Montag, 13. Juli 2020 

welsÜberregionales | Kommentar | 26.04.2020

Regierung & ORF aus fataler Bootsfahrt unterwegs

Wer rettet uns vor Virusschäden?

Österreich gilt dank der Virustoten-Zahlen aktuell als ein Vorzeigeland. Dazu tragen aber jene Medien bei, die seit leider bereits sechs (!) Wochen gebetsmühlenhaft die scharfen Sanktionen als gerechtfertigt und sogar positiv beurteilen.
Und dass gegen alle die Probleme, die die Bevölkerung durch die Angst-Verbreitung mit Horrorzahlen im persönlichen Lebensbereich und damit Existenzbedrohung haben. Politiker und die besagten auflagengestarken Medien freuen sich über die Erfolge, die aber einen Bumerang auslösen könnten.

Unseriöses dank Servus.TV aufgezeigt
Der Privatsender Servus.TV hat es nicht notwendig, aber tut es erfreulicherweise eindrucksvoll. Intendant Dr. Ferdinand Wegscheider zeigt bei einem wöchentlichen Satire-Kommentar auf, was derzeit deutlich in die falsche Richtung läuft. Und dabei dürfte ihm auch sein schelmisches Lächeln vergangen sein.
Er zeigt nicht nur die fragwürdige Normalität der führenden Politiker auf, sondern auch einen besonderen Fall von „Trittbrettfahrer“. Und da ist es kaum verwunderlich, dass dabei der ORF an den Pranger gestellt wird.

Der ORF soll an die 500 Mitarbeiter in die Kurzarbeit geschickt haben, diese Möglichkeit wurde aber besonders für Firmen geschaffen, die beträchtliche Einnahmen-Verluste zu beklagen haben. Der ORF habt laut Focus aber weder bei den Zwangsgebühren (630 Mio. jährlich) noch bei den Werbeeinnahmen Rückgänge, erspart sich aber u.a. Kosten von Sportübertragungen.
Dafür sorgt der ORF mit Liveübertragungen sämtlicher Pressekonferenzen, Sondersendungen und Diskussionen für einen totalen Überhang der Krisenszenerie. Und als „Helden“ werden jene Mitarbeiter vor dem Vorhang geholt, die sich freiwillig (kostenlos?) in Quarantäne begeben haben und über schlechte Betten klagen. Im Servus.TV nachzulesen, Direktlink: www.servustv.com/videos/aa-22sx4qv3h1w12/
Nichts gegen die Virus-Eindämmung -
Aber alles gegen Totalvereinnahmung
Als Politinsider waren auch viele Kollegen stets der Meinung, dass wir eine Schönwetter-Politik haben. Doch dass sich Mitglieder einer Bundesregierung plötzlich von einem Kreis von Gesundheits-Experten umgeben, die vor allem nur Gefahren heraufbeschwören, da hätte sich zumindest die Wirtschaftskammer deutlich zu Wort melden müssen. Groteske: WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer bedankte sich gehorsam bei der Bundesregierung für die Maßnahmen - Die Kammer-Zwangsmitglieder werden ihr allerdings nicht applaudieren...
Gesundheit ja, aber nicht hauptsächlich auf Kosten der Allgemeinheit, noch dazu immer wieder der „Schutz der Alten“ als Hauptgrund angegeben wurde. Wenn jetzt die Infektion eingedämmt wird und die Todeszahlen sich auf der Höhe von Grippetoten-Zahlen bewegen, kann man aufgrund der Wirtschaftskrise die einschneidenden Maßnahmen (Dauer bereits 42 Tage – also 6 Wochen!) wohl nicht nur als Erfolg verkaufen.
Der plötzlich so vehement aufgetretenen gefährlichen Viruserkrankung ist zu Beginn an die Bundesregierung mit sinnvollen Maßnahmen begegnet. Die totale Verunsicherung in der Welt hat aber zu Zwangsmaßnahmen geführt, die man in einem Land mit hohem Lebensstandard nicht überstrapazieren darf. Die Schutzmasken-Show bei Pressekonferenzen hätte dazu beitragen können, dass so manche Heraufbeschwörung unterlassen geblieben wäre. Stattdessen holte man sich die geeigne
ten Medien ins Boot, die selbst das falsche Zahlenwerk bis heute noch nicht richtig gestellt haben.
Die „Nicht-Alten“ werden die Politiker eines Tages nicht nur fragen, warum sie den Generationen der Zukunft ihre Lebensgrundlage verbaut oder sogar zerstört haben. Und das mit einer höchst fragwürdigen finanziellen Unterstützung für gleichgeschaltete Medien. Angst und Schrecken mit unrichtigen Zahlen verbreiten und dann das als Erfolg zu verkaufen, so dumm darf man eine Bevölkerung auf Dauer nicht halten.
Es ist jetzt zu befürchten, dass es wirklich die angekündigte "Ruhe vor dem Sturm" war, anstatt einer bereits heraufbeschworenen zweiten Infektionswelle könnte es aufgrund der schweren wirtschaftlichen Probleme zu einem „Sturm der Entrüstung“ kommen. Und zusätzlich hat man ein Generationsproblem angezettelt, das man auch mit einer möglichen positiven Impfaktion nicht eindämmen wird können.
 
Das neue Österreich ein „Albtraum“?
Zurückblick. Zwei Ereignisse hatte man sich in unserem Land mit teilweise vorbildlicher Entwicklung und einer eindrucksvollen Wirtschaftssteigerung bis zu Jahresbeginn 2020 nicht vorstellen können: Dass eine Virus-Pandemie und eine Bundesregierung das Land in eine Situation versetzen, die in jeder Hinsicht lebensbedrohlich sein kann – wenn sich nicht bald Vernunft deutlich durchsetzt.
Als langdienender Journalist, der viel hinter die Kulissen der Politik blicken konnte, war einem zwar bewusst, dass wir in einer Schein-Demokratie leben und dank der so positiven Entwicklung von einer Bundesregierung jeweils mit Ablaufdatum geführt werden. Das Wirtschaftswunder hinterließ aber bereits vor der Jahrtausendwende deutliche Spuren.
Trotz Medienschwemme gelang es der Politik immer wieder ihr Hauptinteresse zu verschleiern. Das Hauptziel galt und gilt der eigenen Partei und deren Einflussbereich. Die gesetzlichen Möglichkeiten wurden schon bald nach dem 2. Weltkrieg geschaffen. Schutzmaßnahmen für Politik (Immunität) und Beamten (Pragmatisierung) sorgten für eine möglichst sichere Handlungsweise.

Das Vielvölkerland, das sich besonders durch die Monarchie und die Fluchtwelle nach dem 2. Weltkrieg bildete, verkraftete bisher auch die Unterwandung durch die türkische Völkerwanderung und die Religionsfreiheit. Der ständige Wunsch nach deutlichem Wirtschaftswachstum, die völlige Reisefreiheit mit Flugkosten im Taxibereich und das ungebremste HighLife mit Massenbewegungen ohne Rücksicht auf die Klimaeinflüsse deuteten aber bereits auffallende Warnschüsse an.

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