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lambachLambach | Geschehen | 27.04.2016

Landesausstellung Stadl-Paura & Lambach ist eröffnet

Pferde & Menschen laden ein!

Die 31. OÖ. Landesausstellung in Lambach & Stadl-Paura hat sich als attraktive Standorte das Pferdezentrum Stadl-Paura, das Benediktinerstift Lambach und den sogenannten „Rossstall“ in der Marktgemeinde Lambach ausgesucht. Am 27. April wurde die Schau eröffnet, ab 28. April bieten bis einschließlich 6. November Lambach und Stadl-Paura attraktive Ausblicke zum Thema Pferd & Mensch. Dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm – siehe im Web: www.landesausstellung.at  
Die Landesausstellung ist thematisch zweigeteilt: Im Pferdezentrum in Stadl-Paura geht es um die Nutzung des Pferdes, in den Räumlichkeiten vom Stift Lambach (Kreuzgang, Sommerrefektorium, Bibliothek, Ambulatorium) um die „Verehrung“ des Pferdes in Kunst und Kult. Aus der Kombination der drei oben erwähnten Standorte ergibt sich die Möglichkeit, das Pferd nicht nur im Rahmen von Ausstellungen „kennenzulernen“, sondern auch Menschen bei ihrer täglichen Arbeit mit dem Pferd über die Schulter zu blicken. 

Lambach mit der Landwirtschaftlichen Fachschule für Pferdewirte und Stadl-Paura mit dem Pferdezentrum haben zwei bedeutende Kompetenzzentren, die in Aufzucht von Pferden und Ausbildung im Umgang mit ihnen österreichweit eine wichtige Rolle spielen. Die Ausstellung im Stift beleuchtet umfassend kultur-, wirtschafts-, sozialgeschichtliche Entwicklungen sowie biologische und ökonomische Aspekte rund um das Pferd.

Der 4000-jährigen Beziehung zwischen dem Menschen und dem Pferd wird dabei natürlich genauso ein besonderes Augenmerk geschenkt wie dem Bedeutungswandel dieses Tieres im Laufe der Jahrhunderte:
+ Das Pferd war ursprünglich Nahrungslieferant und seit der Zeit der Streitwagen- und Reiterkrieger bis zu den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts eine der effizientesten Waffen in kriegerischen Auseinandersetzungen.
+ Mit der Entwicklung effizienter Anschirrungshilfen im Frühmittelalter wurde das Pferd immer mehr auch ein zentraler Bestandteil des Transportwesens und der Landwirtschaft. Durch die Motorisierung des Verkehrswesens und die Technisierung der Landwirtschaft rückte es ab den 1950er Jahren in den Hintergrund.
+ Der Rückgang des Pferdebestandes dauerte bis in das Jahr 1973, in dem ein Tiefststand von 38.000 Pferden in ganz Österreich erreicht wurde, verglichen zu mehr als 300.000 am Höhepunkt im Jahr 1950. Ab diesem Zeitpunkt gab es eine Trendumkehr mit Wachstumsraten von ca. 3 % pro Jahr.
+ Heute dienen Pferde vorwiegend der Freizeitwirtschaft. Im Moment halten wir in Österreich bei ca. 120.000 Pferden, davon über 25.000 in Oberösterreich.
Der Zugang zum Sportreiten ist gerade bei jungen Menschen außerordentlich groß. Oberösterreich verfügt über ein gut ausgebautes Reitwegenetz, mit dem touristisch interessante Landstriche erschlossen wurden. Das Mühlviertel und das Hausruckviertel haben dabei eine große Vorreiterrolle eingenommen.
+ Etwa drei bis vier Pferde sichern einen Arbeitsplatz und sechs Pferde ein Vollzeitäquivalent. In Oberösterreich sind daher bis zu 8.000 Arbeitsplätze durch das Pferd gesichert.
+ Ein Pferd schafft einen Produktionswert von bis zu 14.800 Euro/Jahr, bzw. eine Wertschöpfung von 7.900 Euro/Jahr.

Dazu einige Fotos und Impressionen aus der Vielfalt des Angebotes.

 


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