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welsWels Stadt | Wirtschaft | 31.12.2020

Neugestaltung bis 2026, Landesgartenschau dann 2027

Volkgarten & Landesgartenschau

MAI 2024 – Eine besondere Herausforderung steht Wels mit der geplanten Schleifung des Messegeländes Ost, der Neugestaltung des eingeschränkten Messegeländes westlich der Lokalbahn und dem Volkspark bevor. Anstatt der alten Messehallen entsteht ein erweiterter Naherholungsbereich mit Einbindung des Traunufers. Und das alles soll bis 2026 umgesetzt sein.
Dazu passt auch die Landesgartenschau 2027, für die Wels den Zuschlag erhielt. Die nächste kleine Version wird 2031 in Vorchdorf stattfinden. Wels wird 2027 dazu ein ganz besonderes Angebot mit dem neuem Volkspark, Tiergarten, Reinberg und den Landesgärtnern der Welser Messe präsentieren können.
Die zehn Hektar umfassende neue Grünoase als Vorzeigeprojekt des Entsiegeln von verbauten Grundflächen muss aber auch attraktiv sozusagen bespielt werden können. Im Gemeinderat wird der Plan für das Zukunftsprojekt vorgestellt. Man kann gespannt darauf sein, was den beauftragten Planern da als zusätzliche Attraktion eingefallen ist. In der französischen Stadt Bordeaux holte man sich Anregungen dazu.
Die Planungen für die Neugestaltung des Volksgartens schreiten indes zügig voran – angesichts des engen Zeitplans ist das auch notwendig. Bis September soll die Planung weitestgehend abgeschlossen sein, sodass die Aufträge ausgeschrieben werden können.
Im Frühjahr 2025
sollen die alten Messehallen abgerissen werden. Danach beginnen die Bauarbeiten für den Park, der schon Ende 2026 fertig sein soll – rechtzeitig für die Vorbereitungen auf die Landesgartenschau. Parallel zum neuen Volksgarten wird auf dem Messegelände die neue Halle 22 entstehen – sie muss spätestens für die Agraria im Herbst 2026 stehen. 
Attraktiv.
Wenn man auf die bisherigen Landesgartenschauen zurückblickt (Zoo Schmiding, Gmunden Toskanapark, Bad Hall Kurpark, Vöcklabruck, Bad Schallerbach Kurpark, Ansfelden, Bad Ischl, Kremsmünster, Aigen-Schlägl, Wilhering und zuletzt die reduzierte Form in Wolfsegg), dann kann die Stadt Wels auf ein ganz besonderes Angebot hinweisen: Volkspark am Traunufer mit Einbindung WELIOS, Tiergarten und dem Reinberg in Thalheim. 
Mit Hilfe der Landesgärtner, die seit vielen Jahren mit ihren Schaugärten bei der Messe „Blühendes Österreich“ begeistern, und einem eigenem Projektteam inklusive Spezialist Karl Ploberger könnte da ein ganz besonderer Höhepunkt entstehen. Damit würde Wels auch mehr als Touristenattraktion punkten. Sogenannte Zeitzeugen erinnern sich an die einstige Seilbahn im Messegelände im Rahmen der Welser Herbstmesse mit Millionenbesuch. Der Reinberg wäre dazu ein reizvolles Landesgartenschau-Zusatzziel.
Die enormen Investitionen in den neuen Volkspark an der Traun und der Abriss der alten Messehallen erfordern einen Aufwand von rund 15 Millionen Euro. Landesgartenschauen kosten im Schnitt zwischen acht und zehn Millionen, wobei das Land zwei Drittel mitfinanziert. Die Stadt kopnnte sich beim Bewerbungsprozess durchsetzen, 2025 ist Schärding an der Reihe.  
Mit der im Städtevergleich erstaunlich belebten Innenstadt punktet Wels schon heute deutlich. Und dank der enormen Wirtschaftskraft kann sich die Stadt Wels im Budget auch dank des politischen Engagements wesentlich mehr leisten als andere Städte in Österreich.

Ein Rückblick auf 2009 (!). Da lud Bad Schallerbach zur BOTANICA ein, Kurpark und Kurort blühten zusätzlich auf. Der damalige Bürgermeister Gerhard Baumgartner, die Welserin Karin Pernica als Projektleiterin und der damalige Eurothermen-Chef Markus Achleitner strahlten um die Wette. Die Einheimischen hatten Gratis-Eintritt und sorgten dadurch für zusätzliche Gäste.  

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