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welsWels Stadt | Sport | 30.07.2012

Nach zwei Ippon-Siegen „out“. Rat: Neuer Start ins Leben!

Sabsi Filzmoser scheiterte knapp

Nach einem tollen Start für Sabrina Filzmoser (Bild) mit Ippon-Siege gegen die Kanadierin Jolaine Melancon und gegen Hortance Diedhiou (Senegal, Weltrangliste 32). Doch dann verlor Sabrina gegen die enorm kampfstarke Automne Pavia (Frankreich/Rangliste 6) etwas unglücklich.
In der Hoffnungsrunde scheiterte Sabrina dann gegen die italienische Titelverteidigerin Giulia Quintavalle durch Disqualifikation. Damit Rang 7 und der Traum von einer Olympiamedaille ausgeträumt.
Ihre bemerkenswerte Karriere im Judospitzensport wollte die 32-jährige Thalheimerin mit einer Olympiamedaille krönen. Wie schwer dies ist zeigte zuvor schon ihr Trainerspartner Ludwig Paischer, der in Peking die Silbermedaille eroberte und in London in der 2. Runde knapp scheiterte. 
In der Frauen-Judo-Klasse bis 57 kg waren insgesamt 25 Teilnehmerinnen dabei, die in vier Pools starteten. Toller Start für Sabrina Filzmoser, die um 11.10 Uhr MEZ auf der Matte stand und nach 1:52 min Ippon gegen die Kanadierin Jolaine Melancon gewann.
Sabrina startete angriffslustig, geriet aber in eine Wazari-Wertung der Gegnerin, auf die Sabsi mittels Festhaltegriff konterte und ihren ersten Erfolg bei Olympia feierte. 
Ein toller Gegenangriff sorgte im zweiten Kampf gegen Hortance Diedhiou (Senegal, Weltrangliste 32) nach 2:06 min. für einen Ippon-Erfolg von Sabrina. Nach einer Verwarnung für Sabrina und dann für die Gegnerin konterte Sabrina sensationell.
Im Viertelfinale verlor Sabrina gegen die enorm kampfstarke Automne Pavia (Frankreich/Rangliste 6) ohne ihren Spezialwurf anwenden zu können. Die Französin rettete sich nach zwei Youki-Wertungen immer wieder über den Mattenrand und zog mit dem Sieg ins Halbfinale ein.
Für Sabrina gab es immerhin in der Hoffnungsrunde noch die Chance auf die Bronzemedaille. Doch gegen die italienische Titelverteidigerin Giulia Quintavalle passierte ihr ein unglücklicher Griff und die folgende Disqualifikation beendete den Olympiatraum wohl endgültig.  
Viel Glück im zukünftigen Leben: Sabrina Filzmoser
Als Sportredakteur der damaligen Welser Zeitung war Detlef Heyss der erste Journalist, dem das Talent von Sabrina Filzmoser dank Willi Reizelsdorfer aufgefallen ist. Sehr oft konnte er die sportliche Karriere von Sabsi medial begleiten. Die Erfolgsserie war beeindruckend, die Spitzensportlerin hat in London nicht verloren, sondern zusätzlich Respekt gewonnen.
Der gut gemeinte Rat von Detlef Heyss per sms an Sabrina am 1. August: Beginn nun zu leben. Mit Deiner Einstellung wirst Du auch dabei Erfolg haben. Geniesse London solange Du nur kannst. Wie sagte doch Mr. Colop (Ernst Faber) bei der Verabschiedung in Wels: Wir sind stolz auf Dich! 
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