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welsWels Stadt | Kommentar | 29.06.2011

Ein NO im Rathaus, aber „Konkurrenz“ dem Stadtmarketing

Groteske um Veranstaltungstipps

Dank der „Standhaftigkeit" der Stadtverwaltung verfügt die Stadt Wels über das Image „In Wels ist nichts los“. Der offizielle Veranstaltungskalender wird mit offensichtlichem Widerwillen vom Stadtmarketing gefüttert, im Rathaus weigert man sich beharrlich diesen zu übernehmen.
Eigenständigkeit. Und der erfolgreiche Leiter der Öffentlichkeitsarbeit (Eigendefinition?) betreibt daneben offenbar seinen eigenen Kalender. Denn im Amtsblatt werden Veranstaltungen angekündigt, die offenbar dem Stadtmarketing nicht zugänglich sind. 
Ganzjährig Fasching in Wels. So vertreibt der offizielle Veranstaltungs-Kalender, der auch auf der immerhin 70.000 Euro teuren neuen Webseite der Stadtverwaltung zu finden ist, weiterhin „Faschings-Stimmung“, denn der inhaltschwere Kalender strotz geradezu von lächerlichen Fehlern, die allerdings nur dem Bürgermeister selbst ein Dorn im Auge sind. Aber die Anweisungen aus dem Büro des Stadtoberhauptes werden leider immer wieder nicht allzu sehr ernst genommen…
Aber immerhin: Der Bürgermeister hat eine neue Veranstaltungs-Plattform für Herbst angekündigt. Hoffentlich übersteigen die Kosten für diese Webseite nicht jedes Vorstellungsvermögen jener IT-Aktivisten, die eine Homepage innerhalb kürzester Zeit professionell und kostengünstig erstellen können.
Viel wichtiger ist aber der Inhalt dieser neuen Plattform, die schon bei einer Pressekonferenz vor zwei Jahren (!) dem Kulturbeitrat und der Presse angekündigt wurde. Der Kritik man bekäme zu wenig Informationen von den Veranstaltern selbst, könnte man mit einem einfachen „Trick“ beseitigen: Alle von der Stadt geförderten Vereine müssten verpflichtet werden ihre Veranstaltungen rechtzeitig zu melden und selbst einzutragen – ansonsten könnte man ja die Subventionen kürzen...
Zusätzliche Verwirrung mit Broschüren aller Art
Ankündigungen gibt es im Welser Amtsblatt, auf der Homepage des Stadtmarketings (und der Stadt Wels) sowie in zahlreichen Broschüren und vor allem auch auf Plakaten:
+ Kulturaktivitäten monatlich in einem Heft an vorgemerkte Interessenten per Post.
+ Programmkino in unregelmäßigen Abständen an Mitglieder und Medien per Post.
+ Konzerte im Burggarten in einer eigenen Broschüre - - liegt „überall“ auf
+ WAKS (Welser Arkaden-Kultur-Sommer) in einer eigenen Broschüre - liegt „überall“ auf
+ Soundtheatre-Programm für Juni/Juli - liegt „überall“ auf
+ FilmFestiWels-Broschüre - liegt „überall“ auf
+ Mitteilungen des Stadtmuseums unregelmäßig nach Ausstellung
...und so weiter und so fort.
Und dabei wäre es so einfach – kostengünstig und aktuell im Internet
Zwei Studentinnen haben bei einer Diplomarbeit 2009 die Kulturarbeit in Wels untersucht. Die jungen Damen waren erstaunt über die Vielfalt der Kulturaktivitäten in Wels und haben deshalb auch dringend empfohlen eine lebendige tagesaktuelle Homepage zu installieren. Dabei könnte man auch zum Beispiel bei zu geringen Vorverkauf Sonderaktionen starten, um Restplätze leichter zu verkaufen. Und so weiter und so fort...
Das Problem liegt im Detail. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter im Rathaus hat sich im Vergleich zu Jahrzehnten zuvor deutlich verbessert. Die Kontra-Produktiven, entweder politisch oder durch Pragmatisierung im geschützten Bereich tätig, könnte man durch Aufgaben-Übertragung und die Beobachtung der Umsetzungen (warum gibt es Abteilungsleiter und sogar Dienststellenleiter) motivieren...
heyde 
            
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