Dienstag, 11. Dezember 2018 

welsWels Stadt | Wirtschaft | 27.09.2018

Messestadt bot breite Plattform für die Organisationen

Ideales Podium für die RETTER

Die Messe Wels hat sich mit ihrer Vielfalt und zahlreichen Besonderheiten einen Stellenwert im heimischen Messewesen geschaffen, den man nach dem jahrzehntelangen Ausruhen auf die einstige „Millionen“-Herbstmesse nicht erwarten konnte. Die wirtschaftliche Bedeutung der Welser Messen könnte man bei der Berechnung der Umweg-Rentabilität für die Stadt erkennen. Ein so positives Beispiel der Effektivität im Messeangebot ist und war die „Rettermesse“, die erstmals kompakt in der Messehalle 20 abgehalten werden konnte.
Nicht vergessen! Und da erinnert man sich an den oft gescholtenen Finanzreferenten Hermann Wimmer, der den Weitblick für die Zukunft der Messe Wels erkannte und dank der Möglichkeiten der Finanzierung der „Vater“ der wohl modernsten Messehallen (20+21) Österreichs bezeichnet werden kann. Seine SPÖ könnte er zwar bei der Gemeinderatswahl 2015 nicht retten, doch nun kann er als Messepräsident dafür auch die Lorbeeren ernten.

Feuerwehrkommandant war begeistert
BD Ing. Franz Humer, MSc, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Wels und Vizepräsident des ÖBFV: „Die Messe setzte neue Maßstäbe! Wir konnten noch nie so vielen interessierten Besuchern, Mitgliedern der Feuerwehren und Mitgliedern anderer Hilfs- und Einsatzorganisationen wie und auch Zivilpersonen das Thema „Tunnelausbildung“ vermitteln und dabei Fragen rund um das allgemeine Verhalten bei einem Brand erklären, wie auch den harmonisierten Ausbildungs- und Trainingsplan des ÖBFV darstellen.“
Retter 2018 – die erstaunliche Leitmesse
Drei Tage lang stand die Rettermesse im Mittelpunkt vor allem des Fachpublikums, rund 15.400 Besucher aus ganz Österreich und den Nachbarländern wurden registriert. 213 Haupt- und Mit-Aussteller aus insgesamt sechs Nationen füllten die imposante Halle, Projektleiter Mag. Erich Haudum und sein Team sorgten für die prächtige Präsentation.
Auch für den unbedarften Besucher gab es zusätzlich viel zu sehen. Angesichts der steigenden Katastrophen-Szenarien ein willkommene Information für die Bewusstseinsbildung.
Die Leitmesse entlang der gesamten Rettungskette sorgte für spannungsgeladene Trainings und informative Vorführungen, einen erfolgreichen Landesfeuerwehrtag, einen ÖBFV-Gemeinschaftsstand mit allen neun Landesfeuerwehr-Verbänden und einen Tag für alle Freiwilligen. Am Rande der Rettermesse war auch der Rekordversuch „Hand aufs Herz“ ein Erfolg für das Rettungswesen.

Die Rettermesse hat sich auch durch eine Reihe von Maßnahmen in Richtung der heimischen Leitmesse für Notfallmedizin entwickelt. Angefangen vom zunehmenden Ausstellerinteresse aus dem medizinisch-rettungsdienstlichen Segment bis hin zu gezielten Veranstaltungen, im speziellen die zweite Durchführung der „Retter Notfalltage“ an der über 300 Rettungssanitäter, Notfallsanitäter, Notärzte und Pflegekräfte teilnahmen.
Modernste Technik und Innovationen
Den Besuchern wurde ein Querschnitt durch das große Angebot von modernsten Einsatz- und Sonder-Fahrzeuge, dazugehörige Auf- und Ausbauten sowie Fahrzeug-Ausstattung der aktuellsten Generation geboten. Die Messe bot unter anderem auch ein umfangreiches Angebot an modernster Technik, aktueller Schutzbekleidung und Atemschutz.
Die Präsentation des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes (ÖBFV) konzentrierte sich auf den Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit. Gemeinsam mit den neun Landesfeuerwehrverbänden und der Feuerwehrjugend wurden die drei Säulen (pädagogische, repräsentative und informative Öffentlichkeitsarbeit) vorgestellt. Die „Feuerwehr Familie“ ließ sich ein Geschicklichkeitsspiel für die kleinsten Besucher einfallen, das sehr guten Anklang fand.

Messe glänzte mit einer Tunnelkompetenz
Neben dem Stand des Bundesfeuerwehrverbandes wurde in einem eigens angefertigten Tunnelmodell die Kompetenz in Sachen Tunneleinsatz dargeboten. Die Präsentation im Tunnelstand führte von der Ausbildung der Ausbilder über das Kompetenzzentrum für Tunnelausbildung an der Landesfeuerwehrschule Telfs in Tirol bis hin zu den Tunnellehrgängen der OÖ. Landesfeuerwehrschule und auch der Freiwilligen Feuerwehr selbst.
Spektakuläres und actiongeladenes Rahmenprogramm
Die Trainings- und Rahmenprogrammpunkte waren ein wahrer Besuchermagnet. Die rescueDAYS.AT (organisiert von der FF Stadt St. Valentin) zeigten bei actionreichen Schauübungen die komplexen und herausfordernden Szenarien nach Verkehrsunfällen. Das SafetyTour Team war mit einem eigenen Trainingsparcours für Feuerwehrleute vertreten. Teamwork stand hier im Mittelpunkt.
Beim Brandübungscontainer der Firma Firefighting aus Südtirol ging es heiß her. 120 Personen nahmen am Training eines Innenangriffs mit extremer Hitze und Rauch teil und wurden optimal auf den Einsatzfall vorbereitet. Bei der Austrian Firefighter Combat Challenge kämpften die 300 härtesten Feuerwehrmänner und -frauen gegeneinander. Teilnehmer kamen auch aus Deutschland, Norwegen, Slowenien, Tschechien und der Slowakei. May Tømmervold aus Norwegen schlug mit ihrer Top-Zeit 2:23 Minuten die Hälfte der teilnehmenden Männer. Nähere Infos noch auf der Plattform: www.rettermesse.at
Tag für das Ehrenamt. Der dritte Messetag stellte als „Tag für das Ehrenamt“ das freiwillige Engagement in den Mittelpunkt und lockte tausende Besucher in die Messehalle. Das gleichzeitige Reanimationstraining von rund 5500 Teilenehmern aus allen Altersschichten sorgte zusätzlich für die Bewusstseinsbildung im Falle von Notfällen. Siehe unser ausführlicher Bericht unter Direktlink http://www.welsin.tv/news.php?id=3914
Anmerkung. Der vor allem „dank“ der Opposition medial so kritisierte Innenminister Herbert Kickl (Bild) beeindruckte nicht nur durch seine inhaltlich so positive Eröffnungsrede, sondern zeichnete auch besonders verdiente Wegra-Polizeibeamte auf. Beim Messerundgang fiel bei den besuchten Messeständen sein Interesse an den Informationen auf, immer wieder strich er dabei auch die Wertvolligkeit der Mitarbeiter hervor.
Im Vergleich zu anderenen führenden Politikern (wir begleiten diese seit Jahrzehnten bei den Rundgängen) waren ihm die ständigen Bitten um ein oft schon lächerliches Erinnerungsfoto nicht so wichtig, sondern er brachte sich auch immer wieder in die Thematik ein. Kickl erinnerte dabei auch etwas an Jörg Haider, der einst nicht bei Eröffnungen, sondern bei eigenen Rundgängen die Aussteller oft mit Fragen und Diskussionen überraschte.  

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