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welsWels Stadt | Politik | 10.03.2020

Jetzt sind sich alle einig: 2021 Kaiser-Josef-Platz „neu“

„KaJe“ soll ein Erlebnisplatz werden

Seit 2007 wurde immer wieder eine dringende Neugestaltung vom Kaiser-Josef-Platz ins politische Spiel gebracht, auch Bürger waren mit eingebunden. Doch mit dem „Wohnen im Greif“, dem neuen Amtsgebäude Rainerstraße, der VKB-Pläne (Parkplatzbereich) und der Raiffeisenbank (Haus Nr. 53 bis zur Rablstraße) sowie der Veränderung des Denksteinhauses wurde die Stadtverwaltung praktisch dazu animiert eine Neugestaltung vom KJ-Platz mit Erlebnischarakter umzusetzen. Und das einstimmig im Gemeinderat.
Eine Ausschreibung soll Planvorgaben bringen, die schon bis 2021 umgesetzt werden sollen. Wie schon von Verkehrsplaner Rinderer vor fast zwanzig Jahren vorgeschlagen hatte sollen die Busse an einem platzsparenden Platz in Gegenspur anhalten. Die überdimensionale Busdrehscheibe soll abgerissen werden und der Ostteil des KJ-Platzes wieder einen Platzcharakter erhalten.
Ampel mit Dauerrot. Damit würde sich auch die unselige und einladende Verkehrsspur im Norden entlang der Busse wegfallen und den Hausbesitzern die Möglichkeit geben, ihre Geschäfte entsprechend attraktiv zu gestalten.
Ein Bild vom KJ-Platz Ost aus dem Jahr 2007, die Grünen forderten damals schon eine Neugestaltung.

Nach der Erneuerung der Ringstraße (2006/2007), der Fußgängerzonen Schmidtgasse (2014) und Bäckergasse (2015) sowie des Stadtplatzes (2018) ist die Neugestaltung des Kaiser-Josef-Platzes eine weitere erfreuliche Initiative zur Verbesserung des Innenstadt-Gevierts bis zum Stadtplatz.
Offizieller Startschuss für Wettbewerb
Konkret beschlossen wurde bereits die Durchführung eines Realisierungswettbewerbs. Die Ausschreibung berücksichtigt die vorhandenen baulich-materiellen Vorgaben beziehungsweise Funktionen am Kaiser-Josef-Platz, die vorgeleisteten Arbeiten, die politischen Vorgaben, die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung (Bürgerrat) sowie technisch und baulich unverrückbare Elemente.
Der umzusetzende Gestaltungsvorschlag soll in einem EU-weiten offenen Realisierungswettbewerb ermittelt werden. Ziel ist es, ein möglichst breites Spektrum an hochwertigen Arbeiten zu erhalten, die nicht nur den gegenwärtigen Stand der Entwicklungen reflektieren, sondern auch überzeugend neue Wege aufzeigen.

Bereits 2007 präsentierten die Grünen im Gemeinderat einen „nackten“ KJ-Platz Ost noch mit dem Hotel Greif, der die Größe des Platzes und eine mögliche Neugestaltung herausforderte. Jetzt soll es 13 Jahre später dazu kommen!

Im Anschluss an dem Wettbewerb wird eine Jury, in der auch der Bürgermeister, Innenstadtreferentin Christa Raggl-Mühlberger, Stadtrat Peter Lehner und Stadtrat Klaus Hoflehner vertreten sind, die Kür des Siegerprojektes vornehmen. In der Gemeinderatssitzung am Montag, 6. Juli soll schließlich der Grundsatzbeschluss für die Neugestaltung erfolgen.
In weiterer Folge startet die Planungs- und Einreichphase samt Beauftragung der Baufirmen. Die Umbauarbeiten selbst sollen dann zwischen März und Oktober 2021 durchgeführt werden.
Auszug aus den Zielvorgaben des Realisierungswettbewerbs
• Kaiser-Josef-Platz in seiner Qualität verbessern
• Erneuerungsprozess der Innenstadt fortführen
• Planung in das städtebauliche Umfeld einbetten
• Mit Wirtschaftlichkeit und Verhältnismäßigkeit überzeugen
• Funktionale Angebote für die Anforderungen als zentraler Bushalt konzipieren
• Ansprüchen für Wohnen, Arbeiten und Wirtschaften gerecht werden

• Platznutzung für Handel, Gastronomie, Hotellerie, Dienstleistung und Markt
• Gestaltung von Schanigärten vorschlagen
• Nutzungskonflikten mittels Freiraumorganisation vorbeugen
• Möglichkeiten als temporäre Eventfläche erhöhen
• Wasserinstallationen als Gestaltungselement vorsehen
• Bepflanzung neu gestalten und bodengebundenen Baumbestand erhalten
• Stadtklimatische und ökologische Aspekte berücksichtigen

• Die Abschnitte West und Mitte sind so zu organisieren, dass eine Befahrbarkeit für alle Verkehrsarten in beide Richtungen möglich ist. Der Abschnitt Ost ist primär dem Fußgänger-, Rad- und Busverkehr vorbehalten. Dabei soll weiters die Möglichkeit eines Sharing-Systems (Car-Sharing, Scooter- und Radverleih) mit bedacht werden.
• Die zentrale Bushaltestelle bleibt am Kaiser-Josef-Platz. Die Vorgaben der Wels Linien GmbH. fließen in die Wettbewerbsvorgaben ein. Für die Regionalbusse ist wie bisher eine Doppelhaltestelle im Abschnitt Mitte vorzusehen.
• Die Anzahl der Parkplätze (Gebührenzone und Bewohnerparken) soll nicht vermehrt werden.
• Die Tiefgarage mit ihren Aus- und Einfahrten sowie Liften ist zu erhalten.
• Die Anzahl der Taxistände bleibt gleich. Die Lage ist zentral vorzusehen. Freizuhalten sind die vorhandenen Hauszufahrten.
• Alle Geschäftslokale sind möglichst niveaugleich – und somit Barriere frei – an das öffentliche Gut anzubinden.
• Das Radfahren ist in alle Richtungen zu ermöglichen, die Qualität und Anzahl der Radabstellanlagen ist zu verbessern.
Die Info-Veranstaltung am 10. März wurde trotz der einschneidenden Vorgaben des Gesundheitsministeriums - just an diesem Tag - im Hause der Raiffeisenbank abgewickelt. Schließlich soll doch nicht alles einem Stillstand untergeordnet werden.

Erfreulich in diesem Zusammenhang, dass die Energiesparmesse noch vor allen Verboten und Einschränkungen ohne negative Einflüsse stattfinden konnte.

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