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welsWels Stadt | Geschehen | 08.10.2010

Motorsport, Mineralöle und Immobilien waren Thema

Franz P. Doppler ging von uns

Mit Franz P. Doppler (68, Bild) hat uns am 28. September in aller Stille ein prominenter Welser verlassen, der nie gerne selbst im Rampenlicht der Öffentlichkeit gestanden ist. Am 8. Oktober fand in der voll besetzten Herz-Jesu-Kirche eine sehr eindrucksvolle Verabschiedung statt, die der Beliebtheit des Verstorbenen Ausruck verlieh.
Abschied. Viele Geschäftspartner, Weggefährten und Freunde waren dabei, um Franz Peter Doppler bei der Verabschiedung in der Kirche zu gedenken und dann auch auf seinem letzten Wege zum Familiengrab zu begleiten.  
Seine gleichnamige Mineralölfirma hat sich zuletzt mit der Marke TURMÖL österreichweit im Tankstellen-Geschäft etabliert.
Der von seinen Freunden stets noch liebevoll „Franzi“ genannte Motorsportfreund kaufte auf Wunsch seines Vaters 1983 das Traditionshotel „Greif“ und war auch auf dem Immobiliensektor erfolgreich.
Aus der Ehe mit Renate Just stammt sein Sohn Franz Joseph, der an einem denkwürdigen Tag (31.10.1984) auf die Welt kam. Dank des männlichen Nachkommens vermachte der 1986 verstorbene Vater seinem Sohn die Mehrheit des Unternehmens, erst vor wenigen Jahren kaufte Franz Peter auch die Anteile seiner Schwester Elfriede.
F. P. Doppler war von seinem Vater Franz zuerst nach Deutschland geschickt worden, um dort Erfahrungen im Aral-Konzern zu sammeln. Im väterlichen Betrieb übernahm er den Aufbau neuer Tankstellen-Standorte.
Aus einem Mittelbetrieb mit 35 Millionen Euro Umsatz entwickelte Franz Peter Doppler zusammen mit seinem erfahrenen Geschäftsführer Dr. Bernd Zierhut eine Firmengruppe, die 2010 mit 200 TURMÖL-Tankstellen etwa 750 Millionen Euro umsetzen wird.
Dopplers ganze Leidenschaft galt dem Motorsport, in dem er auch sportliche Erfolge feierte. 1969 beendete der Autorennfahrer seine aktive Karriere, blieb dem Hobby aber treu. Vor 20 Jahren stellte er mit seinem Lebensfreund Horst Felbermayr, dessen Sohn und Werner Grissmann einen Rekord für Serienautos auf. Sie legten mit einem Porsche 928 S in Monza 6175 km in 24 Stunden zurück und kamen damit ins Guiness-Buch der Rekorde.
Das Traditionshotel „Greif“ wurde dank Franz Doppler vor dem Verkauf an einen Handels-Investor gerettet. Trotz zahlreicher Rückschläge durch ungeeignete Geschäftsführer hielt er aber die Tradition des Hauses aufrecht und dank eines Vertrages mit der Stadt verfügt Wels hier um ein ansehnliches Stadttheater.
Renate Doppler nützte dieses Traditionshaus zusammen mit ihrem Vater, einem glühenden Wagner-Verehrer, zu dem mühevollen Aufbau eines jetzt vor allem international anerkannten Richard-Wagner-Festivals.
Franz Joseph, Franz Dopplers ganzer Stolz und nach der Geburt Franz der III genannt, kehrte erst heuer von einem beruflichen Aufenthalt in London zurück und stieg in den Marketingbereich des renommierten Familienunternehmens ein. Damit musste er auch den schweren letzten Lebensweg seines Vaters miterleben.
Beste Wünsche! Möge Franz Joseph Doppler zusammen mit dem Topmanager Dr. Bernd Zierhut das Familienunternehmen im Sinne des Vaters und Großvaters erfolgreich weiterführen können.

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