Donnerstag, 8. Dezember 2022 

welsÜberregionales | Wirtschaft | 31.12.2020

Am 20. Mai Einblick in viele Forschungsbereiche

"Lange Nacht" der FORSCHUNG

Mai 2022 - Die Innovations-Dynamik ist in Oberösterreich erfreulicherweise ungebrochen hoch. Unser Bundesland ist auch 2021 der Patente-Kaiser im Bundesländer-Vergleich. 561 Erfindungen wurden im Vorjahr in Oberösterreich als Patent angemeldet – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Die Betriebe setzen verstärkt auf Forschung & Entwicklung.
Und da ist die Region Wels ein besonderer Lichtpunkt. Das ist ja auch die Grundlage für Innovation, für die Entwicklung herausragender, marktfähiger Produkte und somit ein entscheidender Wachstums- und Wohlstandsmotor im Industrie-Bundesland Nummer eins.
Forschung hautnah erlebbar 
Bei der Langen Nacht der Forschung am 20. Mai, konnten alle Interessierten zwischen 17.00 bis 23.00 Uhr mit Mitarbeitern in direkten Kontakt kommen und die Themen wie Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Gesundheit und Energiewende diskutieren. Eintritt selbstverständlich frei! 
Interesse für Forscher-Karriere wecken
Hinter jeder Innovation, hinter jedem erfolgreichen Unternehmen stehen Menschen, die ihren Drang, Neues zu entdecken und für jede Herausforderung eine passende Lösung zu finden, ausleben. Die 5. Lange Nacht der Forschung (nach 2012, 2014, 2016 und 2018) sollte das Interesse für Forschung wecken und Schüler sowie deren Eltern die vielfältige Forschungslandschaft als attraktiven Arbeitsplatz und als Karrierepotential für ihre persönliche Zukunft näherbringen.
Forschungs- und Pioniergeist im Wirtschaftsraum Wels
Elf Unternehmen aus Wels, Marchtrenk, Thalheim, Steinhaus und Fischlham boten ein buntes Programm für die ganze Familie, um ihre neuen Innovationen anschaulich und verständlich zu präsentieren. Experimente, Workshops, Vorträge und kostenloser Shuttlebus standen bereit!
Die Angebote an den Standorten reichten von Vorträgen über Workshops und Besichtigungen bis hin zu Experimenten für Kinder – ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt. Ein kostenloser Shuttlebus brachte alle Besucher bequem von Station zu Station bis 23 Uhr! 2018 haben rund 10.300 Interessierte in Wels die LNF besucht – Oberösterreichweit waren 55.000 Personen bei der Langen Nacht der Forschung dabei.
Teilnehmende Unternehmen & Institutionen:
+ ACH Solution, Fischlham, Gewerbepark 5
+ Bistrobox Marchtrenk, Linzer Straße 105
+ FH OÖ Campus Wels, Stelzhamerstraße 23
+ Fronius Thalheim, G.-Fronius-Straße 1
+ Kremsmüller, Steinhaus, Kremsmüllerstraße 1
+ Landwirtschaftskammer Wels, Rennbahnstr. 15
+ Reform-Werke Wels, Reform-Werke-Str. 1
+ Rübig Wels, FH OÖ Campus Wels
+ Starlim Wels, Karl-Schönherr-Str. 1
+ Teufelberger Wels, Vogelweiderstraße 50
+ WELIOS Science Center Wels Die FH Campus Wels präsentierte am hervorragend ausgebauten Fronius-Standort in Wels zusammen mit den Aktions-Teilnehmern die beispielhaften  Firmenöffnungen für interessierte Besucher!

Was bei den Stationen geboten wurde
ACH Solution, Fischlham: Welt des Anlagenbaus, der Silikonverarbeitung und der angewandten Digitalisierung. Innerhalb von zehn Jahren ist ACH Solution mit heute mehr als 80 Mitarbeiter zu einem der weltweit führenden Werkzeug- und Anlagenbauer für die Verarbeitung von Silikon- und Mehrkomponenten-Werkzeugen herangewachsen.
Silikon ist ein Material, welches höchsten Anforderungen entspricht − der Zukunftswerkstoff wird für innovative Produkte in der Medizintechnik, Pharmabranche, Sanitär- und Haushaltsindustrie, Telekommunikation, Automobilindustrie, Spielzeugbranche sowie in der Energie- und Solarbranche eingesetzt.
Die Besucher erfuhren mehr über die Herkunft von Silikon, über die Arbeitsschritte bis zum fertigen Produkt und warum durch den Einsatz von modernen Technologien sogar der Flugverkehr minimiert werden kann.
Bistrobox, Marchtrenk: Vom Start-up zum erfolgreichen Franchise-System. Das Unternehmen wurde praktisch an der Fachhochschule Wels „geboren”. Die Gründer Klaus Haberl, Jürgen Traxler und David Kieslinger entwickelten das Konzept eines innovativen Heißluft-Pizzaofens zur Selbstbedienung für ihre Studienkollegen. Die Nachfrage war riesig und so führte dieses Projekt schließlich zur Unternehmensgründung.
Daraus ist mittlerweile das erfolgreiche Franchise-System BistroBox geworden. BistroBox als Selbstbedienungsbistro „24h-Pizzeria“: Die Kunden wählen auf einem Touchscreen und starten den Backvorgang ihrer Pizza, die in nur zwei Minuten ofenfrisch serviert wird. Bei der Langen Nacht präsentierte BistroBox diese erfolgreiche Innovation am Standort in Marchtrenk.
FH OÖ Campus Wels. Studieren an der forschungsstärksten FH Österreichs. Hier werden 14 (!) Bachelor- und 15 (!) Masterstudien in den wichtigsten Zukunftsthemen angeboten. Die FH-Forscher zeigten den Besuchern die Forschungsfabrik und intelligente Roboter. Wie durch 3D-Druckverfahren komplexe Prototypen und individuelle Werkstücke entstehen. Materialspezialisten demonstrieren Kunststoffe im Kreislauf und wie aus Abfall wieder ein Produkt wird.
Wie ein Objekt mit Röntgenblick von innen aussieht. In Detektivarbeit konnte man pflanzliche Wirkstoffe kennenlernen und wie diese im Körper funktionieren und in Lebensmittel eingesetzt werden können. Wie man mit Wasser ein Fahrzeug bewegen, oder mit Schnaps einen Motor betreiben und Fahr- und Flugzeuge leichter machen kann.
Zudem erfuhren die Besucher, wozu Forschung am Bau dient (Baustoffrecycling, neue Baustoffkombinationen, uvm.) und welche Gefahren für unser Energienetz lauern (Blackout- Außenstation im WELIOS).
Speziell für die jungen Gäste boten das OpenPhysics zahlreiche, spannende Experimente im Bereich Physik – alles zum Ausprobieren und Mitmachen!
FRONIUS, Thalheim. Einblicke in die Technologien von morgen. Einst reiner Produktionsbetrieb, heute internationales Hightech-Unternehmen: Egal, ob es um die effiziente Stromgewinnung aus Sonnenkraft, die smarte Ladung von Batterien oder die perfekte Schweißnaht geht – Fronius hat die passenden Lösungen.
Am Standort in Thalheim forschen knapp 800 (!) Fachkräfte an den Technologien von morgen, meist hinter verschlossenen Türen. Für die Lange Nacht machten die Profis eine Ausnahme und bieten bei 18 verschiedenen Erlebnisstationen exklusive Einblicke in die Welt der Energiesteuerung.
Wie lässt sich ein altes Marmeladeglas zur solarbetriebenen Gartenlaterne upcyceln? Können Roboter tatsächlich schweißen? Was wird sichtbar, wenn man ein Fronius-Gerät röntgt? Kann man ein Auto mit Sonnenenergie betanken? Und wie funktioniert eigentlich ein Batterieladegerät? Diesen und vielen weiteren Fragen konnten die Besucher bei Fronius interaktiv auf den Grund.
KREMSMÜLLER, Steinhaus. Die Grenzen des Machbaren verschieben. Hier findet sich ein echter „Hidden Champion“. Der Anlagenbauer hält die gesamte Welt der Industrie am Laufen. Dabei werden die Grenzen des Machbaren immer wieder ein Stück weit hinausgeschoben. Fortschritte in der Werkstofftechnik, den eingesetzten Schweißverfahren und der Metallbearbeitung werden während der LNF eindrucksvoll sichtbar, spürbar und erlebbar gemacht.
Highlight ist eine Versuchsanlage, die den Mechanismus eines Kurzwegverdampfers anschaulich in Szene setzt. Große und kleine Besucher konnten hier beispielsweise Cola in ihre Bestandteile zerlegen. Ins „Kremsmüller-Verse“ entführte eine VR-Station. Hier konnte man „live“ mit dabei sein, wenn hunderte Tonnen schwere Edelstahlteile eines Wasserkraftwerkes gefertigt und tief im Berg montiert werden.
Bürgermeister Dr. Andreas Rabl, Fronius-Chefin Mag. Elisabeth Engelbrechtsmüller-Strauß, WK OÖ Vize-Präsident Dr. Clemens Malina-Altzinger und Dekan FH-Prof. Dr. Michael Rabl hoben die Wichtigkeit der Aktion auch für kommende Interessenten an einem interessanten Arbeitsplatz hervor.
LANDWIRTSCHAFTSKAMMER Wels
. Eintauchen in die Welt der Lebensmittel.
Hier treffen sich Forschergeist und Genießer. Essen ist alltäglich, aber wissen wir auch warum dem Würstchen manchmal der Kragen platzt oder sich eine Haut auf der Milch bilden kann? Wird Laktose nur für die Unverträglichkeit gebraucht oder hat sie noch einen anderen Sinn? Werden Vitamine, Mineralstoffe usw. durch das Kochen zerstört?

Rein naturwissenschaftlich betrachtet ist die Verarbeitung von Lebensmitteln nichts anderes als angewandte Physik und Chemie. Beim Zubereiten der einfachsten Gerichte treten unterschiedliche Naturphänomene auf. Unter der fachkundigen Anleitung erfahrener Seminarbäuerinnen konnten Besucher an Ort und Stelle selbst Hand anlegen und die Faszination der Lebensmittel begreifen. Außerdem gab es pfiffige Rezeptideen und Kostproben.
REFORM-WERKE Wels. Entwicklung und Produktion von Spezialfahrzeugen. REFORM ist führender Spezialist in der europäischen Bergland- und Kommunaltechnik. Gegründet 1910 von Johann Bauer als Produzent von allem, was der Landwirt benötigt: Von der Sämaschine bis zum Energiesparofen „Welsia“. Im Laufe der 112 Jahre hat sich REFORM mehrfach neu erfunden, zuletzt von der Gießerei zur Fahrzeugfabrik.
REFORM ist nach wie vor ein Familienunternehmen, mittlerweile in der dritten Generation. Das Unternehmen verfügt über langjährige Erfahrung in der Produktentwicklung und Produktion und punktet mit seiner hohen Lösungskompetenz sowie seinem erstklassigen Kundenservice. Dadurch ist REFORM ein zuverlässiger Partner auf dem Weg in die Zukunft.
Zur Unternehmensgruppe mit mehr als 500 Mitarbeitern zählen die Reform-Werke in Wels (Österreich), die Agromont AG in Hünenberg (Schweiz) und die Kiefer GmbH in Dorfen (Deutschland). REFORM entwickelt und produziert Spezialfahrzeuge für den Ganzjahreseinsatz in der Bergland- und Kommunaltechnik. Zu den erfolgreichen Produkten zählen die Transporter Muli und Boki, die Geräteträger Metrac und Mounty, die Einachser Motech sowie die Friedhofsbagger Boki.
RÜBIG Wels am FH OÖ Campus Wels. RÜBIG Nitropep - Die Kette unterbrechen. RÜBIG Nitropep ist eine etablierte Beschichtung, die Krankheitserreger anhand physikalischer Mittel zerstört und sogar bei antibiotika-resistenten Erregern wirksam ist. Die Risiken einer Erkrankung an multi-resistenten Staphylokokken, E.coli, Pilzen oder anderen Infektionen werden minimiert.
Sie eignet sich gut für Oberflächen, die regelmäßig angefasst werden, wie zum Beispiel Türgriffe oder Sanitärgegenstände. Die Beschichtung verhindert die Ansiedelung von sowohl Einzel- als auch Mischpopulationen von Mikroorganismen auf Oberflächen in Biofilmen.
Es kann zu keiner Rekontamination der Oberfläche kommen und der Türgriff entfällt als Schlüsselschnittstelle in der Infektionskette. RÜBIG Nitropep erfüllt alle Anforderungen nach dem Biozid Recht.
STARLIM Wels. Präsentaion von Highlights beim Silikonspritzgießer. Die Küchenlade rollt langsam und leise zu, die Geschwister spielen zufrieden mit der Playmobil-Hundeleine und Mama switcht am Lenkradschalter vor bis zu ihrem Lieblingslied – in jedem dieser Szenarien ist irgendwo ein Silikonteil von starlim versteckt und für die Produktion dieser Teile sind Werkzeuge notwendig, die wiederum von sterner gebaut werden.
Bei der Langen Nacht wollte das Unternehmen zuerst die Entstehungsgeschichte von Silikon näherbringen. Sobald die Besucher dies wussten, wie dieses Material überhaupt hergestellt wird, wurden sie mit auf eine spannende Reise in die Welt der vielfältigen Anwendungsgebiete genommen.
Ein hautnahes Erleben bot wie die Silikonbauteile dann tatsächlich in der Spritzgießmaschine produziert werden, noch dazu einige dieser Maschinen vollautomatisch.

Außerdem wurde gezeigt wie hochpräzise Werkzeuge von Werkzeugbauer sterner hergestellt werden, die für die Spritzgießmaschinen zwingend notwendig sind. Zum Abschluß einer spannenden Forschungsreise durften Besucher gemeinsam mit Lehrlingen eigene Werkstücke für zuhause fertigen.
TEUFELBERGER Wels. Together in motion. Wie entsteht eigentlich ein Faserseil, das stark genug ist einen LKW zu heben? Wie viel Technologie steckt in einem Stahlseil? Und wie viele recycelte PET-Flaschen braucht man für ein Kunststoff-Umreifungsband?
Im Rahmen der Langen Nacht hatten die Besucher die Möglichkeit einen exklusiven Blick in die Produktion zu werfen und erfuhren viel Wissenswertes rund um die vielfältigen Produkte des Welser Seilherstellers.
Neben Produktionsrundgängen und Einblicken in die Seilentwicklung, konnten mutige Besucher sich aus großer Höhe abseilen oder sich am Kletterturm versuchen. Für die etwas Kleineren gab es auch eine Kinderkletterstation.
Teufelberger ist ein familiengeführtes Unternehmen mit mehr als 230 Jahren Erfahrung in der Produktion von Stahlseilen, Faserseilen und Umreifungsbändern. Das Unternehmen beschäftigt 1500 Mitarbeiter weltweit, davon rund 500 an den Standorten in Wels.
WELIOS Science Center Wels. Spaß für Groß und Klein. Wer gerne forscht, tüftelt und entdeckt, war beim Besuch im Welser Science Center richtig. Naturwissenschaft und Technik stehen hier im Rampenlicht: Die beliebte Dauerausstellung, die mit mehr als 150 Exponaten zum Mitmachen einlädt, begeistert Besucher immer wieder aufs Neue.
Wer sich gerne hinters Licht führen läßt, lernt im „Raum der Illusionen“ optische Phänomene aus der Nähe kennen. Ganz ohne viel Schnickschnack gilt es, einfache Dinge unter die Lupe zu nehmen. Dieser Teil der Ausstellung eignet sich nicht nur bestens für lustige Erinnerungsfotos, auch erstaunte Gesichter und sprachlose Besucher sind hier garantiert.
Ein Besuch der Informatikinsel bietet die willkommene Gelegenheit, die Informatik von ihrer aufregenden Seite kennen zu lernen: Der „Baumeisterplatz“ bietet mit einer Puzzlematte, Motorik-Spielen, Gesellschaftsspielen und vielem mehr ein tolles Erlebnis für jedes Alter.
Zudem erfahren die Gäste im Hochspannungslabor der FH OÖ Wels, welche Gefahren für unser Energienetz lauern (Blackout).

Sonderausstellung. Als besonderes Highlight präsentierte sich die aktuelle Sonderausstellung „Unter den Wolken – Von Wetter und Klima“. Vom WELIOS gemeinsam mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik entwickelt, wird dabei vor allem der Unterschied zwischen Wetter und Klima beleuchtet. Auch die Themen Treibhauseffekt und Wettervorhersage konnten als Teil der Sonderausstellung entdeckt werden.

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