Dienstag, 18. Juni 2013 

welsÜberregionales | Sport | 09.08.2012

OÖFV freut sich über die heimische Situation

Positive Entwicklung im Fußball

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Der OÖFV hat sich in jüngster Zeit positiv aufgestellt und sorgt für frischen Wind im heimischen Fußballsport. Bei einem Pressetermin vor Beginn  der Meisterschaft zog man Bilanz. Außerdem wurde der neue Sportdirektor des heimischen Fußballverbandes, Willi Schuldes (Bild) vorgestellt. welsin.tv war mit der Kamera dabei und bringt einen Filmbeitrag.
Die Relegation im Fußball-Unterhaus in Oberösterreich hat sich bewährt. Auch wenn für die Vereine der Kampf ums „Überleben“ in einer Liga härter geworden ist, hat sich die Premiere der Relegation bewährt: Länger Spannung in der regulären Meisterschaft, interessante Duellen sowie ein Besucheransturm auf den Plätzen.
Bemerkenswert:
In zwölf Duellen setzte sich gleich neun Mal der vermeintliche „Underdog“ durch, was allerdings auch auf den vergleichbaren Erfolg in der laufenden Meisterschaft zurückzuführen ist. Bei fast allen Partien durfte sich der Heimverein über einen Zuschauerrekord freuen.
Die Relegation wird es deshalb auch am Ende der Meisterschaft 2012/13 geben. Die Bestimmungen wurden dahingehend geändert, dass die Relegation als eigener Bewerb geführt wird. Das hat zur Folge, dass analog zur Relegation zwischen der zweithöchsten und dritthöchsten Leistungsstufe die Verwarnungen gestrichen werden.
Das heißt, gelbe und gelb-rote Karten werden nach Ende der regulären Meisterschaft gestrichen. Lediglich Rotsperren besitzen weiterhin Gültigkeit.
Eindrucksvolle Bilanz zum Spieljahr 2011/12
Der OÖFV konnte nach der abgelaufenen Meisterschaft 2011/12 im Amateurbereich eine sehr zufriedenstellende Bilanz ziehen. Der Spielbetrieb konnte nahezu reibungslos abgewickelt werden. 
Die Zahlen und Fakten: 
+ 382 Vereine stellten insgesamt 2421 Mannschaften
+ Mit 58 Frauen-Kampfmannschaften lag Oberösterreich im Bundesländervergleich an erster Stelle
+ Knapp über 142.000 registrierte Spieler, davon 53.000 derzeit aktiv (20.500 Erwachsene, 32.500 Nachwuchsspieler)
+ Rund 22.000 Meisterschaftsspiele in insgesamt 404 Ligen
+ Inklusive Testspiele und Turniere wurden 25.121 Spiele über das Fußball-Online-Netzwerk abgewickelt
+ 761 rote Karten, 1491 gelb-rote Karten, 29751 gelbe Karten
+ 328 aktive Schiedsrichter (insgesamt ca. 15.000 Einsätze im Jahr)
+ Über 11.000 ehrenamtliche Funktionäre
+ In der Sommer-Übertrittszeit wurden 4342 „Spielerbewegungen“ im Meldewesen registriert.
Ortskaiser 2012 mit Rekord
In 57 (!) Gemeinden wurde heuer ein Ortskaiser-Bewerb, die Breitensportaktion des OÖLFV sorgte im neunten Bestandsjahr für einen neuen Rekord. Die Vereine können sich dabei als Ausrichter bewerben, um im Sommer mit Kreativität Aktionen und Bewerbe am Tag des Ortsfußballs zu organisieren.
Oberstes Ziel ist es, dass sich quer über das Bundesland verteilt Vereinsspieler mit Hobbyfußballern vermischen und Kinder, Frauen und Männer gemeinsam einen lustigen Tag auf dem Fußballfeld verbringen, der weniger vom sportlichen Erfolg, als von witzigen Verkleidungen oder innovativen Bewerben geprägt ist.
Der Ortskaiser rückt somit den sozialen Stellenwert des Fußballs in den Vordergrund und fördert die Integration der Vereine in die Gesellschaft und in das Ortsgeschehen. Die veranstaltenden Vereine werden zudem immer kreativer:
+ In Gaspoltshofen spielten zwei Mütter-Teams gegen ihre Kinder,
+ In Offenhausen und Rohr lockten zudem ein Riesenwuzzlerturnier
+ In Ansfelden gab es ein Siebenmeterschießen zwischen Polit- und Pfarrhof-Promis.
Verpflichtende Mixed-Teams und eigene Damenwertungen sind ohnehin schon Gewohnheit, zudem gab es zahlreiche Zielschießen und Torschusswand-Bewerbe sowie etwa in Oberneukirchen die Suche nach dem besten Scharfschützen.
Die Vielfalt ist also enorm – die Anzahl jener, die den Tag des Ortsfußballs genossen, ebenso: Knapp 7500 Teilnehmer waren 2012 dabei! Damit hat sich die Gesamtteilnehmerzahl seit Bestehen der Aktion auf 49.100 Hobbykicker erhöht.
Alle Vereine können Pflichtmannschaften stellen
Sehr erfreulich ist, dass alle Vereine in Oberösterreich die Pflichtmannschaften für das neue Spieljahr 2012/13 stellen können. Die Bestimmungen des OÖFV sehen vor, dass Vereine, die an einem Pflichtbewerb für Kampfmannschaften teilnehmen, verpflichtend eine 1b-Mannschaft beziehungsweise eine Reservemannschaft sowie mindestens zwei Nachwuchsteams stellen müssen.
Diverse Auflagen wie etwa die Altersstufe sind individuell nach der Höhe der Spielklasse geregelt. Der Sinn und Zweck der Pflichtmannschaften ist eine durchgängige Betätigungsmöglichkeit vom Kinder- bis zum Erwachsenen-Fußball, eine Verminderung der Drop-Out-Quote speziell im alterssensiblen Bereich, eine Steigerung der absoluten Zahl der Nachwuchsteams in Oberösterreich sowie eine Optimierung des Leistungsniveaus.
Aufgrund der demografischen Entwicklung werden die aktuellen Bestimmungen derzeit evaluiert – mit dem Ziel, diese mit Beginn der Saison 2013/14 (wenn notwendig) an die zeitgemäßen Bedingungen anzupassen.
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