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welsWels Stadt | Geschehen | 05.12.2008

Welser Geschäfte erfüllen Kinderwünsche!

Wunschstern-Aktion des Handels

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Jedes Jahr engagieren sich zahlreiche Welser Kaufleute in der Weihnachtszeit für einen guten Zweck. Gemeinsam mit dem Stadtmarketing wurde heuer eine sympathische Aktion ins Leben gerufen, mit der zum einen Kinderwünsche ans Christkind in Erfüllung gehen können und zum anderen Spenden für Licht ins Dunkel gesammelt werden. Bei der ersten Übergabe war welsin.tv dabei - siehe Videobeitrag.
Optiker Aigner (KJ-Platz) hatte einen Wunschstern Romana Malzer aus Pichl für ihre Tochter geschenkt - als erstes Kind wurde Isabella Malzer (Infos: www.isabella-online.blogspot.com), die unter dem Rettsyndrom leidet, von der Fa. LifeTool mit einem Timetable beschenkt. Dieser dient Isabella zur bildhaften Darstellung der Tages- bzw. Wochenstruktur über Symbole. Da sie nicht sprechen kann, wissen die Eltern oft nicht, ob sie verstanden wurden. 
LifeTool wurde vor zehn Jahren mit dem Start der Arbeitgemeinschaft „Integration durch Kompetenz“ gestartet und steht für Menschen mit Behinderung im Einsatz. Prokurist DI Karl Kaser überreichte der kleinen Isabelle das Geschenk.
Originelle Kinderwünsche gesucht
Kunden, die in einem dieser rund 60 Geschäfte ihre Weihnachtseinkäufe tätigen, haben die Chance, mit einem „Wunschstern“ aus Lebkuchen überrascht zu werden. Zwei Mal täglich wird dort einer dieser Sterne verschenkt, womit angehörigen Kindern (im Alter bis zu 12 Jahren) die Teilnahme an der Aktion ermöglicht wird. Auf dem daran befestigten Anhänger werden Wunsch und Kontaktdaten ausgefüllt und im Anschluss beim „Dorfwirt“ oder bei der „Punschstube“ auf der Bergweihnacht am Stadtplatz abgegeben. 
Die Kaufleute, die sich an der Aktion „Wunschstern“ beteiligen, unterstützen zugleich auch einen Schicksalsfall in der Region Wels, dem der „Licht ins Dunkel“-Spendenerlös zugute kommt.
Was ist das Rett-Syndrom? Eine Entwicklungsstörung, die nur ganz selten und nur weibliche Kleinkinder betrifft. Die Krankheit manifestiert sich zwischen dem 6. und dem 18. Lebensmonat. Das heimtückische Leiden tritt schleichend in Erscheinung und kann deshalb erst in späterer Zeit diagnostiziert werden. Es kommt zu einem Stillstand in der Entwicklung, wobei der Verlauf der Krankheit einen wichtigen Hinweis zur Diagnose bildet.
In weiterer Folge verlernt das Kind bereits erworbene Fähigkeiten. Die Mädchen ziehen sich von ihren sozialen Kontakten zurück und verlernen die wenigen Wörter, die sie bis dahin gelernt haben. Auffallend sind die stereotypen Bewegungen der Hände, die sich als knetende Fingerbewegungen manifestieren. Durch den Rückzug des Kindes nach Auftreten der Krankheit wird oft fälschlicherweise frühkindlicher Autismus diagnostiziert. Neue Erkenntnisse brachte die Identifizierung des Gens MECP2 durch ein internationales Forscherteam im Jahr 1999.

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