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welsÜberregionales | Kommentar | 17.01.2013

Wer schützt Unternehmer vor ausufernder Bürokratie?

Wirtschaft ernstlich in Gefahr

Was denkt sich Herr und Frau Österreicher im Durchschnitt über Selbständige in der Wirtschaft? Die haben es schön, die machen auf Kosten ihrer Arbeitnehmer Profite und können das Leben in vollen Zügen  genießen. Ja, das gibt es vielerorts. Im Bild aber einer der vielen erfreulichen Firmeninvestitionen im Welser Stadtgebiet (FMT) in den jüngsten Jahren (2009).
Aber der Durchschnitt der Unternehmer sind heute nur noch die Gejagten: Von den Kosten, von den steuerlichen Wirrnissen und vom Arbeitsgeist ihrer Mitarbeiter. Wirklich Einfluss nehmen können sie nur beim Umgang mit den Arbeitnehmern, allerdings nur wenn genügend Auswahl vorhanden ist.
Solange man Arbeitslosengeld ohne Gegenleistung auszahlt, solange wird es immer „freudige“ Arbeitslose geben, die sich mit Pfuscher-Tätigkeit selbst den Lebensunterhalt einteilen können.
Vergleicht man die ständig steigende Anzahl von Arbeitsplätzen in Österreich, dann fragt man sich besonders im Wirtschaftshochland Wels wie es hier mehr als 3000 Arbeitslose geben kann. Noch dazu das AMS heute wirklich wesentlich mehr auf die Realität der Arbeitslosigkeit bei ihren sog. Kunden achtet.
Arbeitsinspektion: Willkürakte oder Gesetzesausfluss?
Zuletzt kursieren in Wels immer mehr Gerüchte über hohe Strafen für Geschäftsführer (Privathaftungen), weil angeblich Arbeitszeiten nicht eingehalten werden oder Firmen beklagen sich über oft sinnlose gesetzliche Forderungen nach Einbauten in Firmengebäuden etc.
Nur ein Blick auf die Homepage der „Arbeitsinspektion“ in Österreich genügt, um den vielfältigen Gesetzesdschungel zu erahnen. So ist dort zu finden:
• Erlässe Arbeitsschutz
• Erlässe Arbeitsstätten
• Erlässe Arbeitsplätze, Arbeitsvorgänge
• Erlässe Maschinen, Werkzeuge, Arbeitsmittel
• Erlässe Arbeitsstoffe
• Erlässe Explosionsschutz
• Erlässe Gesundheit im Betrieb
• Erlässe Bauarbeiten
• Erlässe Arbeitszeit, Arbeitsruhe
• Erlässe Personengruppen, Frauen
• Sonstige Erlässe
• Erläuterungen und Kommentare zu Rechtsvorschriften
Wie weit treibt es die Politik eigentlich noch? Leider können hier auch die Medien nicht kontrollierbar eingreifen, weil es den Journalisten an nachweisbaren Fakten fehlt. Besonders augenscheinlich ist die Ahnungslosigkeit in Pressestunden, wo angeblich vorhandene Skandale von wortgewandten Politikern schön geredet oder widerlegt werden.
Auf jeden Fall ist eines sicher: Die Politik trägt kaum zum sog. Wirtschaftswunder in unserem Lande bei – höchstens für die Konjunkturbremse. Nur mit wahnwitzigem Schuldenmachen versucht man einen Beitrag zum Wirtschaftswachstum zu leisten – allerdings zum Nachteil der folgenden Generationen.
Erfreulich. Es sind nur die vielen, erstaunlich vielen fleißigen Menschen, die Österreich die Wirtschaftskraft ermöglicht haben. Während viele Medien den Österreichern allgemeine Blödheit (siehe Pisa-Studie) zuschreiben, ist es vor allem die Innovationskraft vieler Arbeitnehmer und der Investitionsfreude unzähliger Unternehmer zu verdanken, dass Österreich im Vergleich in Europa außerordentlich gut dasteht.
Beispiel. Wohin entwickelt sich die Wirtschaftskraft in einem Land, wo immer wieder Hemmnisse oder lächerliche Beweggründe die gesunde Weiterentwicklung von erfolgreichen Unternehmen im Wege stehen? Eine der erfolgreichsten Transportunternehmen Europas steht im Welser Industriegebiet Ost im wahrsten Sinne des Wortes an...

                                              

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