Montag, 24. Februar 2020 

welsWels Stadt | Geschehen | 01.09.2011

SP-Aktion für mehr Polizeipräsenz im Stadtgebiet

Das Sicherheitsgefühl verbessern

Jetzt ist es auch der SPÖ in Wels zu bunt geworden, auf Initiative von Gemeinderat Johann Reindl-Schwaighofer (Fraktions-Vorsitzender der SP-Sektion 2) fordert nun die SPÖ Wels vor allem mehr „sichtbare“ Polizei im Stadtgebiet. Ob es jetzt das „Drogenzentrum“ am Rande des KJ-Platzes oder Vorfälle in der Innenstadt sind, Polizei macht sich zumeist nur bei Strafmandaten (Falschparken) speziell in den Nachtstunden bemerkbar. 
Besonders der offene Drogenhandel gegenüber dem KJ-Hochhaus erregt seit Jahren die Gemüter der Bewohner. Aber auch Passanten, die mit offenen Augen diesen Bereich benützen, verstehen nicht die immer wieder geäußerte Polizei-Aussage („hier haben wir sie wenigstens unter Kontrolle“). Durch Meldungen in den Medien werden Drogenabhängige auch aus der Umgebung angelockt.
Grundlage? Liegt es an zu wenigen Planstellen oder nur an einer fehlerhaften Organisation innerhalb des Polizeiapparates?
Versteckspiel oder gar Polizeitaktik?
Augenscheinlich werden Schwachstellen bei der Situierung von Wachzimmern in Wels, die Übersiedlung aus der Ploberger- in die Roseggerstraße vermittelt den Eindruck des „Versteckspiels“. An Hand der hier gezeigten Fotos klar erkennbar - nur „Insider“ finden dieses Wachzimmer.
Groteske am Rande: Polizisten müssen sich selbst einen Parkplatz vor Dienstantritt suchen, der Dienstgeber sorgt nicht für Parkplätze in der unmittelbar benachbarten Tiefgarage. 
Noch grotesker wurde die Verlegung des Wachzimmers in der Neustadt, das im ehemaligen Binder-Haus am Kreisverkehr zwischen Grieskirchner und Eferdinger Straße gelegen war. Auch wenn dort nur selten Polizisten vor dem Haus gesehen wurden, so lag das Wachzimmer ideal im Zentrum.
Unsichtbar? Nun ist dieses Wachzimmer noch wesentlich versteckter als in der Roseggerstraße: Im Dienstleistungszentrum an der Laahener Straße gegenüber den neuen Altenheim. Aber nicht von der Straße aus sichtbar, sondern  ganz unauffällig auf der Hinterseite (siehe Foto).
Polizisten haben es immer schwerer
Problematisch ist aber die Situation bei den Polizisten selbst. Sie sind – wenn sichtbar - zumeist als „gemischtes Pärchen“ in ihrer schönen Ausgangsuniformen unterwegs. Unruhestifter löst dies zumeist keinen Respekt aus. Allerdings sind die Polizisten nicht zu beneiden, bei Einsätzen gegen Randalierer oder Auseinandersetzungen sind für die Auslöser plötzlich „neue Gegner“ anstatt Ordnungsstifter in Sicht.
Auf den Hund gekommen? Wer erinnert sich in der Innenstadt nicht gerne an den groß gewachsenen Polizeibeamten, der mit seinem Hund in der Innenstadt unterwegs war. Das Auftauchen schon eines Hundes löst oft Probleme, bevor Polizeibeamte amtshandeln müssen. Die Hundestaffel ist nach Linz verlegt worden, bei „Bedarf“ (?) kann sie angefordert werden. 
Polizisten wird es nicht leicht gemacht
Ein Beispiel für die unangenehme Situation von Polizisten (als unmittelbarer Augenzeuge). Gegen Fehlpfiffe des Referees beim Fußballmatch WSC-Hertha gegen Wimsbach warteten aufgebrachte Fans der Gäste auf den Referee. Der verlies erst in Polizeibegleitung den Platz. Von hinten warf plötzlich einer aus der wartenden Fangruppe einen vollen Bierbecher, der vor allem einen der so elegant gekleideten Polizisten traf.
Aktion? Als dieser den vermeintlichen Werfer ergriff, fühlte sich dieser gleich „gewürgt“ und verlangte lautstart die Dienstnummer. Profitiert hat davon der Referee, der nun nicht mehr das „Feindbild“ war.
Kein Wunder, dass sich immer weniger Menschen die Polizei als geeigneten Arbeitsplatz wünschen. Es gibt kaum eine Möglichkeit Randalierer oder Betrunkene mit sanften Methoden ruhig zu stellen, immer ist es der Beamte der „falsch“ handelt. Man erinnere sich nur an jenen Polizisten, der verurteilt wurde, weil er einen jugendlichen Einbrecher erschoss…
Aktionismus kann nicht schaden
Auf jeden Fall sorgt nun die SPÖ in Wels mit Ihrer Initiative für Aufmerksamkeit, sammelt Unterschriften und will damit den Besuch des Bürgermeisters bei der Innenministerin im Oktober stärken. Und die FPÖ ärgert sich wieder einmal, dass eine langjährige und immer wieder abgelehnte Forderung nach mehr Sicherheit nun zu einem SPÖ-Thema wird.
Die Aktion der Politiker ist zu begrüßen, doch muss sich vor allem die Organisation der Polizeikräfte ändern. Die Lächerlichkeit eines Strafzettels auf der Windschutzscheibe eines Pkw (ausgestellt um 22.10 Uhr in einer Nebenstraße bei einen „unauffälligen“ Halteverbot und ohne Behinderung) zeugt davon, dass vor allem bei den handelnden Personen Änderungsbedarf angesagt ist. 

        

Bildergalerie

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