Vincent Kriechmayr. Darunter sind auch zu finden Franz Filzmoser (Vater von Judo-Lady Sabrina), Fritz Offenhauser (LSVOO-Sportdirektor) und Jürgen Kriechbaum (ÖSV-Trainer Damen), Wolf Weitzenböck, Werner Hipfl und viele andere.
Bei den Damen sind u.a. zu finden Martina Reichel (Schwester von Tennispromotor Michael), Christa Puschmann, Sonja Schierl-Schwab (Ehefrau von Dr. Alfred Schwab), Evelyn Pernkopf-Scharinger (jetzt Skiklub-Trainerin) und Welscup-„Königin“ Alexandra Zemsauer (TVN-Trainerin und noch aktiv dabei).

So wichtige Förderer des Ski-Welscups wie Landesrat Ernst Neuhauser, Oberbank-Direktor Dietmar Haslinger, Oberbank-Prokurist Richard Wöss, TVN-Motor Kurt Zauner, Siegfried Beutl und andere sind nur noch gedanklich in Erinnerung in einem fast halben Welscup-Jahrhundert.
Hier noch einmal der Bericht vom neuen Leistungszentrum auf der Höss aus dem Jahre 2015.

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