Freitag, 18. September 2020 

welsWels Stadt | Geschehen | 10.05.2020

Wels: 15 Hallen und 95.000 qm Freiflächen gesperrt

Erfolglose Suche nach covid-19

Es war der Freitag, 9. Mai 2020: Ein persönlicher Lokalaugenschein auf dem Welser Messegelände, welches über 15 Hallen (Gesamtfläche 62.000 qm) und sehr viel Freigelände (95.000 qm) verfügt. Dazu der Welser Volksgarten, der Tierpark und das Science Center namens WELIOS. Seit acht Wochen herrscht hier sozusagen „Totenstille“.
Wir spazierten durch das gesamte Gelände. Es herrschten gegen 15 Uhr Sommertemperaturen, wir waren hier rund 30 Minuten unterwegs und begegneten exakt 23 Menschen per Fuß oder Rad und notierten zwei geparkte Autos. Das einzige, was sich hier wirklich bewegte, war das Windrad (Bild).

Absperrungen Messeeingang Ost und Nord, Absperrungen im Westen beim Welldorado. Das gesamte Messegelände ist ungenützt und virenfrei, gleichzeitig vermeldet die Stadt Wels keinen einzigen Virus-Infizierten. Auch wir konnten im Messegelände kein Virus-Schreckgespenst entdecken.
Gespenstisch allerdings die Situation. Nach einem bemerkenswerten Messestart 2020 und glücklicherweise der Noch-Durchführung der Energiespamesse folgten der Total-Wirtschaftsstopp und sogar die Absperrung des weitläufigen Messegeländes.
Eine Maßnahme, die für eine zusätzliche Intensivstation geplant war - für die vielen schwer Erkrankten, die von einem Prognose-Konsortium „errechnet“ wurden. Auch damit konnte die Bevölkerung unnötigerweise in Angst und Schrecken versetzt werden.

Im Vorjahr wurden von der Messe Wels mehr als 80 Millionen Euro Umsatz erzielt, Hotels, Gastronomie und Zulieferer profitierten. Jetzt wartet die Messe Wels leider wahrscheinlich noch lange umsonst auf eine Freigabe der Messetermine im Herbst. Es gibt bereits klare Hinweise - auch von bisher verschreckten Virologen - dass keine zweite echte Welle im Herbst droht. Besonders wichtig wären daher klare Bestimmungen und endlich dann auch die Beendigung der Maskenpflicht, der von Fachexperten keinerlei positive Bedeutung zugeordnet werden.
Wels wäre bestens vorbereitet gewesen
Für die vor allem medial groß angekündigten Virus-Schwerkrankenfälle hätten Welser Messehallen für Ersatz-Intensivstationen genützt werden können. Die schwierige Situation in Italien, die allerdings nur im Ansatz mit Österreich vergleichbar war, fuhr den Behörden, Experten und damit auch Politikern „regelrecht in die Glieder“. Das erklärt auch den „Shutdown“, dem einfach alles andere untergeordnet wurde. Im Monatsschnitt liegt die Sterberate in Italien durchschnittlich bei rund 45.000, Corona-Todesfälle wurden rund 30.000 in zwei (!) Monaten gemeldet.
Die Vorsichtsmaßnahmen waren aber zwei, drei und eventuell vier Wochen erklärbar. Dann aber hätte man viel rascher zurückkehren müssen und nicht alles dem Thema Gesundheit einzuordnen. Denn diese ist auch mit dem Thema Lebensqualität eng verbunden. Und diese Übersicht fehlte aktuell nicht nur den eingebundenen Fachleuten, Beamten und Politikern, die hier auch die Chance der Profilierung sahen.
Ein Gelände im Dornröschen-Schlaf
Wir laden zum Rundgang durch eine fast vergessene Welt, deren Größe für eine enorme wirtschaftliche Bedeutung für die Stadt gesorgt hatte. Und hoffentlich auch bald wieder zurück in eine lebendige Grundlage für vor allem eine wirtschaftliche Weiterentwicklung führen kann.
Messegelände Ost, das Volksfestgelände Blick Richtung Norden und Maria-Theresia-Hochhaus. Ein vermeintlich strategischer Platz für eines der größten Schüttbeton-Hochhäuser vermittelt ein bisserl Großstadt-Flair...
Nur eine ganz bescheidene Fläche, die entlang des Mühlbachs zum Parken freigehalten ist.
Weinkost und Weindorf erinnern an große Volksfestzeiten.
Der eintrittfreie Tiergarten, kurzzeitig von der Stadt freigegeben, von den Virushütern in Wien aber wieder versperrt. Ab 15. Mai aber doch wieder offen?
Was man nicht alles unter der Bezeichnung CORONAVIRUS für die Lebensfreude der Menschen blockieren kann...
Das einstige Messebüro, jetzt Einsatzzentrale während Messen mit attraktivem Vorgarten.
Eines der Prunkstücke der Messe Wels, die Messehalle 20.
Zwischenraum zwischen den Hallen 19 und 20, zwei Radfahrerinnen unterbrechen die vermeintliche Schockstarre.
Die Messehalle 19, auf historischem Messeboden mit schon mehrfacher Nutzung (sogar als Sporthalle).
Das großzügige Freigelände vor der neuesten Messehalle (21), Blick Richtung Norden und dem abgesperrten Nord-Eingang.
Freigelände vom Trabrennplatz aus Richtung Maria-Theresia-Hochhaus.
Das ebenfalls still gelegte Welldorado, eine beliebte Freizeiteinrichtung der Stadt.
Die in die Jahrzehnte gekommene Messehalle 12, die auch für die Kartfreunde genützt wird.
Der ebenfalls stillgelegte Trabrennplatz - auch hier lauert keine Virusgefahr und Maskentragepflicht.
Freiraum zwischen den Messehallen 20+21 und 10+11, der derzeit eher trostlose Blick Richtung Osten.
Der Stillstand ist unterbrochen, der Messeteich mit nicht eingeschränktem Springbrunnen.
Auch die Stadthalle steht still. Nur die Blumenuhr und die Wasserfontänen erinnern an bessere Zeiten.
Das attraktive Science Center WELIOS darf auch keine Gäste empfangen.
Ob hier nach der Virusgefahrenquelle gesucht wurde?
Der Volksgarten wäre nutzbar, doch auch hier kein deutliches Lebenszeichen.

Man möge bald zumindest in den Volksgarten zurückkehren...

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