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welsWels Stadt | Sport | 25.07.2012

Unsere GLÜCKwünsche begleiten „Goldkind“ Sabrina

Olympia-Hoffnungen in London

Die Erfolgsliste ist lang und beeindruckend: Die zweifache Judo-Europameisterin Sabrina Filzmoser (Bild) könnte sich am MONTAG (30. Juli) bei den Olympischen Spielen in London selbst das größte Geschenk für einen Spitzensportlerin machen – ein Olympiamedaille würde die tolle Karriere der vorbildlichen Spitzensportlerin die Krone aufsetzen. Ihre Heimatgemeinde Thalheim, ihr Verein Multikraft Wels und die Sportbegeisterten Österreichs halten ihr kräftig die Daumen.
Zu diesem Tageserfolg ist ihr hundertprozentige Fitness und auch Glück zu wünschen. Die heute bereits 32-jährige Judo-Spitzenathletin hat allerdings längst „Goldstatus“ erreicht, sowohl sportlich als auch vor allem auch menschlich.
Bei der Olympia-Verabschiedung im Sponsor-Haus COLOP überraschte Sabrina wieder einmal alle: Anstatt sich nach London einfach „verabfeiern zu lassen“, nützte sie die Gelegenheit sich zu bedanken und beschenkte Sponsoren und langjährige Wegbegleiter.
Willi Reizelsdorfer, ihr Entdecker und sportlicher Wegbegleiter von der ersten Judostunde an, hatte im Zusammenwirken mit dem Langzeit-Förderer Ernst Faber (seit 1990) als Überraschungsgast Trixi Schuba „einfliegen lassen“. 1972 wurde Beatrix Schuba Olympiasiegerin im Eiskunstlauf in Japan, dort wo sich Sabrina trotz ihrer härtesten Trainingscamps sehr wohl fühlt. 
Als zweiter Olympiasieger war Sabrinas Bundestrainer Udo Quellmalz (Judo-Olympiasieger 1996 in Atlanta) bei der Feierstunde dabei, der den Unterschied zwischen 2008 in Peking und 2012 in London hervorhob: „In Peking war Sabrina auf die Olympiamedaille regelrecht getrimmt, in den vier Jahren danach ist sie offener und gelöster geworden. Sie ist reif für eine Olympiamedaille, die sie sich aufgrund ihres Einsatzes mehr als verdient hat.“

Eine berührende Dankesrede von Sabrina

Die zweifache Europameisterin war im Hause COLOP gerührt und bedankte sich mit Tränen in den Augen bei allen Anwesenden, die sie auf ihren sportlichen Weg begleitet haben. Vor allem bei Ernst Faber (selbst Judoka und erster Förderer) und bei Willi Reizelsdorfer, der ihr noch heute noch viele Wege abnimmt und sie auch medial begleitet.
Besonders nette Gesten hatten Askö-Landespräsident Fritz Hochmair (er schenkte ihr ein Messer, das ihn auf seinem Wege schicksalshaft begleitet hat) und die Welser Jugendreferentin Stadträtin Silvia Huber (sie hatte das Olympia-Maskottchen mit, das ihr derzeit in London tätiger Sohn  geschickt hatte) vorbereitet.
Sabrinas Heimatgemeinde mit Bürgermeister Andreas Stockinger und Sportreferent Klaus Mitterhauser hielten sich im Hintergrund, hatte doch die Marktgemeinde schon vor Schulschluss in der Volksschule zusammen mit den begeisterten Kindern dem heimischen Sportidol die besten Wünsche für London mit auf den Weg gegeben.

Bild.
Der Blick ist hoffnungsvoll nach London gerichtet: Ernst Faber, Sabrina Filzmoser und Trixi Schuba bei der Feierstunde am 9. Juli im Hause COLOP. Zu feiern gab es vor allem die Vorbildwirkung der Spitzensportlerin, sowohl als erfolgreiche Sportlerin, als auch als Sportidol - ein STERN am sportlichen Leistungshimmel.

Ernst Faber: „Ich bin mächtig stolz auf Dich“
Förderer und Vereinspräsident Ernst Faber wünschte in seiner Begrüßungsrede Sabrina Filzmoser viel Glück für London „und dass Dein Traum in Erfüllung geht“. Doch der erfolgreiche Unternehmer betonte noch etwas: „Als Förderer, Vereinspräsident und als Ernst Faber möchte ich Dir sagen: Auch wenn Dir das Glück in London nicht nur Seite stehen sollte, wir haben Dich sehr lieb gewonnen und ich bin mächtig stolz auf Dich.“
Glück kann die 32-jährige Thalheimerin in London auf jeden Fall brauchen, denn vor vier Jahren bei den Olympischen Spielen in Peking hatte Filzmoser gleich in Runde eins die regierende Weltmeisterin zugelost bekommen – und trotz guter Leistung den Kürzeren gezogen. „Wenn Sabrina in London so viel Glück hat wie sie in Peking Pech gehabt hat, dann ist ihr eine Medaille sicher“, ist Multikraft-Juniorchef und Förderer Lukas Hader überzeugt.
Sabrina Filzmoser für London startklar
Als Sabrina am 22. September 2011 im Judo-Training einen schmerzhaften Fußknöchelbruch erlitt, war sie schon fix für die Olympischen Spiele in London qualifiziert. Der Verletzungspause folgte ein harter Weg zurück an die Spitze. Nun funktioniert der Spezialwurf „Uchi Mata“ wieder, wie die 32-jährige Thalheimerin am 23. Juni beim Europacup in Prag bei ihren vier Einzelsiegen eindrucksvoll bewies. Filzmoser erkämpfte in der Klasse bis 57 Kilogramm Bronze - und dies trotz Verkühlung und eines entzündeten Backenzahnes.
Der Zahn ist mittlerweile gerissen, Sabrinas Motivation für das große sportliche Ziel in London aber ungebrochen. Von 30. Juni bis 5. Juli wurde südwestlich von Barcelona im Küstenort Castelldefels (dort lebt auch Fußball-Superstar Lionel Messi) mit dem spanischen Olympiakader hart trainiert. „Ich genoss die Ruhe und die Energie des Meeres jeden Morgen beim Frühsport. Das Training war sehr anstrengend, aber mir hat es getaugt“, fühlt sich Filzmoser nun startklar für die XXX. Olympischen Spiele.

Begleitung. ER wird natürlich auch in London dabei sein: Willi Reizelsdorfer (Bild) als wichtigster sportlicher Wegbegleiter von Sabrina, der er eine exklusive Tasche mit London-Stadtplan schenkte.
Bis zu ihrem Auftritt in London am 30. Juli wird gezielt an der Schnelligkeit und an der Explosivkraft gearbeitet. Zwei Trainingslager stehen dazu auf dem Programm (9. bis 11. Juli Rauris, 16. bis 19. Juli in Paks/Ungarn). Dazwischen übt Filzmoser im Welser Budokan und im Olympiazentrum Linz. Zudem stehen ja die Olympia-Einkleidung (15. Juli) und die Angelobung in der Wiener Hofburg durch Bundespräsident Heinz Fischer (16. Juli) auf dem Programm.
Erfolgsliste. Nach zwei WM- und sieben EM-Medaillen fehlt nur olympisches Edelmetall in der Sammlung der zweifachen Judo-Europameisterin. Ihre Chance auf eine Olympia-Medaille sieht Filzmoser so: „Die Klasse bis 57 Kilogramm ist sehr ausgeglichen. Zehn Kämpferinnen kommen für eine Medaille in Frage. An einem guten Tag ist für mich alles möglich!“
Goldene Karriere. Die sportlichen Erfolge von Sabrina, die in einer auch heute noch „völlig heilen Welt“ im südlichsten Teil von Thalheims Ortsteil Ottstorf im Elternhaus aufgewachsen ist, ist mehr als eindrucksvoll. Eine Olympische Medaille könnte diese zwar noch weiter aufwerten, aber leistungsmäßig ist die Erfolgskarriere des heimischen Sportidols bereits längt vergoldet.

Weltmeisterschaften
2010:
3. Platz Tokio
2005: 3. Platz Kairo
1998: 5. Platz U20-WM Cali
Europameisterschaften
2011: 1. Platz Istanbul
2010: 2. Platz Wien
2008: 1. Platz Lissabon
2007: 3. Platz EM Belgrad
2006: 3. Platz EM Tampere

2005: 3. Platz EM Rotterdam
2003: 3. Platz EM Düsseldorf
1999: 2. Platz U20-EM Rom
1998: 1. Platz U20-EM Bukarest
1997: 3. Platz U19-EM Ljubljana
Militärweltmeisterschaften
2007: 1. Platz Hyderabad
2006: 1. Platz Vinkovci
2005: 1. Platz St. Petersburg
2004: 1. Platz Baku
2002: 1. Platz Peking
2001: 1. Platz Ostia
2000: 3. Platz Den Helder
1999: 2. Platz Zagreb
Weltcup-Turniere
2011
3. Platz Grand Slam Moskau
3. Platz Grand Prix Baku
5. Platz Masters Baku
2010 1. Platz Grand Slam Moskau
1. Platz Grand Prix Abu Dhabi
3. Platz Grand Slam Rio de Janeiro
2. Platz Grand Prix Tunis
5. Platz Grand Slam Paris
2009 2. Platz Grand Prix Abu Dhabi
3. Platz Grand Slam Rio de Janeiro

2. Platz Grand Prix Tunis
5. Platz Grand Prix Hamburg
2008 1. Platz Super Weltcup Paris
2. Platz Sofia
2007 3. Platz Wien
3. Platz Super Weltcup Hamburg
1. Platz Super Weltcup Moskau
3. Platz Lissabon
2006 1. Platz Super Weltcup Paris
1. Platz Super Weltcup Hamburg
2. Platz Super Weltcup Moskau
2005 2. Platz Super Weltcup Hamburg
1. Platz Sofia
1. Platz Leonding
2003 2. Platz Super Weltcup Hamburg
2. Platz Leonding
2002 5. Platz Leonding
3. Platz Super Weltcup Paris
2001 5. Platz Leonding
Internationale Turniere
2005 3. Platz Fukuoka Tournament
Österreichische Meisterschaften
Zehnfache Österreichische Meisterin
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