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thalheimThalheim | Wirtschaft | 19.07.2012

Viele Entsorgungsprobleme auf einmal gelöst

ASZ nützen wertvolle Rohstoffe

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Was in der Stadt Wels noch nicht gelungen ist, das hat der Bezirksabfallverband Wels-Land (BAV) innerhalb kürzester Zeit bereits umgesetzt.
Innerhalb nur eines Jahres (!) wurden mit finanzkräftiger Unterstützung des Landes insgesamt 4,2 Millionen Euro investiert, um flächendeckend im Bezirks Wels-Land neue Altstoffsammelzentren (ASZ) für die Bevölkerung anzubieten.
In Thalheim wurden schließlich diese erfreulichen Investitionen abgeschlossen, hier wird sich ab 2013 auch die Organisationszentrale des Verbandes angesiedeln.
Erfreulich besonders deshalb, weil einerseits jeder Bürger jetzt alle nicht mehr verwendeten Gebrauchsgegenstände an einem Ort entsprechend und kostenlos (!) entsorgen kann, andererseits sorgen Netzwerke des Verbandes auch für entsprechende Erlöse, die diese hohen Investitionen doppelt rechtfertigen.  
Hinweis: Wir bringen dazu auch einen informativen Filmbeitrag.
Praktisch jederzeit bereit
Dank der verlängerten Öffnungszeiten hat der Bürger kaum mehr das Problem vor geschlossenen Toren zu stehen. Damit werden hoffentlich auch illegale Ablagerungen der Vergangenheit angehören. In Thalheim am Thalbach (hinter dem neuen Feuerwehrhaus) möglich zu folgenden Zeiten:
Montag 14.00 bis 19.00 Uhr
Mittwoch und Freitag 13.00 bis 18.00 Uhr
Samstag 8.00 bis 12.00 Uhr
ASZ Thalheim
, Tel. (07242) 9348844, Auskünfte Mist-Tel. 54060
Die ASZ sind ganzjährig geöffnet (!) - Öffnungszeiten, Adressen unter www.umweltprofis.at
Die Bevölkerung in allen Gemeinden ist deshalb eingeladen sich die Abfallzentren einmal persönlich anzuschauen, um festzustellen wie leicht und kostenlos viel unnötig im Keller, Dachboden oder sonst wo gelagerte Altstoffe hier abgegeben werden können. Durch die übersichtliche Anordnung wird auch dem Personal die Weitervermittlung erleichtert. Die getrennte Sammlung unter Einhaltung bestimmter Qualitätskriterien ermöglicht es, wertvolle Rohstoffe weiter nutzen und damit Ressourcen zu schonen. Bezirk Wels-Land flächendeckend versorgt
Die Bauarbeiten für die fünf neuen ASZ und den Ausbau des ASZ Sattledt im Bezirk Wels-Land starteten mit einem symbolischen gemeinsamen Spatenstich in Linden am 13. Mai 2011. In rascher Reihenfolge wurden die neuen und großzügig errichteten ASZ in Stadl-Paura, Steinerkirchen, Gunskirchen, das erweiterte ASZ Sattledt, Marchtrenk und zum Abschluss Thalheim eröffnet.
Abfälle entsorgen leicht gemacht
Die bestehenden ASZ platzten aus allen Nähten. Bei der Anlieferung kam es beim Ausparken immer wieder zu gefährlichen Situationen oder zu längeren Wartezeiten für die Besucher.
Die modernen ASZ bieten genug Platz und erleichtern das Anliefern. Die Zu- und Abfahrten sind durch Einbahnsysteme geregelt. Die Anordnung und Beschilderung der Sammelcontainer vereinfachen die richtige Zuordnung von Altstoffen und Verpackungen. 
Alle ASZ sind nach dem neuesten Stand der Technik errichtet - inklusive überdachter Sägezahnrampe mit mindestens sechs Sägezähnen (Sperrabfall, Altholz und Alteisen). Damit können wertvolle Rohstoffe wiedergewonnen werden, Ressourcen werden geschont.
Insgesamt werden an die 80 verschiedenen Abfallfraktionen gesammelt, der Großteil der abgegebenen Gegenstände ist wiederverwertbar und bringt auch entsprechende Altstofferlöse.
Interessanter Info-Direktlink http://www.altstoffsammelzentrum.at/asz/was.php
Papiercontainer direkt vor Ort
Bereits 2010 wurde ein neues Sammelsystem eingeführt: Die Altpapiersammlung „ab Liegenschaft“ - direkt beim Haushalt. Die Teilnahme am neuen System war (und ist) freiwillig und kostenlos. Jeder teilnehmende Haushalt erhielt eine 240-Liter-Tonne zur Sammlung von Altpapier und Kartonagen - kostenlos vom BAV zur Verfügung gestellt. Alle sechs Wochen entleert ein Entsorgungsunternehmen die Tonnen. Bei Wohnanlagen wurden 1100-l-Tonnen aufgestellt, die Entleerung erfolgt dort 14-tägig.
Die Altstoffsammelzentren (ASZ) und Altstoffsammelinseln (ASI) des BAV stehen alternativ als Abgabemöglichkeit für Altpapier und insbesondere für größere Kartonagen und Mengen zur Verfügung.
Bild. BAV-Obmann Ing. Manfred Zauner (Bürgermeister in Schleißheim) und Ulrike Hofmayr (Leiterin BAV-Geschäftsstelle) freuen sich über die Möglichkeiten, die zur möglichst flächendeckenden Entsorgung beitragen. 
Sammlung von Altspeiseöl erfolgreich
Bereits Ende 2001 wurde das Mehrwegsystem „ÖLI“ flächendeckend in den ASZ eingeführt. Die 15 Bezirksabfallverbände und 3 Statutar-Städte verteilten kostenlos die 3-LiterÖLI bzw.
25-Liter-Gastro-ÖLI über die ASZ. Heute ist die praktische Sammelhilfe aus den Haushalten und Gastronomie-Betrieben nicht mehr wegzudenken.
Der mit Altspeiseöl und –fett vollgefüllte ÖLI kann in jedem der 185 ASZ in Oberösterreich abgegeben und gegen einen leeren und gereinigten Behälter kostenlos getauscht werden.
Gebrauchte Speiseöle und -fette sind ein wertvoller Rohstoff! Das im ÖLI gesammelte Altspeiseöl wird im Abfall-Logistikzentrum der OÖ LAVU AG in Wels zentral umgeschlagen und in der „Öli-Wasch- und Aufbereitungsanlage” gereinigt und aufbereitet. Dabei werden gestockte Öle und Fette auf 45° erwärmt sowie Feststoffe, Salze und Wasser abgeschieden.
Österreichische Biodiesel-Raffinerien erzeugen daraus Umwelt-freundlichen Biodiesel. Aus einem Liter Altspeiseöl wird ein Liter Biodiesel produziert!
Ökologische Vorteile der Verwertung: Gebrauchtes Pflanzenöl wird zu Biotreibstoff und Einsparung von fossilem Erdöl und CO2.
Das stolze Sammelergebnis der oberösterreichischen ÖLI-Nutzer ersetzte in den letzten 10 Jahren mehr als 9 Millionen Liter Erdöl (!).
Sammelmenge im Vergleich: 2001 waren es 493.000 kg, 2011 bereits 847.000 kg. Das sind aktuell pro Einwohner 0,7 Liter bzw. pro Haushalt 1,8 Liter.
Mehr Informationen unter www.umweltprofis.at/wels-land
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