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Scharten | Wirtschaft | 31.12.2020

Am 28. Juni Einladung zum Kirschenfest

Scharten lockt mit Kirschen

JUNI 2026 – Bereits zum 15. Mal laden die bäuerlichen Direktvermarkter in Scharten am Sonntag, 28. Juni zum Kirschenfest ein. Der Firlingerhof der Familie Hubmer präsentiert wieder erntefrische Kirschen und Verarbeitungsprodukte, dazu gibt es warme und kalte Schmankerl sowie hausgemachte Mehlspeisen und andere regionale Köstlichkeiten.
Mit den ersten Kirschen und kurz darauf auch mit der Marillenernte beginnt so richtig der Sommer. Sechs bis acht Wochen dauert die Kirschenzeit insgesamt, der Höhepunkt der heuer ausgezeichneten Ernte wird aktuell für Ende Juni erwartet.
Die Marillenernte beginnt etwas später, erstreckt sich aber aufgrund der Sortenvielfalt über einen ähnlich langen Zeitraum. Ca. 30 Betriebe bewirtschaften in Oberösterreich den Großteil der 130 Hektar Kirschen- und Marillengärten. Insgesamt werden in Oberösterreich 63 Hektar Kirschen und 70 Hektar Marillen im Erwerbsobstbau kultiviert.
Spezifische Ansprüche
Kirschen und Marillen stellen im Erwerbsobstbau spezifische Ansprüche an Standort und Kulturführung, die stark durch Boden- und Klimafaktoren geprägt sind. Kirschen zählen zu den nicht nachreifenden Früchten, wodurch der Erntezeitpunkt maßgeblich für die spätere Qualität ist.
Für den überregionalen Handel werden sie oft früher gepflückt, damit sie Transport und Lagerung besser überstehen. Marillen können – je nach Reifegrad bei der Ernte – in begrenztem Maß nachreifen.
Rosemarie Ferstl, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer OÖ.: „In den regionalen Hofläden und an den Verkaufsständen gilt das Prinzip: Morgens gepflückt, mittags auf dem Tisch. Nur durch diese extrem kurzen Wege bleibt die Knackigkeit der Kirschen und die samtige, saftige Perfektion der Marillen erhalten. Wer regional bei den Obstbauern oder auch heimisches Obst im Lebensmitteleinzelhandel kauft, entscheidet sich bewusst für den echten, ungeschminkten Geschmack der Region.“
Süßkirschen bevorzugen tiefgründige, gut durchlüftete und nährstoffreiche Böden mit ausreichender Wasserversorgung, reagieren jedoch empfindlich auf Staunässe und extreme Trockenheit. Bodenqualität und Wasserverfügbarkeit sind für die Kirschproduktion entscheidend.
Marillen hingegen sind noch stärker wärmebedürftig und an kontinentale Klimabedingungen mit kalten Wintern und warm-trockenen Sommern angepasst; sie benötigen ausreichende Winterkälte für die Blüteninduktion, sind jedoch durch ihre frühe Blüte besonders spätfrost-gefährdet. Marillen lieben lockere, humose und eher leichte Böden, da sie empfindlich auf Staunässe reagieren. In Oberösterreich werden sie vor allem im Raum Scharten kultiviert.
Ihre Flächen nahmen in Oberösterreich in den vergangenen 20 Jahren sukzessive zu: Gab es 2014 erst 12 Hektar Marillen in OÖ, so sind es derzeit ca. 70 Hektar.
Vielfalt bei Kirschen und Marillen
Unterschiedliche Sorten beeinflussen maßgeblich Geschmack, Aussehen und Erntezeit. Während frühe Kirschensorten oft etwas weicher und milder im Geschmack sind, überzeugen spätere durch festes Fruchtfleisch, höhere Süße und intensives Aroma. Auch optisch zeigen sich deutliche Unterschiede – von hellrot bis nahezu schwarz, wobei dunkle, große Früchte besonders geschätzt werden.
Ähnlich vielfältig präsentieren sich Marillen. In den heimischen Obstgärten finden sich eine Vielzahl von Sorten. Sie machen es möglich über eine langes Erntefenster Marillen von Mitte Juni bis Ende August anbieten zu können. Früh reifende Sorten sind oft etwas säuerlicher, während späte Sorten durch höhere Zuckergehalte ein besonders intensives Aroma entwickeln. Die Farbpalette reicht von gelb bis kräftig orange mit rötlicher Backe.Vermarktung: direkt und über den Lebensmitteleinzelhandel
Die Vermarktung in Oberösterreich...
...erfolgt sowohl über Direktverkauf (z. B. ab Hof oder über regionale Verkaufsstellen) als auch über den Lebensmitteleinzelhandel. Der LEH stellt dabei einen wichtigen Partner für die heimischen Betriebe in der Vermarktung dar und ermöglicht für Konsumenten in ganz Österreich eine breite Verfügbarkeit.
Regional vermarktete Produkte können aufgrund kürzerer Wege oftmals in einem weiter fortgeschrittenen Reifestadium geerntet werden. Importware aus weiter entfernten Regionen wird in der Regel früher geerntet, um längere Transportzeiten zu berücksichtigen.
Heimische Produkte bevorzugen
Die Vorteile des Kaufs bei den heimischen Obstbauern auf einen Blick:
+ Maximales Aroma & Süße: Volle Baumreife garantiert den höchsten Zuckergehalt und das typisch intensive, charakterstarke Geschmacksprofil.
+ Unschlagbare Frische: Keine langen Kühlketten, keine weiten Transportwege und deshalb auch ein viel kleinerer ökologischer Fussabdruck
+ Echte Sortenvielfalt: Ab Hof finden Konsumenten Spezialitäten und Premium-Sorten, die für den Standard-Handel viel zu empfindlich wären.
+ Transparenz: Der direkte Draht zum Produzenten schafft Vertrauen – man weiß genau, wo und wie die Frucht gewachsen ist.

Die heimischen Obstbauern laden alle Feinschmecker dazu ein, die Sorten-Unterschiede in diesem Sommer selbst zu erschmecken. Die echten, sonnenverwöhnten Schätze der Natur genießt man am besten direkt vor der Haustür!
Der Firlingerhof in Scharten...
...ist ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb mit Sitz in Scharten und ist im Bereich Obstbau, Obstverarbeitung, Weinbau und Direktvermarktung tätig. Der Hof liegt im Naturpark Obst-Hügelland, einer traditionellen Obstbauregion Oberösterreichs. Die Lage bietet ideale Voraussetzungen für qualitativ hochwertigen Obstbau und ist zugleich touristisch attraktiv.
Der Firlingerhof ist ein traditionsreicher Familienbetrieb mit rund 300-jähriger Geschichte. Seit 1956 wird der Betrieb von der Familie Hubmer geführt. Die Betriebsphilosophie verbindet traditionelle Bewirtschaftung mit innovativen Veredelungs- und Vermarktungsansätzen.
Im Mittelpunkt steht der Anbau von Obst, insbesondere Kirschen, Marillen, Zwetschken und Wein. Darauf aufbauend erfolgt eine umfassende Verarbeitung zu hochwertigen Produkten, darunter: Fruchtsäfte und Nektare, Most und Cider, Edelbrände und Liköre, Obstschaumweine, Marmeladen etc.
Der Betrieb zeichnet sich durch eine hohe Wertschöpfungstiefe aus – von der Produktion bis zum fertigen Produkt. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt in der Direktvermarktung über den eigenen Hofladen. Darüber hinaus werden Gastronomiebetriebe sowie der Lebensmitteleinzelhandel in Oberösterreich beliefert. Die Produkte sind auch auf regionalen Märkten vertreten.
Der Firlingerhof bietet Betriebsführungen mit Verkostungen an. Zusätzlich stehen Räumlichkeiten für Veranstaltungen wie Hochzeiten, Firmenfeiern und Seminare zur Verfügung.
Firlingerhof (Horst Hubmer), Rexham 27, 4612 Scharten. Info-Tel. 0664/3421840, Web: www.firlingerhof.at

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