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welsWels Stadt | Sport | 24.04.2012

Judo-Europameisterin schied in der 2. Runde aus

Sabrina bei der EM gestoppt

Noch trennen Sabrina Filzmoser (Bild) drei Monate vor ihrem großen sportlichen Ziel, dem Auftritt bei den Olympischen Spielen am 30. Juli in London. Ihr letzter sportlicher Einsatz davor endete vorzeitig bei der Judo-Europameisterschaft in Chelyabinsk (auch Tscheljabinks), einer russischen Industriestadt  mit über einer Million Einwohner im Uralgebiet. Rund 4.000 km von zuhause schied die Titelverteidigerin in der 2. Runde aus.
In der Kategorie -57kg der Frauen (31 Judoka) siegte am 24. April Sabrina Filzmoser zuerst gegen die Bulgarin Ivelina Ilieva mit Ippon. Doch in der 2. Runde folgte das überraschende Aus beim Kampf gegen Sarah Clark (GBR). Für Willi Reizesdorfer ist aber in erster Linie das Vermeiden von Verletzungen vorrangig. Denn Sabrina soll in London topfit an den Olympiastart gehen. 
Eindrucksvolle Bilanz. Zweimal Gold, einmal Silber und viermal Bronze hat Sabrina Filzmoser schon bei Judo-Europameisterschaften erkämpft. Auf der Judo-Verbandsseite findet man ein aufschlussreiches Interview mit der Thalheimerin.
Sabrina Filzmoser (geb. 12. Juni 1980), Verein: LZ Multikraft Wels, Kategorie: bis 57 kg
Stärken (sportlich): Bodenkampf, gute Kondition. Hobbys: Skitouren, Mountainbike, Bergsteigen, Flugsport
Was waren Deine wichtigsten Karriere-Stationen?
„In erster Linie einmal der gemeinsame Junioren-EM-Titel mit Claudia Heill 1998 in Rumänien, damals noch in der Kategorie bis 52 kg. Dann natürlich der internationale Auftritt beim Weltturnier im Palais de Bercy in Paris, wo ich die Bronzemedaille gewinnen konnte. 2003 folgte in Düsseldorf mit Bronze die erste Medaille bei einer Europameisterschaft in der allgemeinen Klasse. Eine sehr positive Erinnerung habe ich mit der Bronzemedaille bei der Judo-WM 2005 in Kairo. Zu guter Letzt natürlich auch der gemeinsame EM-Titel mit „Lupo“ Paischer in Lissabon 2008.“
Was bedeutet Dir der Judosport?
„Ich wurde schon von klein auf recht sportlich erzogen. Es zog mich mit meinen Eltern immer schon in der Natur. So entwickelte sich im Laufe der Zeit die Begeisterung für das Skitouren gehen sowie das Bergsteigen. Zum Judo selbst kam ich erst relativ spät mit 8/9 Jahren. Von Anfang an faszinierte mich die Philosophie des Judosports, die Verbindung von Körper und Geist. Willi Reizelsdorfer war in dieser Hinsicht für mich sehr wichtig. Steht doch im Judosport auch die Verantwortung für den Trainingspartner im Mittelpunkt. Es ist wichtig, dass bei der Ausübung des Judosports niemals der Spaß verloren geht – oder man sollte immer mit Spaß auf die Matte gehen“.
Gibt es in Deiner Judolaufbahn Menschen, die Dir weitergeholfen oder begleitet haben?
„In erster Linie sicherlich Willi Reizelsdorfer, der mich nicht nur zum Judo gebracht hat, sondern auch das Judo gelehrt hat. Er war immer dabei, motivierte und unterstützte mich, sowohl bei Siegen, aber auch bei Niederlagen und Verletzungen. Er stand mir auch bei der Suche nach Sponsoren bei Seite. Er gab mir, so kann ich sagen, das Gleichgewicht, welches man im Leistungssport finden muss.
Natürlich auch meine Eltern, die mir jene Unterstützung und Hilfe gaben, dass ich Schule und Sport erfolgreich verbinden konnte. Im Bereich des Trainings möchte ich vor allem meine Trainer Klaus Peter Stollberg, Hupo Rohrauer sowie Udo Quellmalz nennen, die in meiner sportlichen Entwicklung wertvolle Impulse setzten.“
Kannst Du Dir vorstellen auch nach Deiner Karriere im Judosport zu arbeiten?
„Derzeit steht in erster Linie der aktive Judosport im Mittelpunkt. Stehen doch in den nächsten Wochen und Monaten die EM in Russland und das große Ziel die Olympischen Spiele in London am Programm. Beruflich weiterbilden möchte ich mich natürlich im Bereich des Fliegens, außerdem in der Managementausbildung MBA Japan.“
Was sind Deine nächsten Ziele?
„Derzeit steht natürlich die kommende EM in Russland im Vordergrund. Das Highlight dieses Jahres sind natürlich die XXX. Olympischen Spiele in London.“
Judo-Nationalteam zu Gast im Budokan
Ein öffentliches Österreich-Randori (Übungskampf) fand am 15. April im Budokan Wels statt. Das gesamte Nationalteam, angeführt von Europameisterin Sabrina Filzmoser (Multikraft Wels) und London-Fixstarter Ludwig Paischer (Union Flachgau), waren beim gemeinsamen Trainings zu sehen. Mit dabei auch die Nachwuchs-Hoffnungen Junioren-Weltmeisterin Bernadette Graf (JC Innsbruck) und Junioren-Europameister Daniel Allerstorfer (UJZ Mühlviertel.
Drei Welser Judo-Brüder im Blickpunkt
Mit einem kompletten Medaillensatz kehrten kürzlich drei ehrgeizige Brüder vom Judo-Leistungszentrum Multikraft Wels von der Jugend- und Junioren-Meisterschaft aus Villach heim. Wachid, Kimran und Shamil Borchashvili erkämpften Gold, Silber und Bronze!
In der Kategorie U15 sicherte sich Wachid Borchashvili bereits zum zweiten Mal den Titel. Er gewann das Finale des Klasse bis 45 Kilogramm gegen Jonathan Gehmayr (Union Burgkirchen) 3:0 durch Kampfrichterentscheid. „Eine tolle Leistung“, freute sich mit ihm Nachwuchsreferent Helmut Riegl. Verena Wolf (bis 44 kg) und Islam Borchashvili (bis 45 kg) belegten jeweils Platz fünf.
Bei den Junioren schafften Kimran (2. Platz, bis 60 kg) und Shamil Borchashvili (3. Platz, bis 55 kg) den Sprung aufs Stockerl. Leider konnte die Thalheimerin Daniela Hellein (U20-Kategorie bis 63 kg) aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten.
Bild. Die erfolgreichen Welser Judo-Brüder (von links): Shamil, Wachid und  Kimran Borchashvili.
Multikraft Wels an der Tabellenspitze
In der 2. Bundesliga sind die Welser Judokas nach einem 12:2-Kantersieg in Bischofshofen an die Tabellenspitze. Besonders erfreulich für Multikraft Wels sind dabei die Leistungen des Eigenbaukämpfers Shamil Borchashvili (16 J.), der in der Meisterschaft noch ungeschlagen ist. Am 19. Mai empfangen die Welser im Budokan das Team von Straßwalchen.
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