Mittwoch, 12. August 2020 

welsWels Stadt | Geschehen | 14.01.2014

So vorbildlich (?) arbeitet die Stadtverwaltung

Geldvernichtung „Gib Gas Park“

Ausgerechnet die einzige Parkanlage ohne Umgebungs-Bevölkerung hat sich die Stadt Wels für eine teure Vorbildaktion ausgesucht. Umgeben von zwei Altersheimen (mit eigenem Park) und zwei Schulen ist der sogenannte Gaswerkpark bisher ein wenig benutzbare Parkanlage gewesen, deren Hauptaktivität unterirdisch genutzt wird (eindrucksvolle unterirdische Umspannungsanlage des benachbarten E-Werks). Bis Jahresende sollte der Park völlig neugestaltet und mit vielen Einbauten fertiggestellt sein. Aktuelles Foto: Die Wege führen ins Nichts... 
Unsere Fotos (siehe unten) zeigen den „Zustand“ des Parks am 13. Jänner 2014 – also mehr als vier Monate nach dem in Wels so üblichen „Spatenstich“. Aus der damaligen Presseaussendung geht die Inhaltsschwere der neu gestaltete Parkanlage hervor – doch wo ist die Bevölkerung in der Umgebung? Übrigens: Die in Wels bereits „berühmt-berüchtige“ Innenstadt-Agenda wäre hier ein Lichtpunkt, wenn man dafür einen Park mit entsprechendem Umfeld ausgesucht hätte.
Die städtische Presse-Aussendung vom 21.8.2013 (gekürzt) verrät die Handlungsweise!
In seine Umsetzung geht nun ein weiteres Projekt der Welser Innenstadtagenda 21: Der  Gaswerkpark in der Innenstadt wird an Hand zahlreicher Vorschläge interessierter Bürgerinnen und Bürger attraktiviert. Unter fachkundiger Betreuung durch Landschaftsplaner Dipl.-Ing. Markus Kumpfmüller und in Abstimmung mit der E-Werk Wels AG erarbeiteten die Abteilung Baudirektion und die Dienststelle Stadtgärtnerei aus den Vorschlägen der Agendagruppe "Gib Gas Park" folgende Maßnahmen:
• Spielbereich für Kleinkinder mit Wasserstelle ("Krabbel Stube")
• Multisportbereich für Fußball, Volleyball und Basketball ("Ball Room" und "Fan Kort")
• Aufenthaltsbereich für Mädchen ("Hexagon" auf Grund seiner sechseckigen Form)
• Sanierung des Kinderspielbereiches sowie Erweiterung des Spielgeräte-Angebots ("Kletter Garten")
• Schaffung von Sitzmöglichkeiten im westlichen Parkbereich ("Treff Punkt")
• Schaffung von Angeboten für ältere Menschen ("Senioren Club" mit Petanque-Anlage und Spieltischen)
• Adaptierung des Rodelhügels
• Sanitäranlagen in Form einer mobilen WC-Anlage beim Pavillon an der Herrengasse (anstatt der bereits gesperrten Tabak-Trafik)
• Adaptierung der Parkbeleuchtung sowie Umrüstung auf LED-Technologie
• Neugestaltung des nordwestlichen Einganges (Station des ebenfalls im Zuge der Innenstadtagenda Energieweges mit Sitzgelegenheit)
• Verbesserung der Zugänglichkeit von der Dr.-Schauer-Straße
• Schaffung eines Trinkbrunnens im Zentrum der Parkanlage
• Schaffung von Radabstellplätzen bei den Haupteingängen
• Anlage von Wildblumenbeeten, Gehölz- und Baumpflanzungen, Anlage von Rasen etc. als gärtnerische Maßnahmen

Die Bauarbeiten hätten mit Jahresende beendet sein sollen. Jetzt ist nur ein Stückwerk zu sehen, das überdies völlig unzureichend abgesperrt ist. 


Bildergalerie

Neuer Eingang endet im Gatsch Dürftige Abgrenzungen Aktuell ein Gatschtreff WC-Anlage statt Tabak-Trafik Künftiger Pausentreff? Unfertig nach mehr als 4 Monaten Gaswerkpark-Tafel und ? Stolpersteine oder? Felsiger Eingangsbereich Rodelhügel ohne Zugang Kabellos direkt neben Gehsteig Eine kärgliche Absperrung
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