Sonntag, 19. November 2017 

welsWels Stadt | Sport | 29.10.2017

Motorsportwelt muss sich von "Ritchie" verabschieden

Manfred Riegler sagte leise "adieu"

Die Motorsportwelt muss sich von einem ganz besonderen Freund verabschieden. Der bekannte und besonders beliebte Welser Motorsport-Moderator und Fachjournalist Manfred Riegler (76, Bild) ist nicht mehr. Zuletzt hatte er sich wegen der schweren Krankheit seiner Tochter zurückgezogen, um seiner Frau zur Seite zu stehen. Noch im Vorjahr gab es einen denkwürdigen offiziellen Abschiedsabend in Schwanenstadt für eine Persönlichkeit, die den heimischen Motorsport und die besondere Stimmung bei Rennen jahrzehntelang geprägt hat.
Manfred Riegler war nicht nur ein Fachmann erstes Ranges, sondern ein Freund für alle, die ihm begegneten. Der auf youtube veröffentlichte Filmbeitrag von Hubert Huemer 2016 spricht viel mehr aus, als es je Worte ausdrücken könnten. Direktlink www.youtube.com/watch?v=l2L64TqpSnI 
Es wollte nicht mehr sein. Nach einer schweren Krankheit in Richtung Genesung, war für Anfang November ein persönliches Treffen vereinbart: Doch das lange so starke Herz von meinem persönlichen Lebensfreund Manfred Riegler hat sich am 27.  Oktober plötzlich verabschiedet. Vor mehr als 40 Jahren war er als "Fred Gler" wertvoller Motorsport-Mitarbeiter bei der damaligen "Welser Zeitung", als wir die Sportberichterstattung aus einem Schattendasein führten. Bild: Manfred Riegler, einst oft begleitet von Detlef Heyss in Sachen Motorsport.
Geprägt hat Manfred Riegler auch den Motorsport im "Neuen Volksblatt", wo er als Ritchie mehr als 40 Jahre die Sportler journalistisch mehr als nur begleitet hat. Spätberufen als Journalist sorgte Manfred dann auch als Autotester dank seines profunden Fachwissens in der Tageszeitung für viel positive Stimmung. 
Dem Motorsport total verschrieben
"Ritchie", "Jimmy", "Fred Gler" und so weiter war mehr als vier Jahrzehnte nicht nur DIE Moderatoren-Stimme bei Hunderten Rennen, sondern ein echter Freund der Motorsportler. Seine Freundlichkeit, sein Interesse auch an dem Menschen hinter jedem Motorsportler prägten den gebürtigen Niederösterreicher, der Wels als Mittelpunkt seines Lebens gewählt hatte. Ein Bild aus der Zeit der SW-Fotografie - Ritchie stets in Hochform...
Sein umfangreiches Archiv war aber auch im Gedächtnis gespeichert. Bei persönlichen Gesprächen konnte man sich über sein Wissen nur wundern, wenn ihm ein Motorsportler begegneten und Manfred sogar nach den Befinden von namentlich genannten Kindern fragte. Dazu passt auch der zweite Filmbeitrag von Hubert Huemer 2016, Direktlink www.youtube.com/watch?v=fHVmSDnQZG4
Kompliment. Eigentlich war man immer wieder so sehr beeindruckt vom Charmeur Manfred Riegler, dass man den auch körperlich imposanten Motorsport-Insider manchmal am liebsten zumindest gedanklich umarmt hätte. Es fällt vielen, sehr vielen Bekannten, Freunden und Sportlern schwer jetzt nur noch aus Erinnerungen an Manfred schöpfen zu können. 
Bild: Die Familie Riegler aus glücklichen Zeiten, Manfred mit Helga, Claudia und Bernhard.
Das besondere Mitgefühl gilt seiner schon so lange schwer geprüften Frau Helga. Tochter Claudia, dank ihres Engagements auch beim EU-Abgeordneten Paul Rübig der Stolz ihrer Eltern, wurde in ihrer Schaffenskraft durch eine heimtükische Krankheit nicht nur jäh gestoppt. Die Mutter traf das schwer zu schaffende Los der täglichen Vollbetreuung. Manfreds so erstaunlicher Lebensmut wurde einer schweren Prüfung ausgesetzt. Sohn Bernhard sollte seiner Mutter jetzt eine Stütze in den doppelt schweren Tagen sein.
Hier noch ein Link zu unserem Bericht von 2008, der auf unserer Plattform schon zigtausend Mal angeklickt wurde. Damals berichteten wir über 40 Jahre „Ritchie“ im Neuen Volksblatt. Direktlink www.welsin.tv/news.php?id=658  

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