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welsWels Stadt | Wirtschaft | 11.01.2012

Unternehmer als aktiver Aufsichtsrats-Vorsitzender

Wels unter „günstigem Strom“

Die Stadt Wels kann sich glücklich schätzen mit5 der Wels Strom GmbH einen verlässlichen Partner für Energieversorgung zu haben. Bereits vier Umspannwerke sorgen für sichere Stromversorgung, dank der Nutzung der Abwärme aus der Müllverbrennung haben bereits 25 % aller Welser Haushalte einen Fernwärmeanschluss.
Mit dem Unternehmer Ing. Christian Freundlinger (Bild) als neuen Aufsichtsrats-Vorsitzenden hat die innovative Geschäftsführung auch einen engagierten Partner aus der Wirtschaft an ihrer Seite. Freundlinger ist bereits seit 1992 in der EWWAG Aufsichtsrat. Bürgermeister Dr. Peter Koits hatte im Dezember den Vorsitz bei der Wels Strom GmbH (51 % Stadt, 49 % Energie AG) abgegeben.
Der Unterschied zwischen den Funktionen von Aufsichtsräten wird beim Vergleich zwischen Wels Strom Gmbh und zum Beispiel Gemeinnützige Heimstätten Genossenschaft auffällig. Hier wird aktiv mitgestaltet, dort hat man offenbar - laut Rechnungshof - auf die Grundzüge der Gemeinnützigkeit vergessen.
Zurück zur Wels Strom GmbH, die vor nicht ganz zehn Jahren aus der EWWAG ausgegliedert wurde, um mit der Energie AG einen starken Partner mit ins Boot zu nehmen. Schon zuvor startete der Bereich Stromversorgung für 100 % Erdverkabelung der Stromversorgung (innerhalb von 20 Jahren, Aufwand 20 Mio. Euro). Inzwischen sind weitere zukunftsweisende Investitionen getätigt worden.
Abwärme nicht mehr in die Traun. Die auch für die Umwelt wohl bedeutendste Investition ist bei der Nutzung der Abwärme von der Müllverbrennung gelungen. Der Ausbau der Fernwärmeanschlüsse geht zügig voran.
Dazu kam das Kraftwerk Breitenberg und nun steht die Sanierung vom Kraftwerk Traunleithen bevor. Das vom Fernheizwerk ferngesteuerte Kraftwerk könnte mit einem Kostenaufwand von geschätzten 40 Mio. Euro die Kapazität wesentlich verbessern. Bis 2014 soll die Umsetzung erfolgt sein. 
Besonderheit. Dank der bereits vier bestehenden Umspannwerke konnte das im Gaswerkpark situierte unterirdische Umspannwerk für eine Modernisierung abgeschaltet  werden. Bereits im März wird die totale Erneuerung fertiggestellt und dann wieder die Innenstadt von hier aus versorgt.
Umdenken. Wichtig ist dem Unternehmen auch die Erhöhung des Ökostromanteils. So trägt das mit Solarthermie ausgestattete Dach der neuen Messehalle dazu bei, dass das Fernheizwerk im Sommer herunter gefahren werden kann.
Grundprinzip: Energie aus eigener Kraft
Mit dem Bau des ersten Wasserkraftwerkes an der Traun begann die städtische  Energieversorgung, heute liefern bereits vier Wasserkraftwerke jährlich mehr als 80 Mio. kWh Strom. Das Fernheizwerk (1959 errichtet und 2000 als moderne Kombianlage neu konzipiert) erzielt durch den Einsatz der Gasturbinen-Technologie eine höhere Brennstoffausnutzung und erzielt damit eine wesentliche Reduktion der CO2-Emissionen.
Die wesentlichste Umweltverbesserung erfolgte durch der Einbindung der AVE-Müllverbrennung mit einem Anteil von 50 % an erneuerbaren Energie in das Fernwärmenetz.
Die Wels Strom GmbH ist neben der Sicherung der sicheren Stromversorgung auch stolz auf die intensive Kundenbetreuung. Schließlich baut das Unternehmen auch auf moderne Energiesysteme. Kleine, hocheffiziente Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen werden in ganz Österreich und Deutschland geplant, errichtet und betrieben
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