Mittwoch, 12. August 2020 

welsWels Stadt | Sport | 14.12.2014

Gmunden konnte sich in Wels revanchieren - TT-Erfolg

WBC stolperte im Lokalderby

In der Basketball-Bundesliga wurde der Siegeszug von WBC Raiffeisen nach sieben Erfolgen ausgerechnet daheim vom Lokalrivalen Gmunden gestoppt. Die Welser hatten in Gmunden den ersten Siegeszug des Lokalrivalen mit einem 89:81 gestoppt. Am 13. Dezember gelang Gmunden mit einem 90:84 in Wels eine grimmige Revanche. Nach sieben Siegen hintereinander (!) hatte WBC Raiffeisen punktegleich zum Leader Vienna aufgeschlossen!
Die Meisterschaft geht nun für das WBC-Team erst am 26. Dezember in Wien gegen BC Vienna und am 28. Dezember daheim gegen Klosterneuburg weiter.

Imposante Siegesserie. Am 26. Oktober erlitt der WBC Raiffeisen daheim gegen BC Vienna (67:79) die letzte Niederlage vor dem Heimspiel gegen Gmunden. Dann folgten Siege gegen Klosterneuburg (A/72:64), Güssing (H/84:64), Kapfenberg (A/89:75), Fürstenfeld (H/85:73), Traiskirchen (A/76:68), Oberwart (H/74:64) und UBSC Graz (A/87:67). Scorebilanz aus sieben Erfolgen hintereinander: 567:475 (+ 92).
16. Runde: WBC Raiffeisen - Swans Gmunden 84:90 (16:26, 17:21, 21:19, 30:24) Kapelan 34, Lamesic 19, Channels 10, Csebits 9, Klette 6, Ford 4, Barrow 2 (89:81), Kapfenberg – UBSC Graz 83:70 (91:69), Traiskirchen – Güssing 93:83 (68:74), Fürstenfeld – Oberwart 79:83 n.V. (61:76), Klosterneuburg – BC Vienna 75:62 (Skylive, Hinspiel 70:80).
Lokalderby nach Gmunden. Die Swans erzielten den ersten Korb und der WBC ging mit einem Dreier von Diego Kapelan 3:2 in Führung. Das war aber die einzige Führung, die der WBC im ganzen Spiel hatte. Die Gäste traten von Beginn an mit mehr Aggressivität und Intensität auf und fianden somit auch schneller ihren Rhythmus in der Offensive. Die Swans kontrollierten gerade im ersten Viertel die Rebounds und erspielten sich dadurch bis zur ersten Viertelpause eine 16:26 Führung.
Zu Beginn des zweiten Viertels verkürzte der WBC mittels zwei schnellen Dreiern von Thomas Csebits auf  minus 6, die Swans konterten aber prompt mit einem 7:0-Lauf und zogen auf 13 Punkte davon. Dann verlief das Spiel relativ ausgeglichen und Gmunden ging mit einer 14-Punkte-Führung in die Halbzeit.
Ähnlicher Spielverlauf auch im dritten Viertel. Dem WBC gelang es nicht den Rückstand deutlich zu verkürzen. Hinzu kamen Foulprobleme, Maurice Barrow musste bald mit fünf Fouls auf die Bank und Wesley Channels musste mit 4 Fouls eine Pause einlegen.
Im vierten Viertel lief Enis Murati heiß und war nicht mehr zu stoppen. Er punktete nach Belieben und erspielte für Gmunden die höchste Führung im Spiel von 19 Punkten (!). Diego Kapelan nahm die Herausforderung an und erzielte in den letzten sechs Minuten 18 seiner insgesamt 34 Punkte. Auch Wesley Channels traf noch zwei Dreier in kürzester Zeit und der WBC kam auf sechs Punkte heran. Die Swans agierten aber routiniert und gingen in einem am Ende doch noch spannenden Derby als verdienter Sieger vom Platz.
Tabelle BB-Bundesliga: 1. BC Vienna 22/16 (1353:1297), 2. WBC Raiffeisen 22/16 (1282:1194), 3. Bulls Kapfenberg 22/16 (1283:1190), 4. Swans Gmunden 22/16 (1405:1249), 5. Knights Güssing 20/16 (1359:1223), 6. Dukes Klosterneuburg 18/16 (1229:1193), 7. Lions Traiskirchen 14/16 (1213:1253), 8. Gunners Oberwart 14/16 (1207:1203), 9. UBSC Graz 4/16 (1085:1455), 10. Panthers Fürstenfeld 2/16 (1169:1328).
14. Runde:
WBC Raiffeisen – Oberwart 74:64 (18:19, 16:13, 21:19, 19:13)  Lamesic 22 (9 Rebounds), Channels 18 (10 Assists), Klette 10, Csebits 10, Ford 5 (8 Rebounds), Kapelan 4, Vieider 3, Barrow 2 (Hinspiel 73:80), BC Vienna – Gmunden 103:97 nach 2.V. (81:96), Klosterneuburg – UBSC Graz 89:61 (97:83), Fürstenfeld – Güssing 69:81 (70:99), Kapfenberg – Traiskirchen 91:83 (50:62).
15. Runde: UBSC Graz – WBC Raiffeisen 67:87 (14:22, 18:19, 15:23, 20:33) Channels 20, Klette 18, Lamesic 14, Kapelan 14, Barrow 8, Csebits 6, Ford 4, Vieider 3 (Hinspiel 60:71), Traiskirchen – Fürstenfeld 75:81 (84:67), Oberwart – Kapfenberg 65:91 (68:76), Gmunden – Klosterneuburg 69:73! (99:81), Güssing – BC Vienna 96:84 (80:77). 

SPG Walter Wels OÖN-Mannschaft des Jahres
Spitzenderby in Wolkersdorf 4:2 gewonnen
Am 26. November feierte TT-Staatsmeister SPG Walter Wels den Mannschaftserfolg bei der OÖN-Sportlerwahl. Bei der Publikumswahl wurden 174.698 Stimmen gemeldet, damit war auch die abschließende Jurywahl klar. Zuletzt gab es für Wels 1997 (!) einen Mannschaftssieg durch die "Almliesln"-Basketballerinnen.
Internationales Ausscheiden. Nach der 0:3-Heimniederlage im ECL-Cup gegen den polnischen Meister und dem 4:0 in der Meisterschaft daheim gegen Mauthausen kommt es für die Welser derzeit ganz dick: Drei Spiele in vier Tagen und 3000 Reisekilometer. Zuerst gab es im letzten ECL-Spiel in Düsseldorf - weiterhin ohne Spitzenspieler Jian Zhan - eine 1:3-Niederlage.
Das Match in Düsseldorf prägte ein spektakulär spielender Panagiotis Gionis, der mit unglaublichen Schlägen die Zuschauer immer wieder in Staunen versetzte. Zwei 3:0-Siege gegen Lehel Demeter und Zsolt Petö waren der Lohn für den Abwehrstrategen.
Für den dritten Punkt der Düsseldorfer, die ohne Timo Boll antreten mussten, sorgte Kamal Achanta, der nur in Durchgang zwei gegen Petö in Bedrängnis kam und diesen nach vergebenem Satzball noch verlor.
Plattner-Einzelsieg. Einzig Coach Danny Heister musste sich ausgerechnet gegen Youngster Dominique Plattner mit 0:3 geschlagen geben. "Unser Ziel war es, ein bis zwei Punkte hier zu machen, nun haben wir ohne Boll und mit Boll jeweils 1:3 verloren. Natürlich fehlt uns der verletzte Zhan Jian sehr, mit ihm wäre der zweite Platz in der Gruppe drin gewesen", so Wels-Trainer Edvard Vecko.
Zwei Tage später ging es für SPG Walter Wels in der Meisterschaft in Oberwart weiter, es kaum zu einem dramatischen Spielverlauf, der mit einem 3:3 endete. Petö, Demeter und das Doppel Petö/Plattner holten die Welser Punkte.
Aufregender Spielverlauf. Und am 8. Dezember standen Petö, Demeter und Plattner beim Titelkonkurrenten Weinviertel NÖ (ehemals SVS NÖ) in Wolkersdorf an der Platte und siegten nach vier Stunden hartem Kampf mit 4:2 (!). Petö gewann gegen Dominik Habesohn (3:1) und Daniliel Habesohn (3:2), Demeter gegen Dominik Habesohn (3:2) und das Doppel Petö/Plattner gegen Fegerl/Daniel Habesohn (3:2).

ECL (European Champions League), Gruppe D (Endstand): 1. Borussia Düsseldorf 12 (18:3), 2. Bogoria Grodzisk Mazowieck 9 (11:10), 3. GV Hannebont 8 (7:12), 4. SPG Walter Wels 7 (5:16). Die beiden Erstplacierten (Düsseldorf, Grodzisk) spielen im ECL-Bewerb weiter, der Drittplazierte (Hannebont) kommt in den ETTU-Cupbewerb. Die Welser scheiden aus: Wie knapp es auch ohne den Singapur-Chinesen war, zeigte der 3:1-Erfolg der Welser in Polen. Die weitaus finanziell ausgestatteten Gegner spielten auf Augenhöhe.  
Bundesliga A/aktueller Tabellenstand: 1. SG Weinviertel NÖ (ehem. SVS NÖ) 35/9 (34:9/116:45), 2. SPG Walter Wels 34/9 (34:13 Siege/120:62 Sätze), 3. Stockerau 25/8 (24:19/86:61), 4. Kapfenberg 25/9 (26:24/98:93), 5. Linz Waldegg 22/9 (22:24/91:92). Das letzte Heimspiel im Herbst gewann SPG Walter Wels mit 4:1 (Demeter, Plattner, Petö, Plattner/Petö). Herbstmeister wurde SG Weinviertel NÖ nur einen Punkt vor dem Titelverteidiger aus Wels.
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