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wimsbachBad Wimsbach | Kultur | 10.11.2008

„Der Tyrann“ regiert auf der Theaterbühne

Ein Wimsbacher Unruhegeist

Bad Wimsbach hat einen korrupten Bürgermeister - allerdings nur in dem Lustspiel „Der Tyrann“ das noch bis 16. November von der Wimsbacher Theatergruppe aufgeführt wird. Ein spritziges Stück mit Liebe zum Detail, dass von Mag. Dr. Ulrike Moser einstudiert wurde. Vor allem die neugierige Putzfrau Rosalinde ist der Publikumsliebling. Das ländliche Lustspiel ist noch am Freitag (14.11.)um 20.00 Uhr und Sonntag (16.11.) um 15.00 und 20.00 Uhr im Pfarrheim zu sehen. Der Reinerlös kommt dem Diakoniewerk Bad Wimsbach zu Gute. Platzkarten im Vorverkauf in der Raiffeisenbank.
Der Ortschef Albert Babel (gespielt von Gerhard Haslinger) bezieht sein Urlaubsgeld aus der Gemeindekasse, erlässt seinen Freunden die Gewerbesteuer und zieht aus allen Geschäften einen eigenen finanziellen Vorteil. Er kommandiert außerdem seine Angestellten ordentlich mit der Rufanlage herum, die nebenbei bemerkt seine Frau Erna und seine Tochter Lisa sind. In den offiziellen Dienstzeiten spricht er beide sogar per Sie an.
Nun feiert er seinen 50. Geburtstag und Erna (Doris Haslinger) und Lisa (Ingrid Huemer) wollen sich diese Tyranneien nicht länger gefallen lassen und kündigen Widerstand an. „Ist das eine Weiber-Revolution?“, ist Albert entsetzt, denn er hat doch schließlich bald Geburtstag. Seine Tochter schmiedet einen Plan, mit dem sie ihrem Vater wieder zur Vernunft bringen will - er soll wieder ein liebevoller Vater werden.
Während Albert seine Geburtstagsrede übt, wird er von der neugieren Putzfrau ständig unterbrochen. Rosalinde (Andrea Ziegelböck) ist wohl mehr an geheimen Gemeindeakten als am Staubwischen interessiert. Neuheiten erzählt sie immer sofort ihrem Freund, dem Ortswirt Hermann und schon weiß der ganze Ort Bescheid.
Plötzlich taucht Alberts angeblicher Sohn aus Saudi-Arabien auf. Der Bürgermeister arbeitete zwei Jahre in der Wüste aus Montagearbeiter und hatte eine Liaison mit einer Schönheit aus dem Orient. Scheich Achmed-Abdul soll ein Andenken an diese Zeit sein. Er nennt Albert liebevoll Ali-Papa. Wenn das nur seine Frau wüsste und erst die Mitglieder aus dem Gemeinderat?
Rosalinde lauscht wie immer, doch ihre Phantasie sieht eine ganz andere Geschichte. Der Scheich ist in ihren Augen ein gemeingefährlicher Waffenschieber und der Bürgermeister in großer Gefahr! Somit ist das Chaos in der Marktgemeinde perfekt. Albert ist kurz davor sein Amt als Bürgermeister zurück zulegen.
Dann enthüllt Lisa den Plan. Der Scheich ist nicht Alberts Sohn, sondern ihr verkleideter Freund Peter. Albert ist geschockt, aber sehr erleichtert. Er verspricht in Zukunft seine Familie mehr zu schätzen und an seinem tyrannischen Ton zu arbeiten.
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