Sonntag, 20. Jänner 2019 

welsWels Stadt | Sport | 11.01.2019

115:81-Erfolg in Wien - Donnerstag kommt Gmunden

Flyers sorgen für Hunderter-Sieg (!)

Am 12. Jänner sorgte das Flyers-Team, wieder mit Jonsson, für eine Überraschung. In Wien wurde das Timberwolves-Team mit 115:81 geradezu aus der Halle geworfen! Und das ausgerechnet vor dem Lokalderby am DONNERSTAG daheim gegen Leader Gmunden!
Ein Blick zurück: Nach dem 95:93-Heimsieg gegen UBSC Graz zum Jahresende schöpfte der Basketball-Bundesligist
Raiffeisen Flyers Wels neue Hoffnungen. Und 2019 ging es gleich mit der nächsten Erfolgsmeldung weiter. In Traiskirchen gelang trotz des Ausfalls von Jonsson ein unerwarteter und klarer 83:65-Sieg! Doch dann folgte eine relativ glatte 76:86-Niederlage gegen Klosterneuburg. Entscheidend war ein schlechter Start (9:20 im ersten Viertel). Die schwache Personaldecke und die Verletzung von Jonsson dürfte dazu beitragen haben.
17. Runde: Timberwolves Vienna - Raiffeisen Flyers Wels 81:115 (21:39, 17:28, 29:20, 14:28) Zulic 23, Spruill 23, Lamesic 16, Sina 16, Jonsson 14, Blazevic 12, Csebitz 8, Jakupovic 3; UBSC Graz - Kapfenberg 74:73 (!), Oberwart - Gmunden 83:78, Traiskirchen - Fürstenfeld 71:63, Klosterneuburg - BC Vienna 76:69.
BB-Bundesliga A: 1. Gmunden 26/17 (1447:1255/+192), 2. Oberwart 24/17 (1337:1268/+69), 3. Klosterneuburg 22/17 (1312:1261/+51), 4. Kapfenberg 22/17 (1352:1219/+133), 5. Traiskirchen 20/17 (1260:1232/+28), 6. BC Vienna 16/17 (1384:1373/+11), 7. Timberwolves Wien 14/17 (1327:1429/-102), 8. Raiffeisen Flyers Wels 12/17 (1399:1398/+1), 9. UBSC Graz 10/17 (1367:1390/-23), 10. Fürstenfeld 4/17 (1185:1545/-360).
18. Runde
(17. Jänner): DO 19:00 Raiffeisen Flyers Wels - Gmunden, UBSC Graz - Oberwart, Kapfenberg - Traiskirchen, BC Vienna - Timberwolves Vienna, 19:30 Fürstenfeld - Klosterneuburg.
15. Runde: Traiskirchen - Raffeisen Flyers Wels 65:83
(21:17, 17:26, 16:17, 16:23) Spruill 20, Lamesic 15, Csebits 14, Sina 12, Blazevic 11, Zulic 9, Jakupovic 2; Klosterneuburg - Gmunden 77:80, BC Vienna - UBSC Graz 72:76, Kapfenberg - Fürstenfeld 100:76, Oberwart - Timberwolves Vienna 86:75.
16. Runde
: Raiffeisen Flyers Wels - Klosterneuburg 76:86 (9:20, 24:26, 25:23, 18:17) Spruill 27, Lamesic 17, Sina 9, Zulic 9, Csebits 8, Blazevic 6; Kapfenberg - Oberwart 80:71, Fürstenfeld - UBSC Graz 86:82, Gmunden - Timberwolves Vienna 92:80, BC Vienna - Traiskirchen 89:86.

Die Ansprüche der Basketballfreunde…
…waren nach dem ersten und bisher einzigen Staatsmeistertitel 2009 unter Sponsor Kraftwerk und mit Trainer Raoul Korner sehr hoch, so folgten danach Jahre der steigenden Unzufriedenheit. Die Sportfunktionäre balancieren in Österreich in dem noch immer herrschenden bis zu halb-professionellen System auf einem sehr dünnen Seil. Beruflich engagiert, Familienvater und Flyern-Obmann in Personalunion: Michael Dittrich
Erwartet wird viel Einsatz und möglichst ehrenamtliche Tätigkeit, in vielen Sportarten erwarten aber die Akteure entweder eine entsprechend finanzielle Förderung oder gar einen Vertrag. Ehrenamt ist in dieser Situation also eine besondere Herausforderung, die dann an die Zumutungsgrenze geht, wenn Fans vehement mehr Erfolg fordern oder unsachliche Kritik in Medien die Einsatzfreude in Frage stellen.
So geht es zum Beispiel dem Flyers-Duo Dittrich-Waser, das in einer totalen Abschwung-Phase des Welser Basketballs 2017 aus dem WBC den neuen Bundesligisten Flyers unter der in jeder Hinsicht bedeutsamen Flagge „gemeinsam fliegen - gemeinsam siegen“ aus der Versenkung und auf professioneller Ebene in einer GmbH entstehen ließen. Und dies auch mit dem Blickwinkel Nachwuchs aufzubauen, der langfristig in den Teamkader hineinwachsen kann. Der ehrgeizige 23-jähriger Trainer aus Leidenschaft, Sebastian Waser. Im Nachwuchsbereich mit vielen Lorbeeren geschmückt, sein Einsatz für das Flyers-Team ist unerschütterlich.
Fans und Kritikern geht es zu langsam
In einer äußerst schwierigen Phase mit dem Kader und einer Niederlagenserie sah sich das Management des Basketball-Bundesligisten Raiffeisen Flyers Wels nun zusätzlich mit medialen „Untergriffen“ belastet. Nach neun Niederlagen und nur einem Erfolg im Cup war die Herausforderung beim letzten Heimspiel im Jahr besonders hoch.
Gegner UBSC Graz ließ einfach nicht nach und so musste sogar eine Verlängerung her, in der über einen hauchdünnen 95:93-Erfolg gejubelt werden konnte. Der Erfolg war deshalb doppelt erfreulich. Dank der Unterstützung der Sponsoren, besonders der Raiffeisenbank Wels und dem Raiffeisen-Manager Präsident Bernhard Ploier, ist die Zukunftsperspektive nicht so schlecht wie es zum Beispiel oft im Fußballsport der Fall ist.

Die Kritik an dem zuletzt erfolglosen und vermeintlich unerfahrenen Coach Sebastian Waser war aber mehr als untergriffig, zumal dieser mit hundertprozentigen Einsatz zusammen mit Obmann Dittrich nicht nur dem Basketballsport in Wels Hoffnungen verleihen, sondern sich auch um das allgemeine Nachwuchsproblem im heimischen Basketballsport kümmern.
Wie sehr die Vereine in Österreich von Legionären abhängig sind, zeigt auch die aktuelle Meisterschaft. Und wenn auch nicht das nötige „Kleingeld“ vorhanden ist, muss man sich immer wieder mit „Globetrottern“ zufrieden geben, deren Präsentations-Videos oft bei weitem nicht dem tatsächlichen Können entsprechen oder den Spielern fehlt es an Einsatzwillen oder Mannschaftsgeist.

Ein Blick zurück auf 2017
Das Video von der Start-Pressekonfernz mit Präsident Ploier, Obmann Dittrich und Trainer Waser sagt mehr als tausende Worte…

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