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welsÜberregionales | Sport | 31.12.2012

Witterung kam den schnellen Keniaten zugute

Der Peuerbach-Rekord purzelte

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Der bereits 32. Silvesterlauf in Peuerbach brachte den erhofften neuen Streckenrekord. Dank idealem Laufwetter und Sonnenschein gelang dem Straßenlauf-Weltrekordhalter Leonard Komon eine Siegerzeit von 18:32,0. Damit konnte der seit 1999 bestehende Streckenrekord um beachtliche 14 Sekunden unterboten werden. Wir bringen dazu einen Filmbeitrag.
Rund 10.000 Zuschauer erfreuten sich nicht nur am Wetter, sondern an dem Laufduell der Spitzenläufer. Auf der 6.800-Meter-Strecke (8 Runden zu je 850 m) schien es zuerst nach einem Duell zwischen 10.000-Meter-Europameister Polat Arikan und Weltrekordmann Komon aus.
Nach Runde drei formierte sich mit Komon, Arikan und Junioren-WM-3. Geoffrey Kirui ein Trio an der Spitze. Ab Renn-Halbzeit teilten sich Komon und Kirui die Führungsarbeit und liefen der Konkurrenz auf und davon.
Da war bereits klar: Der Langzeit-Streckenrekord ist bald Geschichte. Jede Runde wurde die begeisterte Zuschauermenge darüber informiert, wie weit die Spitze auf Rekordkurs ist. Leonard Komon (Nr. 31) siegte schließlich in 18:32,0 min. zeitgleich vor Geoffrey Kirui ((Nr.11/18:32), Dritter wurde der für die Türkei startende Kenianer Polat Arikan in 19:05 min.
Hinter Amos Mitei (Kenia) entschied Andreas Vojta den Zielsprint gegen Cornelius Kangogo (Kenia) für sich und wurde damit als Fünfter bester Österreicher, Rang 7 ging an Publikumsliebling Günther Weidlinger, der in Peuerbach nach seiner Verletzung beim Olympia-Marathon ein beachtliches Comeback gab.
Bei den weiblichen Assen lieferten sich die Deutsche Olympia-14. von London, Irina Mikitenko, und die junge Serbin Amela Terzic ( U20-Europameisterin und Junioren-WM-Zweite) über vier von fünf Runden hinweg ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das schließlich die 19-jährige Terzic auf der Zielgeraden für sich entscheiden konnte. Die Vorjahres-Dritte Irina Mikitenko lief als Zweite heuer nur knapp am Sieg vorbei – ihr fehlten vier Sekunden auf die Siegerzeit der Serbin, die in 16:03,0 etwa sieben Sekunden über dem seit zehn Jahren bestehenden Streckenrekord blieb.
Gehalten wird dieser Rekord von Sonja Stolic aus Serbien, die immer noch in sehr guter Form ist: Sie wurde Dritte in 16:33 min. Andrea Mayr platzierte sich als beste Österreicherin in dem europäischen Klassefeld auf Rang fünf (16:46).
Das Länderduell Österreich gegen Deutschland entschieden im Lauf der Asse die Läuferinnen und Läufer aus Österreich klar für sich. Gewertet wurden dabei jeweils die drei schnellsten Männer und Frauen, deren Platzierungen dann in Punkte umgewandelt wurden.
Österreich siegte mit 49 Punkten vor Deutschland (63 Punkte),  ausschlaggebend dafür war die starke Team-Leistung der Österreicher mit den Rängen 5 (Vojta), 7 (Weidlinger) und 9 (Christian Steinhammer).
Auch das Siegerpodest im Volkslauf der Männer hat heuer schon sehr internationale Züge angenommen: Es siegte der für den LCAV doubrava laufende gebürtige Äthiopier Endris Seid vor Marco Bscheidl aus Deutschland (LG Passau) und Noel Keijsers aus Holland, der seine Frau (Teilnehmerin im Lauf der Asse) nach Oberösterreich begleitet hatte. Ältester Teilnehmer der Veranstaltung war einmal mehr Matthias Strobl (Union Innerschwand), der bald seinen 88. Geburtstag feiern wird.
Die Nationenwertung im Volkslauf ging an Österreich. Mitgewirkt haben dabei alle Männer und Frauen aus Österreich und Deutschland. Die heimischen Läuferinnen und Läufer konnten dabei die bessere Durchschnittszeit erzielen.
Der Silvesterlauf in Peuerbach wurde bei Sonnenschein und lauffreundlichen vier Grad plus ausgetragen – was vor allem den Athleten aus Kenia offensichtlich gut tat. Insgesamt liefen rund 700 Läuferinnen und Läufer ins neue Jahr – umjubelt von 10.000 Zuschauern, die wieder einmal für Volksfeststimmung sorgten.

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