Montag, 17. Juni 2019 

Wels Land | Geschichte | 06.03.2019

Die Antworten auf das mediale Klimaschutz-„Theater“

Aufklärung im Evolutionsmuseum

Seit 5. Februar (bis 10. Juli) zahlt es sich doppelt aus das wohl einmalige Evolutionsmuseum neben dem Zoo Schmiding in Krenglbach zu besuchen. Das ganzjährig geöffnete Museum - auch mit vielen Original-Schaustücken - gibt eine fachlich fundierte Auskunft über den Klimawandel, den der Mensch nur teilweise beeinflussen kann. Außerdem kann man zusätzlich noch den Aquazoo und bei entsprechender Witterung die Zoo-Außenanlagen besuchen...
Viele Antworten dazu findet man in dem Haus, das neben der unglaublichen Vielfalt auch die Entwicklung auf der Erde und den ständigen Klimawandels anschaulich wiedergibt. Im Bild ein Säbelzahntiger in Lebensgröße.

Für Museums-Gründer Dr. Wolfgang Artmann gilt der Focus: Zwischen überzogener Klimaschutzdebatte und Belustigung darüber den Mittelweg beachten. Vor allem das Müllproblem, das die Ernährung gefährdet, und die drohende Überbevölkerung sind die echten Probleme, die man beachten sollte.
Die nächste Eiszeit kommt bestimmt –
ins Evolutionsmuseum in Schmiding

Eine Sonderausstellung der Superlative im Evolutionsmuseum Schmiding ist eröffnet. Mammut, Riesenhirsch, Wollhaarnashorn, Säbelzahntiger und Höhlenbären in Originalgröße werden in lebensechten Dioramen ausgestellt. Neben diesen „Big Five“ der letzten Eiszeit tummeln sich noch mehr als 30 weitere Tierarten im Museum, auf der Zeitreise durch die Evolution und in die letzte Eiszeit. 
In einer, in Oberösterreich noch nie da gewesenen Größe, führt die Sonderausstellung „die nächste Eiszeit kommt bestimmt“ eindrucksvoll in die Vergangenheit. Neben den Tieren wird auch der Mensch als Überlebenskünstler während der Kälte gezeigt. In einem eindrucksvollen Nachbau der Höhle von Chauvet zeigen die Höhlenmalereien die Naturgeschichte der Zeit.
Überleben in der Kälte einzigartige Eiszeitausstellung im Evolutionsmuseum Schmiding (Eingang Zoo Schmiding) In der letzten Eiszeit wurde es sehr rasch, sehr kalt. Nicht alle Tiere fanden sich mit der neuen Umwelt zurecht – sie konnten keine Nahrung mehr finden und mussten schließlich aussterben. Nur wer sich an die kalten Temperaturen anpassen konnte, überlebte.
Das Evolutionsmuseum Schmiding präsentiert die die großen Tiere der Megafauna, die damals das Landschaftsbild der Steppe prägten. Neben Mammut, Säbelzahntiger und Riesenhirsch, die am Ende der letzten Eiszeit ausgestorben sind, haben viele Tiere auch die Anpassung an das neue Klima geschafft. Sie leben heute noch, und sind ebenfalls auf der Zeitreise zu entdecken. Naturnahe Dioramen nehmen die Besucher mit auf eine einzigartige Reise in die Vergangenheit. Mehr als 50 lebensechte Tiermodelle, vom wenigen Zentimeter kleinen Lemming bis hin zum riesengroßen Mammut, ermöglichen eine einzigartige Foto-Safari durch die Eiszeit.
Achtung - Fotowettbewerb
Ein echter Mammutzahn prämiert die besten Fotos. Die 10 besten Fotos der Eiszeit-Safari werden mit ganz besonderen Preisen prämiert! Forscher-Ausrüstung, wie zum Beispiel ein Fernglas, bis hin zu tollen Fossilien, wie echte Mammutbackenzähne, warten darauf, in den Besitz junger Forscher überzugehen.
art man nature museum in 4631 Krenglbach
(Zugang über Zoo Schmiding), Schmidinger Straße 5
Täglich (!) geöffnet von 9.00 bis 17.00 Uhr
Tel-Info: 07249/46272-15
E-Mail:
office@evolutionsmuseum.at
Web-Info: www.evolutionsmuseum.at
Museumsinitiator Dr. Wolfgang Artmann (im Bild mit reinem Mammut-Backenzahn, den es beim Fotowettbewerb zu gewinnen gibt) zur Sonderausstellung:
Seit ungefähr 10.000 Jahren leben wir in einer zwischeneiszeitlichen Warmzeit. Das Klima weltweit ist einem permanenten Wandel unterworfen. Die Ursachen dafür sind komplex und vielschichtig, wie zum Beispiel: die Änderung der Erdachse zur Sonne, die Plattentektonik, vulkanische Aktivitäten oder die Entstehung von Meeresströmungen.
Klimaschwankungen hat es daher schon immer gegeben: Warmzeiten wechselten sich mit Kaltzeiten ab. Während Hannibal in einer Warmzeit die Alpen mit seinen Elefanten überqueren konnte und die Römer bei uns in Oberösterreich erfolgreich Wein anbauten, war Irland 1845 bis 1849 von einer Kälteperiode betroffen – die Kälte und Nässe dieser Zeit sorgten dafür, dass die Kartoffelfäule schwere Schäden anrichtete. Um der Hungersnot zu entgehen, wanderten viele Iren nach Amerika aus.
Auch Mitteleuropa blieb von derlei Kältephasen nicht verschont: 1942-1943, zur Zeit der Besetzung von Stalingrad, war die Donau von Passau bis Wien zugefroren. Doch dieses Mal ist es anders: durch die extreme Zunahme der Weltbevölkerung und die Ressourcennutzung wirken wir Menschen als Katalysator für die Erderwärmung. Sie nimmt rasch zu, was zur Folge hat, dass Permafrostböden (heute noch 30% der Erdoberfläche) auftauen und klimaschädigende Gase wie CO2 oder Methan freisetzen, wodurch wiederum der Klimawandel beschleunigt wird.
Der Mensch als Katalysator unserer Warmzeit. Der Einfluss der Menschen heute dient als Katalysator und Beschleuniger für die Entwicklung unserer Warmzeit. Die größte Bedrohung der Menschheit ist derzeit die Zunahme der Weltbevölkerung. 1811 gab es 1 Milliarde Menschen auf der Welt, heute sind wir bereits acht Milliarden, im Jahr 2100 werden wir laut manchen Prognosen 16 Milliarden Menschen sein. Jeder von uns, ob Fleischesser oder Veganer, nimmt sich seinen Lebensraum, und die damit verbundenen Ressourcen.

Mag. Julia Notter, Mitglied des Museumsteams:
Klimaänderungen beeinflussen alles Leben auf der Erde Werfen wir einen Blick in die letzte Eiszeit, sehen wir, dass das Verschwinden der nahrhaften Mammutsteppe, die die Heimat von 1000en Tieren, von Urochse, über Riesenhirsch, Wollhaarnashorn und Mammut war, das Ende der Megafauna einleitete. Sie verloren ihren Lebensraum, ihre Lebensgrundlage und verschwanden. Mit ihnen mussten aber auch die großen Räuber aussterben. Höhlenlöwe und Säbelzahntiger verloren ihre Beute und verschwanden ebenso.
Der Klimawandel eröffnet für manche Tierarten auch neue Lebensräume. Die klimatischen Veränderungen der Erderwärmung erweitern den Lebensraum wärmeliebender Tiere derzeit um durchschnittlich sechs Kilometer pro Jahr in Richtung der Pole. Allerdings gehen diese Veränderungen auch für jede 10. Säugetierart zu schnell – sie sind vom Aussterben bedroht, wie schon die Tiere zur letzten Eiszeit.
Unsere Sonderausstellung schlägt den Bogen von den Langzeitentwicklungen der klimatischen Erdgeschichte, über die letzte Eiszeit, bis hin zu aktuellen Überlegungen zum Klimawandel. Wir zeigen, wie die Veränderung unseres Klimas Natur und Tierwelt, und damit verbunden auch uns Menschen, nachhaltig beeinflusst.

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