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welsÜberregionales | Kommentar | 17.02.2013

Sportlicher Titel geht eindeutig an Weltcup-Gewinner

Weltmeister oder Weltcupsieger?

Ende gut - alles gut? Österreich war beim Start zur Alpinen Ski-WM in Schladming fast schon im Ausnahmezustand, es fehlten zuerst die Medaillen. Doch schließlich gab es doch noch acht WM-Medaillen und vor allem Ausnahmekönner Marcel Hirscher (Bild) erfüllte die Gold-Erwartungen zum WM-Abschluss.
Was wird aber doch um Weltmeisterschaften und Olympische Spiele im Sport für ein mediales „Theater“ gemacht. Seit der Einführung von Weltcups, nicht nur im Skisport, ist der Weltcup-Sieger in jeder Disziplin eigentlich der wahre sportliche Sieger des Jahres. Seit dieser Zeit sind Weltmeisterschaften und gar Olympische Spiele in erster Linie Wirtschaftsspiele, wo Milliarden umgesetzt werden.
Die Sportler müssen aber diese „Gesetze“ zur Kenntnis nehmen und vor allem für die „Nation und die Fans“ gewinnen. Das MUSS steht im Vordergrund, der mediale Druck wird immer stärker. Die Spitzensportler sind nicht zu beneiden. Michaela Kirchgasser gab in Schladming auf eine der vielen Erfolgsfragen die einzig richtige Antwort: „Danke für den Druck“.
Der Sportler oder die Sportlerin gewinnt in erster Linie für sich, in zweiter Linie vielleicht für den Sportverband und ihre Trainer sowie für die eigenen Sponsoren. Die heimische „Druckergarde“ darf zwar anfeuern, jubeln und gratulieren – aber welches Recht kann hier Erfolgsforderungen auslösen? Besonders „rechtlos“ wären da die Medien und die Moderatoren…
Man sollte also die „Kirche im Dorf“ lassen. Schladming ist und bleibt ein toller Skisportort, die Fans haben für eine einmalige weltmeisterliche Stimmung gesorgt – aber gewonnen oder verloren hat der Sportler nur für sich selbst.
Und schließlich werden die Weltcup-Gesamtsieger in den einzelnen Disziplinen die wahren sportlichen „Weltmeister“ 2013 sein. 
Die WM-Medaillengewinner von Schladming 2013 (eigentlich haben „wir“ sieben Goldene, weil bei der Mannschaft sechs Goldene vergeben wurden...)
Super-G (Damen): 1. Tina Maze (Slowenien), 2. Lara Gut (Schweiz), 3. Julia Mancuso (USA).

Super-G (Herren):  1. Ted Ligerty (USA), 2. Gauthier de Tessieres (Frankreich), 3. Aksel Lud Svindal (Schweden). 
Abfahrt (Damen): 1. Marion Rolland (Frankreich), 2. Nadia Fanchini (Italien), 3. Maria Höfl-Riesch (Deutschland). 
Abfahrt (Herren): 1. Aksel Lud Svindal (Schweden), 2. Dominik Paris (Italien), 3, David Poisson (Frankreich). 
Super-Kombi (Damen): 1. Maria Höfl-Riesch (Deutschland), 2. Tina Maze (Slowenien), 3. Nicole Hosp (Österreich).
Super-Kombi (Herren): 1. Ted Ligerty (USA), 2. Ivica Kostelic (Slowenien), 3. Romed Baumann (Österreich). 
Teambewerb: 1. Österreich (Marcel Hirscher, Philipp Schörghofer, Nicole Hosp, Michaela Kirchgasser, Carmen Thalmann, Marcel Mathis), 2. Schweden, 3. Deutschland.
RTL (Damen): 1. Tessa Worley (Frankreich), 2. Tina Maze (SLO), 3. Anna Fenninger (Österreich).
RTL (Herren): 1. Ted Ligerty (USA), 2. Marcel Hirscher (Österreich), 3. Manfred Mölgg (Italien).
Slalom (Damen): 1. Mikalea Shiffrin (USA), 2. Michaela Kirchgasser (Österreich), 3. Frida Hansdotter (Schweden).
Slalom (Herren): 1. Marcel Hirscher (Österreich), 2. Felix Neureuther (Deutschland), 3. Mario Matt (Österreich).
Medaillenspiegel: 1. USA 5 (4-0-1), 2.  Österreich 8 (2-2-4), 3. Frankreich 4 (2-1-1), 4. Slowenien 3 (1-2-0), 5. Deutschland 4 (1-1-2), 6. Norwegen 2 (1-0-1), 7. Italien 3 (0-2-1), 8. Schweden 2 (0-1-1),  9. Kroatien, Schweiz je 1 (0-1-0).  

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