Donnerstag, 15. November 2018 

welsWels Stadt | Geschehen | 01.11.2018

Kompromiss-Lösung für Gestaltung gefunden

Greif-Fassade ist nun außer Streit

Das Hotel Greif und seine genau 250-Jahr-Geschichte ist endgültig vorbei. Das Bemühen um die bestehende Fassade war kostspielig, aber der nun beschlossene Kompromiss ist sicherlich die bessere Lösung als die zuletzt alles andere als beeindruckende Greif-Fassade. Es geht ja bekanntlich auch nicht mehr um die Greif-Geschichte, sondern um die Attraktivität auf einem historischen Platz, der im Mittelpunkt der Innenstadt steht. Der KJ-Platz ist ja seit vielen Jahren eine Art Sorgenkind der Innenstadt, jede Verbesserung ist daher willkommen. 
So soll die Fassade des neuen Gebäudes an der Ecke Kaiser-Josef-Platz und Rainerstraße nach Fertigstellung aussehen. Das neue Gebäude soll ja auch nicht an die leider "verblichene" Hotelgeschichte erinnern, sondern für Wohnungen und Büros genützt werden. Im Erdgeschoss wird wieder BIPA einziehen, das Hauseck und den ersten Stock wird die Polizei Stadtmitte (Umzug aus der Roseggerstgraße) nützen. 

Dem Welser Immobilien-Entwickler Andreas Hüthmayr hat mit Unterstützung von Architekt Wolfgang Harmach gelang eine Kompromiss-Variante zu entwickeln, die sowohl die Interessen der Bauherren als auch die Vorgaben der Stadtplanung berücksichtigte. Die bisherige Gebäudestruktur bleibt beibehalten. Der Turm zum Busterminal hin wird leicht angedeutet und durch ein blindes Obergeschoß ergänzt. Dahinter verbirgt sich die Terrasse eines von drei Penthouse-Wohnungen. Französische Balkons sind nun wieder vorgesehen. Bei Wohnräumen ragen sie über die Fassade hinaus, bei Schlafräumen sind sie nur angedeutet: "Die Fensterfaschen werden bewusst tiefer gesetzt, um die Verschmutzung der Putzfassade zu verhindern", unterstreicht Hüthmayr. Das Erdgeschoß und die Eckkanten werden mit Natursteinen verkleidet. Als Farbe wird Ockerbraun verwendet.
Viele Bemühungen investriert
Nicht einfach sind Planungen von Investoren wenn es um eine alte Bausubstanz geht, oder wenn nach einem Abriss plötzlich Römerfunde entdeckt werden. Hüttmayr bemühte sich zuerst um Erhalt der alten Greif-Fassade (Foto oben) mit hohem Kostenaufwand, dann musste er viel Geduld beweisen, als gegenüber plötzlich viele Funde in jener Baugrube entdeckt wurden, die für den AMS-Neubau ausgehoben wurde. Während der Neubau an der Ecke KJ-Rainerstraße nun voll im Gange ist, stehen die Bauarbeiten für den gegenüberliegend geplanten Neubau seit Monaten still, Reste von Römerbauten wurden mit viel Aufwand begutachtet, Andreas Hüthmayr (im Bild bei der Besichtigung der Römerfunde) sieht seine geplanten Baukosten außer Plan.

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