Freitag, 29. Mai 2020 

welsÜberregionales | Kommentar | 29.03.2020

Gesundheitsdienste voran - Dann aber neue Belebung!

STOPP mit dem Horrorzahlen-Spiel

Die Viruskrise hat alle völlig unvorbereitet getroffen. Daher klappt vieles nicht, auch das bei Pressekonferenzen laufend angegeben wird. Das Schlimmste ist aber die Panikmacherei bei Infizierten-Zahlen. Gerade erst etwas mehr als 11.900 Österreicher sind infiziert - über 8 Millionen Einwohner haben wir. Die Prozentzahlen werden daher nach je 10.000 Einwohnern gezählt.
Daher viel wichtiger:
Ärzten und dem Personal möglichst flächendeckend (!) ausreichend die notwendigsten Schutzeinrichtungen zu liefern.
Dann ist die sicherlich
vorhandene Pandemie in den Griff zu bekommen, denn die Ansteckungsgefahr ist das eine, der wirtschaftliche Zusammenbruch und die psychische Überforderung der Menschen ist aktuell aber noch gefährlicher.
Hat noch niemand etwas von einer Weltwirtschaftskrise gehört? Es leben nur noch wenige, die eine totale (!) Geldentwertung erlebt haben. Lange Zeit gab es noch Menschen, die ihr Geld lieber unter dem Kopfpolster versteckt haben, weil das Bankkonto ihrer Vorfahren über Nacht praktisch wertlos war.
Das totale Herunterfahren der Wirtschaft auf Wochen oder gar Monate kann kein Staat auf Dauer verkraften, die angekündigten Gelddrucker verheißen nichts Gutes.

Trotz allem unvorbereitet
Vom Zivilschutzverband wurde zwar immer Werbung für eine Notversorgung gemacht, das Szenarium war eher in Hinblick auf einen Unfall eines Atomreaktors und zuletzt wegen einer drohenden Klimakatastrophe. Während die Krankenhäuser beim Ernstfall-Start zumindest auf eine Grundausrüstung zurückgreifen konnten, standen die Hausärzte, Wahlärzte und Ordinations-Gemeinschaften praktisch vor dem Nichts in Richtung Schutz, denn auch die Patienten sollten ja geschützt werden.
Durch diese Problematik warf sich die Politik, unterstützt von Fachleuten, auf die "Kasernierung" der Bevölkerung. Damit wurde die Wirtschaft nicht nur am linken, sondern auch am rechten Fuß getroffen. Beruhigungspillen mit Notfall-Unterstützung („koste was es wolle“) hilft gerade beim AMS, fragwürdig hingegen die umfassende Unterstützung durch die Wirtschaftskammer. Praktiker wissen, dass zwar die Bauern bestens vertreten sind, aber die Wirtschaft wurde von ihrer Vertretung oft nur mit Worthülsen abgespeist. Von hier kann daher nur eine leichte, aber nicht eine echt wirksame Unterstützung zu erwarten sein.
Die Bevölkerung macht erstaunlich mit
Geradezu großartig bisher die Bevölkerung, das hat man in dieser breiten positiven Reaktion nicht erwartet. Wir haben am Sonntag (29. März) Testfahrten unternommen - Autobahnen leer, Landstraßen leer, Orte praktisch überall ohne öffentliches Leben. Nur ab zu Spaziergänger, erstaunlich wenig im Familienkreis.
Aber wenn man nicht bald mit Lockerungen beginnt, dann wird diese Stimmungshilfe bald in eine andere Richtung umschlagen. Geradezu empört sind schon viele sozusagen Alte, die in den Bereich Risikogruppe eingeteilt sind, und denen in erster Linie der Schutz gilt.
Mitnichten, es geht um die Zukunft des kräftigen Mittelalters und der Kinder. Der Schutz der Ärzte und deren Mitarbeiter ist und muss das Hauptziel sein. Viele sogenannte Alte können sich selbst schützen und benötigen nicht ständig ein politisches und mediales Schutzschild gegen alles Böse. Diese Generation (siehe Symbolfoto) wird eines Tages verflucht werden, wenn man dieser die Hauptschuld an einer Wirtschaftskrise anlastet, die fast alle hart treffen könnte.
Die Politiker und Medien müssen endlich mit Horrorzahlen aufhören, auf die Vernunft pochen und möglichst rasch der Wirtschaft eine Erholung gönnen. Dazu gehört aber auch die Gemeinschaft der Familien, die vor allem den Kindern und den Beschäftigten gilt. Die Osterferien stehen vor der Tür - und was dann?
Nur kurz ein Beispiel der Horrorzahlen: Tausende Tote und immer mehr aufgrund der Viruskrise in Italien - das wird gemeldet. Und wer spricht von der "normalen" Todesrate? In der Stadt Wels mit 60.000 Einwohnern werden jährlich rund 1.000 Todesfälle registriert, Italien hat mehr als 60 Millionen Einwohner, in Ballungszentren (Beispiel Po-Ebene) besonders schlechte Luftwerte und ein vor allem im Süden veraltetes Gesundheitssystem. Wie viel Todesfälle wären es also dort prozentuell? Eben, keine Horrorzahl kann diese übertreffen!

Mehr zum Thema Kommentar
Die neuesten Beiträge:


HIER können Sie Routen planen, Adressen suchen, Wegstrecken berechnen, Ihren Urlaubsort suchen - praktisch jeder Punkt auf unserer Erdenwelt ist hier zu finden!