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welsÜberregionales | Wirtschaft | 09.11.2014

Wasserstoff aus Sonnenstrom im Erdgasnetz gespeichert

Geniale Ferngas-Lösung gewann

Der ENERGY GLOBE Award OÖ geht heuer an die OÖ. Ferngas Netz GmbH für eine geniale Lösung zur Speicherung von Sonnenstrom im Erdgasnetz. Ein großer Sieg für ein großes Zukunftsprojekt und für ein neues Kapitel Energiegeschichte zur Lösung von Sonnenstrom-Speicherung im großen Stil! Dafür wurde die Gesellschaft am 7. November in Ried, im Rahmen der Eröffnung der Messe „Haus & Bau“ mit dem Gesamtpreis ausgezeichnet.
Gratulation. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und ENERGY GLOBE Gründer Ing. Wolfgang Neumann ehrten den stolzen Sieger, Vorstandsdirektor KR Dr. Johann Grünberger (Bild) nahm stellvertretend die goldene Trophäe entgegen.
„Ein großer und verdienter Sieg für ein großartiges Projekt“, freute sich Neumann über diese wegweisende Entwicklung. Viele weitere, spannende Projekte standen im Rampenlicht der Verleihung, bei der Leuchtturmprojekte aus der Region geehrt wurden. Neben dem Gesamtsieger Oberösterreich wurden weitere Top-Projekte in den fünf Kategorien Erde, Feuer, Wasser, Luft und Jugend für wegweisende Innovationen der Region ausgezeichnet.
Hervorragendes Siegerprojekt
Speicherung. Dabei erzeugt eine Photovoltaik-Anlage dezentral Strom, der in Wasserstoff umgewandelt und dem Erdgas beigemengt wird. So kann Sonnenstrom im Gasnetz gespeichert bzw. über das Erdgasnetz verteilt und lokal in den Bereichen Verkehr, Wärme oder elektrische Energie wieder genutzt werden. 
Bild. Über diese vorbildliche Lösung und den Gesamtpreis freuten sich gemeinsam LH Dr. Josef Pühringer, Vorstandsdirektor KR Dr. Johann Grünberger und ENERGY GLOBE Gründer Ing. Wolfgang Neumann.
In der Kategorie Erde siegte das Projekt MISTER BARISTA, eine wieder befüllbare Kaffeekapsel der Steyrischen Firma Sunday Products Handels GmbH & Co KG. Sie besteht aus Edelstahl, kann für alle gemahlenen Kaffeesorten immer wieder verwendet werden und vermeidet jährlich Tonnen von Alu-Kapselmüll. Sie sind außerdem deutlich kostengünstiger als herkömmliche, befüllte Kaffeekapseln. Laudator war hier Prokurist Alois Traunwieser vom Ziegelwerk Eder.
Sieger in der Kategorie Feuer wurde die Albert Koppenberger/Aschauer & Koppenberger Energie-Elektro-Heizungstechnik OG für das Projekt „1x Zahlen, 2x Nutzen, Wärmerückgewinnung im Sparmarkt Landerl in Reichraming“. Mit einem effizienten und ökologischen Energiekonzept in einem Spar-Markt wurde der Pelletsverbrauch/Jahr um 50 Prozent und die Heizkosten um fast 3.000 Euro reduziert. Laudator dazu war Dr. Gerald Herrmann, Leiter Energie Vertrieb (Energie AG). 
Zum Sieger in der Kategorie Wasser wurde die Linzer Reprotex GmbH für ein Projekt zur mobilen Wasseraufbereitung und Kreislaufführung von Prozessabwässern, die bei der Sanierung von Straßen, Brücken, Gebäuden, etc. anfallen. Diese riesigen Mengen Wasser werden gesammelt, recycelt und wieder verwendet. Pro Jahr und Anlage werden so über 4,5 Millionen Liter kostbares Wasser und damit enorme Kosten gespart. Als Laudator fungierte LAbg. KR Alfred Frauscher (Obmann WKÖ Ried)
In der Kategorie Luft siegte der Bundesverband der WKÖ-Rauchfangkehrer mit einem einzigartigen Managementsystem der zertifizierten Rauchfangkehrer Österreichs. Denn diese müssen heute auch „Klimaschutzexperten“ - also in neuen Energie- und Umweltgesetzen versiert sein. Immerhin fallen ein Drittel der CO2-Emissionen bei uns im Hausbrand an. Das Schulungssystem bietet all das und schließt mit einer Zertifizierung ab. Besonders vorbildlich: Die Rauchfangkehrer-Betriebe haben selbst mit vielen Maßnahmen 10 Prozent Energie/Jahr eingespart. Laudator war hier NR und Bürgermeister Ing. Manfred Hofinger.
Für die Kategorie Jugend stand die ÖKOLOG  Hauptschule Rohrbach auf dem Stockerl. Sie hat das Thema „Nachhaltigkeit“ als Schulfach aufgenommen –  mit Fokus auf dem Zusammenwirken von Mensch, Umwelt und Wirtschaft. In vielen Projekten und außerschulischen Aktivitäten wird von den Schülern Nachhaltigkeit gelernt, gelebt und praktiziert. Als Anschauungsbeispiel dient auch die vorbildliche, ökologische Sanierung des Schulgebäudes. Als Laudator konnte der Messedirektor Helmut Slezak diese Leistungen würdigen.
ENERGY GLOBE als Vorbildwirkung
Geradezu grotesk ist die Situation bei den nobelpreis-würdigen Bemühungen aus Österreich um die Umwelt. Aus Traunkirchen stammte die Idee einer Energiesparmesse, die Gründer Ing. Wolfgang Neumann dann in Wels zu einer bedeutenden Fachmesse entwickelte und somit dem Messe-Standort Wels eine international beachtete Stellung sicherte. 
In der Folge entstand der wohl größte und wichtigste Umweltpreis namens ENERGY GLOBE, der es sogar bis ins EU-Parlament in Brüssel schaffte. Doch zu erfolgreich sollte man nicht sein, wenn die Idee nicht aus der hohen Politik stammt und von ihr getragen wird. So schaffte sich der ehemalige Umweltminister Berlakovich einen eigenen Preis, der trotz umfangreicher ORF-Bewerbung bisher eine eher bescheidene lokale Bedeutung erlangt hat.   
Dem ENERGY GLOBE verdanken aber viele umweltbewußte Institionen, Firmen, öffentliche Verwaltungen und auch viele Private dank Internet eine Wissensgrundlage, die den Umweltschutzgedanken eine besondere Grundlage verschafft hat. Gratistipps und Informationen sind rund um die Uhr abrufbar:
www.energyglobe.at 
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